Geschichte der Heraldik. Anhang.
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vesti Schrouenstain mit ire zugehörung. und die wapenmit dem halben Steinbok, von dem Erwirdigen minemlieben Herren, Bischoff Johannss von Cur in lehns wisempfangen hab, won ich bekenne und eigenlich bewisenbin, das alle mine vordem und och ich dieselben Vestiund wapen von dem Gotzhus zu Cur, von alter her zeLehen gehabt und her gebracht haben. Und darüberze urkund und gezügnuss hab ich disen brieff versigeltgeben (mit) meins vettern Herren Hartmann Schrouen-stain Insigel, won Ich aigens Insigel noch nit hab etc.[Aus dem Kegistr. de foedis abgedruckt im Codexdiplomaticus Rhaetiae IV. S. 23 f.]
30) Schiedsrichterlicher Spruch wegen eines zwifchenden Stromern und Nützein entstandenen Wappenstreites1380.
Ich Chunrat Schurstab, Pawlus Mendel vud Pert-holt Pehaym Michel Gruntherr, Niclas Muffel, PertholtPfinzing verjehen vnd tun kunt offenleich mit difembriff allen den, die in fehen, hören oder lefen umbfoleich ftozz und mifhellung, alz gefchen ist zwifchenden Stromeyrn auf ein seit und den Nützein auf dieander seit von der wopen wegen die fi füren, daz fidez willikleich payderseit auf uns gan sein, wi wirdaz fchaiden oder machen, do wolten fi völlikleichbey beleihen und ftet halten, und hetteu daz auchpederfeit gefprochen für alle ir frewnt, di iczunt nihtanheym weren, daz daz pederseit ir will und word wer,und daz auch daz stet hüten, und dar umb haben wirgefchaiden dez ersten, daz fie pederfeit und all irfrewnt und alle, di dar unter verdacht fein gut frewntfchullen fein und daz nymmer mer geeffern fchullenWeder mit Worten noch mit werken on geferd. Unddarnach ist zu wifsen, daz wir wol ervarn haben, dazdi Stromeir die genanten wapen e gefürt haben dann diNützel wann fi dann pederseit gefrewnt sein mit einander und di felben wapen mit ein ander mangen tagpis hie gefürt haben, do von fo fchaiden wir vnd machendaz fi und ir erben und ir nachkumen bayderfeit divorgefchribon wapen für bas ewikleichen mit ein anderfüren fchullen lipleich und frewntleich on aller flachtgeverd. und dez zu urkund geben wir difen briff ver-figelt mit vnfern anhangenden ynfigel, der geben istnach Cristus geburd anno 1380 zu Pfingsten.
[Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16.Jahrh. I. Bd. (Leipzig 1*62) S. 74 f.
Will, Nürnb. Münzbelustigungen I. Bd. S. 55.
Gatterer, histor. Holzfchuher. S. 75.]
31) Taidigungs - Brief Stephans, Priederichs undRuprechts des jüngsten Pfalzgrafen bei .Rhein undHerzogen in Bayern, und Johanns Landgrafen zuLeubhtenberg in den Wappen-Streitigkeiten zwischenBurggraf Friedrich von Nürnberg einer-, und Ludwigund Friedrich, Grafen von Oettingen anderer Seits.1381.
Wir von gotes genaden Steffan, ffriederich, Ruprechtder Jüngste Pfallentzgrafen bey Reyn vnd Hertzogenin Bayren etc Und wir Johanse Landgrafe zu demLewtenberge vnd Gräfe zu Halse etc Bekennen vndtun kunt offenliche mit diesem briefe, Daz wir diezweyung die gewefen ist, zwifchen dem Hochgebonrnffriderichen Buiggrauen zu Nuremberg vnferm hebenSwager Sweher vnd Oheim, vff einem teil, und demEdeln Ludwigen und ffriderichen Grafen von Oetingen,vff dem andern von beider itzuntgenannter teil Helmswegen gentzlich vnd gar berichtet vnd freundlichenabgenomen haben, wanne fy des zu vns zu verrichtenfein gegangen, Alfo daz die vorgenannten von Oetingenvnd alle ir Erben den Helm, als fy in itzunt fürenewiglichen füren sulleu vnd mugen, Mit der vnder-scheit, daz fi uff den Oren des Prackenkopfes denSchrägen alz fi in dem Schilt sein gewappent sich-
ticlichen vnd daz ytweder strich defselben Schrägenvolliclichen eines vinger breit fey ewiglich füren sullenDarumb ein teil den andern nimmermer fol zugefpre-chen noch doran hindern oder irren on allerley geuerde,Mit vrkund ditz briefes verfigelt, mit vnfer aller an-hangenden Insigeln Der geben ist zu Nürnberg NachCristi geburt Drewzehenhundert Jare, vnd darnach inin dem Eynem vnd Actzigsten Jare an vnferer frawentag Lichtmefse.
[C. 5. Sig. Materialien zur Oettingischen Geschichte(von J. P. Lang) I. Bd. Anhang S. 265 u. ff. wodas Original benutzt ist.]
32) Hans von den Brüdern schließt mit EndresFunckh Bürger zu Gmünd eine Wappengenossenschaft.1384. 22. Mai.
Ich Banns von den Bruedern, walthers seligen sunvon den Briedern burger zue Halle thun khundt vndvergich offenlich mit diefem biief, allen den die Inansehent hörent oder lesent, dafs ich von guetterfreundtfchafft, vnd auch von sippt wegen guetlich vndgern geben han, vnd gibe mit krafft dis brieffs als esbillich krafft vnd macht hat vor allermeniglich, dembefchaiden man Endresen Funckhen burger zue Gemunde,vnd allen seinen khinder, vnd nachkomen, meinenschildt vnd heim, alss in mein vatter her auff michbracht hat, vud soll vnd mag der vorgenantt EndregEunckh, vnd alle fein nachkhomen denselben schilt vudheim, nun fürbas mer, mit mir vnd allen meiner nach-komen, alss woll füren, alss ich vnd alle meine nach-komen, wie es mein gut will, vnd gunst ist, ohn alleswider rueffen, mein vnd aller meiner Nachkhomen, difszu guettem vrkundt gantzer sicherhait, gib ich vorge-nanter Hanfs von Bruedern, für mich vnnd alle meinenachkhomen, dem vorgenanten Endres Funckhen vndallen seinen nachkhomen disen brieff besigelt mit meinaigen insigel, das mit meinetwegen hir an difen brieffhangt, der geben war nach Christy geburt dreyzehen-hundert jar, vnd darnach in dem vier vnd achtigstenjar am nechsteu suntag nach vnfers herrn auffart.
[v. Stetten. Geschichte der adejichen Geschlechterin Augsburg (1762) S. 396.]
33) Wäppenbrief für Johann Rieter von Nürnberg.Genua 12. Febr. 1384.
In Nomine Domini Amen. Nos Jacobus Dei graciaJerusalem et Cipri decimus septimus latinus Rex noti-ficamus omnibus et singulis praesentibus et futuris, quodNos pro nobis et heredibus nostris contenti fuimis et su-mus ac donamus de gracia speciali tibi Johani rie-te ricp et omnibus heredibus tuis presentibus et futurisex te et conjnge, seu sponsa tua legittime natis, quodpossis uti et portare pro legitimis armis tuis videlicetscutum aureum cum capite scuti nigro, et unam Sere-nam argenti in medio scuti et Cimerium coifam helraide coloribus et mameria supra dictis, et Serenam deargento desuper helmi, et volumus, quod .tu et dictiheredes tui possitis et debeatis portare dicta arma etCimerium et ipsis uti in curia Reuerendissimi domininostri Dominj Imperatoris mondis [modis?J et förmigsuperius denotatis, et etiam in curia et partibus omniumRegum, principum, ducum, comitum aliorum dominorumhuius mondi tanquam tuis legittimiss armis tibi per nosdonatis ut premittitur. In quorum quidem omnium pre-missorum testimonium et ad cautelam presentes paten-tes literas nostras scribi iussimus per Steffanum de pu-theo secretarium nostrum, sigillique nostri regalis pen-dentis de cera munime ac corroborari. Datum Januedie duodecima februarii millesima trecentesimo octoge-simo quarto, sexta Indictione.
[Historisch-diplom. Magazin für das Vaterland undangrenzende Gegenden Nürnberg. 1781. I. 1 ff.]