822
Geschichte der Heraldik. Anhang.
von Oberndorff dem Jüngern; als da der jetzgenannteSeitz Marschalck dem vorgenannten Rappern vom Rosen-hartz entbohten und verschrieben hat, Er welli kommin die Herrschafft, daraus der vorgedacht Rosenhardteinbohren sey, und well da lasen erfinden vorn Herrn,Ritter und Knechten, ob Er und fin Vordem zu gutenDingen gehören oder nit ? darüber Ihn der vorgenanntRapper von Rosenharth entbothen und verschrieben hat:Er feys heruff zu dem Rosenhart kommen, der Vestendannen Er gebohren fey, das Orth in unfer Herrschafftund Wildbahn gelegen ist, und hattlhm verkünd einenTag in Unfer Schloss gen Tettnang uff den Sunnentagvor Sant Jörgen-Tag nächst vergangen: da wille ErIhm wifen mit Herren, Rittern und Knechten, dass finVordem und Er Wapens-Genofs find, und zu dem Tur-nay und zu andern Ritterlichen guten Dingen undSachen wohl gehörent: da verjehten Wir öffentlich mitdiesem Brieff, dafs Uns das kund und zu wifsend ist,dass der ehegenant Rapper von Rosenharth uff denfel-ben Tag ist kommen in unfer vorgenandt Schlofs zuTettnang, und den Tag ufs und ufs gewartet hat. Da-hin aber Niemand kommen ist, weder der obgenandtMarschalck noch Niemand von seinetwegen. Wohl istUns das kundlich und wissentlich, dass der vorgenandtRapper von Rosenharth und fin Vordem Wapens-Genofsfind, und die Wapen zum Schimpff und zum Ernst ge-führt band. Mit uhrkund difs Brieffs, daran Wir UnferInfiegel gehengt hand. Geben in dem Montag vorSt. Jörgen-Tag zu Tettnang, da. man zählt von GottesGeburth dryzehen hundert Jahr, und darnacher in demnun und nuntzigesten Jahr.
43) Zeugschaft von Bürgermeister und Rath derStadt Ravenspurg für Rapern von Rosenhart, dass erein Wappensgenofse fei; d. d. Mittwoch vor StGeorgen1399.
Wir der Burgermeister und der Rathe gemainlichder Stadt Ravensburg tugend kund allen Herren, Rit-tern und Knechten und allermänglig, die diesen Brieffansehent, hörent oder lesent, dass Uns und gemainerUnfer Stadt, und Unfer jegligen besunder kuut undwifent ist, dass Raupar von Rosenhart ein rechter vomRosenhart ist, und fin Vordem und Er Wapens-Genofsfind, und eigni Wapen hand, und auch Ritter und Knechtunter Ihn find gewesen, und find alfo gewapet, mitdryen roten Rofen, in ainem wifen Feld, und führentuff dem Helm ain wifs Hannenbrust mit ainem gelbenSchnabel, das fagen Wir, wie Wir das billig sagenfüllen, Niemand ze Lieb, noch ze Laid, weder durchNyd, noch durch Hass, noch durch Mieth noch Gab inkain wife. Und das ze Urkund der Warheit, fo druckenWir Unfer Stadt-Infiegel inwendig ze End der Geschrifftuff diesen Brieff. Geben am Mittwochn vor Georii.Millesimo CCCLXXXX nono Anno.
44) Zeugniss des Erhard von Königsegg vomgleichen Datum.
Ich Oerhardt von Künigsegg, vergüth öffentlichund vergewife allen Graffen, Herren, Rittern und Knech-ten, und allen den die (liefen Brieffen anfehent oderhören lesen, dass Raupar vom Rosenhartz ein Rechtervon Rosenhart ist, und Ritter und Knecht unter in ge-wesen find, und auch aigen Wappen hand mit Nahmendry rot Rosen in einem wifen Feld, und uff dem Helmain wifs Hannenbrust mit ainem gelwen Schnabel unddie geführt hand in Raifen ze Schimpff und ze Ernst,als ander Ritter und Knecht und defs zu Urkund derWarheit, so druck ich min Infiegel ze Ende der Ge-schrifft uff diefen Brieffe. Geben an Mittwochen vorSant Georgen-Tag. Anno Domini M.CCCLXXXX nono.Amen.
45) Zeugschaft des Pfarrers Johannes zu Bodmeck,vom gleichen Datum.
Ich Pfaff Johannes, Kirchherr der Kirchen ze Bod-megg, in Constantzer Bistumb gelegen, uhrkund allenGrafen, Fryen Herrn, Dinstlüthen, Rittern und Knech-ten, un darzu allen den die diefen Brieff lesent, oderhorent lesen, dass Mir kund und wifsend ist, dassRauper von Rosenhartz ein rechter von Rosenhartz ist,und also her find kommen, dass Ritter und Knechtunter Ihn gewesen sind, und Wapens-Genofs find, undoch eigne Wapen hand, mit Nahmen : dry roth Rosenin einem wifen Feld, und uff dem Helm ain wifs Hannen-brust mit einem gelwen Schnabel, ' und stund och die-felbe hievor geschriebn Wapn hut diefs Tags gemachtin der obgenanten Kirchen ze Bodmegg. Darzu bekenneIch, dass Ich ob viertzig Jahren Kirch-Herr ze Bodmegggewefen bin, daselbst hand Sie Ihr Begräbt und Begrab-nüfs, als ander Ritter und Knecht die och da liegent.Sunderlich so hau Ich funden in Kuudschafft und inGeschrifft, dass Sie diefelben Begräbnüfs ob fiebenhun-dert Jahren da erwehlt und bissher gehebt hand: Dassfag Ich uff min Priesterlich Ehre, nieman ze Lieb nochze Leid, und weder durch Mieth noch durch Gaab; unddes alles fo hiervor gefchrieben stath ze offenem undwahrem Urkund, fo han Ich ob geschrieben Pfaff Johannsmin eigen Infiegel gehengt an diefen Brieff, der gebenist an der nächften Mickten vor Sant Georien Tag, nachChristi Geburth dryzehen hundert Jahr, und darnachin dem nun uud nuntzigesten Jahr.
46) Zeugniss des Grafen Rudolph von Montfort,d. d. Donnerstag vor Geergi d. gl. J
Wir Graff Rudolph von Montfort ze Tettnang, ur-kundent allen Fürsten, Graffen, Herrn, Rittern, undKnechten, und och meugligen, die diesen Brieff lesentoder hörent lesen, dass Uns kund und wifsent ist, dassder Rauper von Rosenhartz ein rechter von Rosenhartzist, und dass Er und sein Vatter Seel: und Ihr vordemWappens - Genofsen sind, und eigne Wapen hand, unddass och Ritter und Knecht unter Ihnen gewefeud find,und hand och Unfern Vordem und Uns mit Ihm Wapengedienet, ze waischen und ze Tütschen Landen, in vielRitterlichen guten Sachen, und noch thund, und findIhre Wapen also: Im Schild dry roth Rosen in eimwifsen Feld, und uff den Helm ein wifsen Hahnenbrustmit einem gelben Schnabel, und des hiervor genandtenRaupers vom Rosenhartz ehlig Vatter Seel: war genandtCunrad vom Rosenhartz, der och ein rechter vom Rosen-hartz gewefen ist, und fein ehliche Mutter, die nochlebt, ist genant Agnes von Wonbrechts, die och einrechte von Wonbrechts ist. Und find derfelben Agnesenvon Wonbrechts Wapen alfo: Im Schild dry schwartzGriffen-Klauen in einem wifsen Feld, und uf dem Helmein schwartze Griffen-Klau. Und des alles, fo hievorgeschrieben steht, ze offenen und wahren Urkundt, Whaben Wir obgeschrieben Graff Rudolph unfer eigenInfiegel gehengt an diefen Brieff, der geben ist, andem nächsten Donnerstag vor Sanct Georien-Tag, nachChristi Gebührt, dryzehnhundert Jahr, und darnach mdem neun und neuntzigssten Jahre.
47) Zeugniss des Truchsessen Johann zu Wald-burg, vom gleichen Datum.
Allen Fürsten, Herreu, Grafen, Rittern, Knechten,und och allmenglichen, die diefen Brieff lefent, oderhörent lesen, urkund Ich Johanns Truchsäss ze Walt-purg, dass Mir kund und wisent ist, dass der Raupervom Rosenharth ein rechter vom Rosenharth ist, unddafa fin Vordem und Er Wapens - Genofsen find, undeigne Wapen händ, und och Ritter und Knecht unterIhnen find gewesen, und händ sin Vordem Mir gedienet,in diefen und in frömden Landen mit Ihren Wapen, } nviel guten und Ritterlichen Saahen, und sind dess hiß*