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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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817
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Geschichte der Heraldik. Anhang.

817

Bucheck, vnsers vnd des heiligen Komischen Reichsgetrewen, domit er vns vnd dem egenanten Eeichevnuerdrozzenlich vnd mit rechtem fleizze beigestendiggehorsam vnd auch vntertenig gewesen ist, vnd nochtvn sol vnd wil in künftigen zelten, vnd meinen, sol-chen seinen dinst, trew vnd fleizze mit keyserlicherguete genediclich betrachten Donon, mit wolbedachtemmute, mit rate vnser Fürsten, Grauen, freyen vndDinstmannen, vnd auch andrer Edlen, vnser vnd desReichs getrewen. vnd mit rechter wizzen wirdigen vndmachen wir den egenanten Burckharden Senn Herrenzu Buckecke, zu einem des heiligen Reichs Freyen,mit vollenkuraenheit keiserlicher mechte, Vnd meinenvnd wollen daz er vnd sein gleichen Eibin vnd nach-komen furbas mer, des heiligen Reichs Freyen seinsullen ewiclichen vnd aller der wirden, adels, eren vndRechtes genizzen vnd der gebruchen darinn andereredele freyen des Reiches siezen vnd herkomen sein inallen Sachen, in gerichte vrteil zu geben vnd zu spre-chen kempflichen ymant zu vordem oder sich kempflichzu verantworten, lehen zu leihen vnd alle ander Sachenze tvn vnd zevolbringen, als rechte Freyen des Reichs,die von freyem stamme irer freyen eitern vnd vordemherkommen sein. Wer auch, das dheinerleye keyser-liche oder kunigliche beschriben recht, oder der landegewonheit dowider weren, Wollen vnd meinen wir, dazdieselben als verre als sie diesen vnsern gnaden dheinenschaden bringen mochten, genczlich absein sullen. vndkeine crafft haben. Ouch erfüllen wir mit keyserlichermechte vollenkonienheit allen gebrechen, ob dheiner indiesen vnsern gnaden erfunden wurde, durch vinsternuzzder wort, oder der sinne, dizz brifes, oder ob wir indiesen Sachen sulche Schönheit vnde czirheitnicht gehaldenhetten, als gewonlich ist zetven, so man dem heiligen Reich vs Dinstmannen Freyenmachet, Wann wir meynen vnd wollen, daz diese vnserkeiserliche genade alle die craft, macht vnd ouch tugenthabe, als es alle Schönheit vnd czirheit des Rechtenvnd der gewonheit, dorinne genczlich geschehen vndbehalten weren. Wer ouch wider dise vnser keiserlichegenade tete mit werken oder Worten, der sol tousentKarg Lotiges goldes ze rechter Pene veruallen sein,als oft er da wider tut oder spricht etc. Mit vrkuntetc. Datum Rutlingen. In die faneti Mathei Apo-stoli et Ewangeliste, Regnorum etc. Per DominumImperatorem: Cancellarius.

[Glafey, Anecdotorum collectio S. 362 f.]

23) Kaiser Carl IV. erhebt den Wycker Frosch,Scholaster an der St. Stephankirche in Mainz, seinenCaplan, Hofgesind und Tischgenossen wegen seinerseltnen Rechtskenntniss und seiner wissenschaftlichenBildung, in den Adelstand. Mainz 30. Sept. 1360.

Karolns qnartus divina favente dementia Romano-rum imperator, semper augustus et Boemiae Rex.Honorabili Wyckero, scolastico ecclesiae saneti Stephaniwoguntinensis, capellano, familiari, commensali et dome-Stico, devoto suo dilecto, gratiam suam et omne bonum.

Devote dilecte! Quamvis seeundum genus et repu-tationem seculi non censearis ex nobilium exivisse pro-sapia, ueque de numero secularium militum computeris;inia tarnen utriusque iuris, tarn canonici, quam civilis,Clara scientia decoraris, et quidquid naturalis nativitasin. te minus feeifse creditur, supplet utique notabiliset famanda scientia literarum: quapropter ad instar«elebris ac recolende memorie divorura cesarum, qui1<ii nos precesserunt feliciter, scientiam et virtutis in-dustriam insigni nobilitati prudentius adequautes, tenobilem etmilitarem, et euiuseunque nobilis aivea ilitaris gradu, honore et conditione potiri, deimperatorie decernimus plenitudine potestatis. Manda-ts igitur prineipibus ecclesiasticis et secularibus,

comitibns, proceribus, nobilibus et ceterig fidelibusnostris ac sacri romani imperij universis nobis dilectis,ad quos presentes pervenerint, sub obtentu favoriscesarei firmiter et attente, quatennsteinomnibuslocis tan-quam talem habeant, teneant et pertractent ac adsingulos actus, quibus talis consuevit gaudere nobilitas,te admittant, ad nostram et sacri imperij reverentiamsingularem, presentium sub imperialis maiestatis nostresigillo testimonio literarum. Datum Moguntie, annodomini millesimo trecentesimo sexagesimo, indictionexiij , ij kal. octobris. Regnorum nostrorum anno quintodeeimo, imperij vero sexto.

[J. F. Böhmer, cod. dipiom. MoenofrancofurtanusI. 575].

241 Erkinger Reich verzichtet zu Gunsten Georgsvon Wellwarth auf sein angeborenes Wappen. 1364.13. Nov.

Jch erchinger reich tun kunt und vergihe offen-lichen. an difem brief für mich und all min erben,allen den die difen brief sehend lesen oder hörentlesen . daz ich und all min erben mich verzihe undufgib recht und redlich dem Erbern vesten riter Herngeorien von wellenwart und allen sinen erben diwwappen. die ich biz her gefüret hau. daz ich nochkein min erb die nit mer füren sol noch rainiw wappenme sint . und dez zu ainer guten geziugnisse undficherheit daz alfo stet belib all vorgescriben. red soverbind ich mich unter Her Cöratz von SwanspergInsigel . wan ich kein Insigel nit han . und dez sindgeziug diz erber lute die durch miner bett willen iriwInsigel an difen brief gehangen band Hera eunrat vonswanperg riter und ülrics von. Schechingen und cflnczvon onoltzheim genant von felberg aller vor geferiben.red geziugen sin und dez zu ainem guten urkund hauwir unseriw Infigel an difen . brief geben. Daz ge-fchach do man zalt von. Criftes geburt driuzehenhundert und darnach indem vier und sehzigesten iarin der nehften mitwochen nach sant mertins tag.

[Urkunde ebenfalls im Wellwart'schen Archive.Siegel abgefallen.

Anzeiger f. K. d. d. Vorz 1861. S. 158.]

25) Hannemann Graf von Zweibrücken bekennt,dass sein Oheim Graf Johann von Saarbrücken ihm er-laubt habe, seinen Helm lebenslänglich zu führen. 1365.22. April.

Wir Hanneman Graue von Zwenbrucken vndhere zu Byschen dun kunt allen Luten, die diesen briefansehent oder gehorent lesen, alze von des helmezwegen mit den zwen vlügeln oben wys vnd vndenswartz den wir furent, das wir denselben heim hantvon vnserm lieben Oheim Graue Johan von Sar-brucken. Vnde er vns den och gegeben vnd gegunethait zu furende vnser lebetagen, des zu Urkunde so hanwir der vorgenant Hanneman Graue von Zwenbruckenvnd here zu Bytschen vnser Ingesigel gehencket andifen brief, der geben wart vff dinstag nest nach Qua-simodo des jars do man zalde von Götz geburchtDrutzehen hondert jar vnde darnach in dem funfe vndseisziesten jare.

[Kremer, genealogische Geschichte des altenArdennischeu Geschlechts. (Frankf. u. Leipzig 1785)Cod. digl. S. 508.

H. v. Goeckingk, Geschichte des nassauischen Wap-pens (Görlitz 1880) S. 58.]

26) Schiedsrichterlicher Entscheid der Helm-Streitig-keiten zwischen Ulrich Herrn zu Hanau dem jüngerenund Ludwig Grafen zu Rieneck. Heidelberg 21. März1367.

Wir Ruprecht der Elter von gots gnaden pfallentzgraue by Rin des heiligen Romischen Richs obirster