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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. IV. 2.

Braun. 42. Von Poinerantzen Färb. 43. Von Leibfarb.44. Andre Deutung der Heroldsfarben. 45. Deutungder zusammengesetzten Farben. 46. Zu Gold. 47. ZuSilber. 48. Zu Roht. 49. Zu Blau. 50. Zu Schwartz.51. Zu Grün. 52. Zu Violbraun oder Purpur. 53. ZuPommerantzen Färb. 54. Zu Leibfarb. 55. Von dengemischten Farben. 56. Schluss von den Farben.

III. Von den Schilden. 57. Der Schilde Deu-tung. 58. Abtheilung der Schilde. 59. Von den Weiber-schilden. 60. Bilder der Schilde. 61-65. Der SchildeBezeichnung.

IV. Von den Helmen. 66. Von den Helmen.67. Der Helm unterscheid. 68. Helm der Edlen.

V. Von den Kronen. 69. Von den Kronen undHelmzeichen. 70. Die Kayserl. Krön. 71. Die KönigsKrön. 72. Die Bischoffs Infel und Stäbe. 73. DieHertzogen Krön. 74. Die Marggrafen Krön. 75. DieGrafen Krön. 76. Die Freyherrn Krön. 77. 78. DerEdlen Helm Zier, oder Kleinoden.

Dritter Theil. . . . Mit einer Vorrede Von derWappen Unterscheid und Deutungen. Nürnberg. . . .Im Jahr 1656.

Von den Wappen-Bildern auss der Natur, wie auchauss der Kunst, und dann auss beeden zugleich ge-nommen: Einleitung §§. 17.

Der I. Haubttheil von den Thieren. 8. DieMenschliche Fjgur und ihre Deutung. 9. Häubter.10. Das Hertz. 11. Hände, Arme, Füsse. 12. Der Low.13. Der Hirsch. 14. Das Einhorn. 15. Das Schwein.16. Der Wolff. 17. Das Pferd. 18. Der Ochs. 19. Schafeund Böcke. 20. Der Hund. 21. Die Katze. 22 Schlan-gen und Drachen. 23. Greiffen. 24. Fische. 25. Flüsseund Wellen. 26. Schwanen. 27. Eeicher und Störche.28. Adler. 29. Sperber, Habichte, Raubvögel, Eulen.30. Flügel.

31. Von der Erdgewächsen und ihren Ge-brauch in der Wappen. 32. Blumen. 33. Kosen.34. Lilien. 35. Aehren, Granatäpfel. 36. Blätter.

37. Von der Mineralischen und unter-irdischen Sachen Gebrauch in den Wappen.88 Von Himmlischen Sachen. 39. Die Sonne. 40. DerMond. 41. Die Sterne.

42. Der IL Haubtheil von Kunst Sachen.43. Streit der Natur und Kunst. 44. Entschied erstge-meldter Frage. 45. Kunstzeichen. 46. Kennzeichen.47. Sachen, welche nicht zu vergleichen.

48. Der III. Haubtheil. Von denen Sachenwelche von der Natur und Kunst zugleichhergenommen sind. 49. Kriegsrüstungen, Fahnen-lehen. 50. Kinge. 51. Ketten, Kugel etc. 52. 53. Tburm.54. Schiffe. 56. Seulen. Schluss.

(Nur eine Symbolik der Wappenbilder).

Vierdter Theil. Mit einer Vorrede Von viel-fältigem Gebrauch der Wappen. Gedruckt ... im J.1657.

1. Warum sich Gott einen Schild nenne. 2) DerSchilde alter Gebrauch. 3. Der XII Stämme IsraelFahnen und Wappen. 4. Gebrauch der Schilde zumGedächtniss. 5. Zum Schutz. 6. Zur Zier. 7. Zu Ge-schenken. 8. Zu Unterscheidung der Geschlecht. 9. An-geborener Adel. 10. Erworbener Adel. 11. Adel derGeistlichen. 12. Adel der Gelehrten. 13. Verlust derWappen. 14. Adel ohne Tugend. 15. Neuer Adel.16. verdienter Adel. 17. Wappen Gebrauch in Pett-schafft. 18. Des Pettschierwaxes Unterscheid. 19. Schlussdieser Vorrede.

4. Capitel.Verschiedene Schriftsteller 16451689.

Aegidius Gelenius 1645.

Wahrhaft befruchtend hat die Unterweisung desPetra Sancta auf den Geist eines deutschen Gelehrtengewirkt, der eben damals damit beschäftigt war,in den Kirchen Cölns die Wappen und Alterthümer desrheinischen Adels zu sammeln: ich meine Aegidius Gele-nius, Canonicus bei St. Andreas in Cöln. Derselbe er-kennt den Nutzen, den ihm die Leetüre der Tesseraegentilitiae gewährt hat, dankbar an. Man sieht aberdeutlich, dass Gelenius sowohl durch seine Einsicht wiedurch frühere Studien bestens darauf vorbereitet war,das Gute in jenem Werke zu erkennen. Die Herolds-gesetze, die hauptsächlich sein Interesse erregten, schrieber nicht blindlings ab, sondern er sichtet, verarbeitet,berichtigt und erläutert sie in durchaus selbstständigerWeise. Die Thesen, welche er aufstellt, treffen zu-weilen den Nagel auf den Kopf und sie würden gap 35befriedigend sein, wenn er nicht, wie alle seine Zeit-genossen es geliebt hätte, Beweise aus vorheraldischerZeit heranzuziehen.

Das Werk des Gelenius erschien 1645 unter fol*gendem Titel:

De Admiranda, Sacra et CiviliMagnitudine ColoniaeClavdiae Agrippinensis Augustae Vbiorum Vrbis LibrtIV. . . . Authore Aegidio Gelenio S. S. Tk.L adS. Andrecie Canonici, Cunsiliario licclcsiaslico et H l ~storiographo Archiepiscopali. Coloniae Agrippinae. ApudJodocum Kalcovivium Iiihliopolam Anno M. DU XLV.Cum licentia Utriusque Magis'.ratus |4. 7f>9 S.)

Das zweite Buch handelt De Ulustribus Familijs inCivitatem Vbiorum Borna deduetis.

Als Einleitung giebt er 12 Observationen undRegeln, von denen wir jedoch im Folgenden nur die-jenigen berücksichtigen, welche allgemeiner Art sind.

1.Die Wappen sind erfunden, einmal um Ver-wirrungen im Kriegswesen zu vermeiden, zur Unter-scheidung des Ranges und der Verdienste; sodann umden Abstand der von kriegsberühmten Vorfahren ab-stammenden Familien von den Plebejern anzuzeigen ; sohat man ursprünglich auf Gebot des Anführers und zurKennzeichnung der Abtheilungen ein Bündel (manipulus)von Heu, Zweigen oder Stroh an einer Stange aufg e "hängt (woher noch jetzt das Wort Manipel zu denAusdrücken des Kriegswesens gehört). Es wird daherkeinen Wissenden überraschen, dass der zum Kriegs-wesen geborene Adel Namen und Zeichen der militäri-schen Diciplin entnommen hat. . . . Wenn die Gelehrten-Republik viele Männer aufzuweisen hätte, die des altenKriegswesens kundig wären, so würden wir sicherlichvorzügliche Schriften über den Adel haben. Da wir nunim ganzen Reiche sehr wenig Männer haben, die Wdieser Sache bewandert sind, so ist es kein Wunder,dass nur Wenige gefunden werden, die in den Mysteriendes Adels unterrichtet sind und dass oft selbst die Edel-leute nichts davon wissen, als die von den Vorfahrenererbten Güter und Wappen mit einigen Geschlechts-sagen, unter deren Hülle häufig der Ursprung aus demkriegerischen Alterthume verborgen ist. . . . Zuversicht-lich sage ich, dass aus dem Gebrauche und denGewohnheiten des alten Kriegswesens dieMysterien des Adels zu entdecken sind: dieSchilde und Helme und alles was man auf die Schildender Edlen angeheftet und mit den Helmen verbundensieht, rufen diesen Satz aus .... und mit nicht ge-ringerer Zuversicht sage ich, dass in der Beklei-dung der alten Ritterschaft die Kenntnis^