Druckschrift 
Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
Seite
818
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

818

Geschichte der Heraldik. Anhang.

druchsezze vnd hertzog in Beyrn tun kirnt offenlichenmit difem brieff allen den die ihn sehent oder horentlesen, vmb holiche myshellunge zweyunge vnd anspräche,als Virich herre zu Hanowe der Junger Ludewigengrauen zu Renecken angesprochen het, als von desheims wegen, des sie an vns gegangen sint, Des schei-den wir sie also mit der mynne vnd mit ir heider wil-len vnd wifzen, Daz Vlrich von Hanowe den halbenSwann off sime heim füren sol, als sin anche vnd sinvatter den gefürt, vnd off yn bracht habent, So solgraffe Ludewig von Renecken eynen gantzen stendenSwanen auch off sime heim füren mit offgetauen flugeinoder zugetanen, wie er wil, vnd sollent dar off gantzvnd gar gefunet sin von des heims . wegen vnd wirVlrich herre zu Hanowe sprechen vor vnfern vattervor vns vnd vor alle vufer Erben, alles daz furgenantstet an difem briefe, stete vud veste zu halten anegeuerde vnd argelist, vnd wir Ludewig graue zuRenecken sprechen für vns, vnfer vettern vnd für allevnfer erben die furgeschriben fcheydunge stete vndveste zu halten ane allerley argelist vnd geverde. Deszu orkund vnd zu eyner scheidunge der obgenantenSachen han wir hertzog Ruprecht der Biter furgenantvnser Ingesigel an difen brieff gehangen. Vnd wirVlrich herre zu Hanowe vnd wir Ludewig graue zuRenecken für genannt haben beyde vnsere Ingesigelzu des hochgeborn fürsten vnd hertzogen des Elternfurgenant vnsers gnedigen hern Ingefigel an difen brieffgehangen alle dife furgenant ftucke stete vnd veste anealle argelist vnd geuerde. Geben zu Heidelberg desSontages in der vasten, als man singet Oculi. NachChristi geburtke drutzehen hundert vnd Sieben undSehfig iar.

[c. 3 Sig. Original im Kgl. bayr. Reichsarchivezu München. Auszug in den Regest, boic. IX. Bd.172.]

27) Hans Tragauner verkauft dem Pilgrim vonWolffstall sein Wappen, Schild und Helm und das In-sigel dazu. 1368.

Ich Jans der Tragauner, und alle mein Erben,wier verjehen und tun chund offenleich an dem brieff,alle die in fehent und horent lefen, die jetzt lebentund hernach chüufftig find, dafs wir verchaufft habenvnseren wappen, schild und heim, der schild ist alsogevar, unden weifs und oben fchwartz und durch dasfchwarz velde an dem schilt get ein weifsen fparre,und hot die sparr die oerter auffgechert und die flugauff dem heim derselben varib. Di vorgenanten vnsrenwappen, schilt und heim, und das infigel dorzue, habwier recht und redleichen verchaufft, und geben demerbarn riter herrn Pilgreim von Wolffstal und allefeinen erben, alfo dass wier diselben wappen furbasnimermer fchullen weder gefueren, noch getragen zuschimpff noch ze ernst und fchullen auch dorumb hintzherrn Pilgreim von Wolffstall, und hintz alle feinenErben furbas urub die egenanten wappen dchain an-fprach nach fordrung nimmermer haben noch gewinnen,weder vmb viel noch umb wenich, und des ze urchunde,fo geb wier in doruber den brieff ze einem waren ge-zeug der sache verfigelt, mit des erbarn herren infigelherren Ruedolffs von Stadeckche und mit meinesSchwagers insigel Niclos des Grueber von Chublitz, diewir paid des vleifsigleich gepeten haben, dafs fi dersache gezeug sint mit ieren infigeln in an fchaden.Und wand ich Jans der Tragawner mein insigel fo zudem wappen gegeben hab, als vorgefchrieben stet, undnicht aygen insigel mer hab, fo verpint ich mich undalle mein Erben mit unsern trewen an eydestatt unterdes obgenanten erbarn herrn insigel und unter Niclosinfigel des Gruber, alles das staet ze haben, daz waran dem brieff gefchriben stet. Der brieff ist geben zeWienne noch Christes gebuerd dreuzehenhundert jar,

dornoch in dem acht und sechtzigisten jar des nechstensampftages noch dem aster-tag.

[Collect. Genealog.- bist, ex arch. Austr. inf. S. 75f.]

28) Utz von Las ertheilt seinem Sohne eine Beur-kundung seines Erbwappens. 1373.

Ich Utz von Las gesezen zu Ach bekenn vnd tunchunt offenlichen mit disen brif von aller menclichen.Alz mir chunt ist getan daz meinen lieben sun Hein-richen von Las an gestozzen sei red von meinerWappen wegen tun ich chunt aller menclichen daz diuWappen zweiu aichein Leuber vnd dreienaicheln in einen weizzen velt mein egenanter sun Hein-rich furii soll wann si in auf geerbt sein von mir.Dez zu vrchnnd gib ich disen brif versiglten mit mei-nen eigen anhangenden Insigl vnd mit den ersamenvesten man hern Heinrichen von Leppfenburch Ritter,Gotfriden Hasners von Guntzenhausen, Hansen Waldeis,Niclausen Walders vnd Burcharden Hasners anhangen-den Insigln. Daz geschah nach Cristi geburt driutzehnhundert Jar vnd im driw vud sibntzigisen Jar amnehsten nientag uor sant Michaels tag.

[Monatsblatt des heraldisch-genealogischen VereinesAdler" in Wien 1881 Nr. 12. S. 47. Aus dem Archivder Deutschordens- Commende zu Lengmoos auf demRitten bei Bozen].

29) Graf Heinrich zu Holstein und zu Stormarn ver-leiht dem Berchtold von Frankenrode ein heimgefalle-nes Wappen. Königsberg 5. Äugst. 1377.

Wir Hynrich van Gods gnaden, grefe to Holzstenvnd to Stormern. Bekennen und tun kunt offenlichenmit disem brife. Daz wir dem Edeln vesten Rit-ter herrn Berchtolten von Frankenrode, durch diebesunder gunst und libe, die wir zu Im haben, dieWappen, gelw und swarz gelich geteilet, die vns, invnsern herrschaft anerstorben vnd ledig worden sind,lediklichen gegeben haben, vnd geben im auch diewissentlichen. Mit vrchund dicz briues Der gebenist zu Künigsperg, an fand Ofwaldes tag. Do manczalte von godes geburte, dryczehenhundert Jar, vnddarnach iu dem Siben- vnd Sibenczigisten Jare.

[Oetter Wappenbel. I. 64. v. Senkenbergs Vorrede].

29a) Bischof Johann von Curgiebt demHaintz vonSchro-fenstain die Veste Schrofenstain und das Wappen mit demhalben Steinbock zu Lehen. Dat. Botzen 14. Juli 1380.

Wir Johannes etc. Bischoff etc. tunt kunt,dass wir unserm getrüwen Haintzen von Schrouen-stein, des Übeln phaffen Anikel die VestiSchrouenstein mitaller ir zugehörung, und die wapen mit dem halbenSteinbock die er und die ander Schrouenstein fürentund die er alles in lehens wis ze haben von uns undunserm Gotzhus zu Cur, demselben Hainrich recht undredlichen verlihen haben, und lihen och mit disem brief,was wir im ze recht daran lihen sollen oder mugeu.Also das er und sin erben die egenant Vesti mit J*zugehörung innehaben und niezzen sollen und och dievorgeschriben wapen zu schimpf und zu ernst, ze lebenvon uns und unserm Gotzhus haben und führen Süllen,als unsers egenanten Gotzhus Landes und Lehens rechtist an alle geuerd. und darüber zu urkund und gezügnusshaben wir unser Insigel an disen brief gehenkt.Factum in Bosano Anno dorn. M.C.C.C.LXXX. mensisJnlii 14.

[Aus dem Registr. de foedis abgedruckt im Cod.diplom. Rhaetiae IV. 40],

29b) Reversbrief Heinrich's von Schrofenstein umdas Lehen der Veste Schrofenstein und das Wappendes halben Steinbocks 1380.

Ich Hainrich v. Schrouenstein für mich und nunerben vergich offenlich an disem brief. das ich <u e