Geschichte der Heraldik. IV. 1.
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yoglen, wellen wir das er bedeute dem Buch dasdu von denn Vöglenn Inn Truck hast lassenaußgeen. Im Undernn veld auf der rechten sytenam rotter Löuw inn ainem Weyssen oder silbernen veldaufrecht mit offnem zerthonen maul außgeregkter Zun-gen, den wadl hinder sich auf den rugken gebogen,den füessen von ainander gethan und gleich als zumstreit gerüst, zu einer anzeugung Deinesw ergks von den vierfüessigen thieren, undWellichen der Löuw ein Künig ist. Zum dritten einP elphin oder meerschweyn mit seiner nattitrlichen farwim obern Veld der rechten seyten, welliches ganntz rottist, mit dem khopff gegen dem oberen Winckhel derrechten seyten geneigt, zu einem Zeychen deineroeschreybung der fischen und wasserthie-re n, welliches buch dieweyl du unns das zuge-schryben hast, wollen wir das der Delphinnnt einer guldinen krönen geziert seyge.inn dem vierten und ledtsten veld Sol sein ein Schlanng■oasilisc genandt mit seiner nathürlichen farw, mitschelwen khrümmen des Leybs, gegen dem obern rech-ten Winckhel gerieht, zu einer bedüttung desD Uc| 1S| welliches du Im fürnemmen hastvonnallerley Schianngen und kriechenden thierenOvelücher der Basilisc ein Fürst ist) zu beschrey-oen. p er geizig so i i m mau u halten einen guldinenIn g mit einem grünen Schmaragd Steinlein Dich zuUlanen des buchs von allerley Ertz und ge-meinen, das du vorhanden hast. Uff dem Schilt soltan ein beschlossener Helm mit einem krantz vonfjohew geziert zu einer ermanung, Dein kreut-Jjerbuch zum Ennd zu bringen, auf den Helm einochwan mit zerthonen feckten gekrümbtem Hals und,. enen Schnabel mit neun roten Sternen scheinbar wel-cher zween sind ann der brüst der dritt gleich an derKaien tryangels weys vnd drey an yetlichem feckten,"elhche all dermaß außgetheilt seind, das acht vonnnen bey dem umbkreis eines circels halten, der neundtat) er ann der kälen gleich als der mitel Punct gegenQe n andern zerechnen ist, das sy Dir für und füreygen zu einer manung liebe und threuwj*° * * vorann, demnach uns auf Erden zu hal-, e n , zu beyden seyten des waappens hangen und schwä-uen weichj beundlj unnd Zötelj: Rott und weyß, wel-che f arBen! dieweil sy dem Hauß Oesterreich geeignett n d, sollen sy auchDir und Deinen obgenann-en vettern einEewige bedeutung und er-iinerung sein, unsern gantz genedigen ge-ei gteu Willens gegen Dir, und ein Zeychen derguthat so Dir von einem Kayser vom Haus Oesterreychgeboren beschehen ist" i).
«, Orlando di Lasso, der berühmte Musiker am-„?., der Herzöge Albrecht und Wilhelm von Bayern"nielt ein Reichsadelsdiplom d. d Speyer 7. Decbr. 1570.r uess seinem Wappen u. A. die drei chromatischenersetzungs- und Umwandlungszeichen beim Fortschrei-ten der Töne in der Musik |, i}, f, einverleiben. B.^Wggrafi) meint, dass sich di Lasso hierdurch alsrunder des chromatischen Tonleiter-Systemes zu be-zeichnen scheine.
ein ;P as Wappen der Ausgsburger Patricier Vöhlin —' n Querbalken mit den Buchstaben P. P. P. — wirdrch folgenden Spruch gedeutet:
Piper Peperit Pecuniam.Pecunia Peperit Pompam.Pompa Peperit Panperiem.Pauperies Peperit Pietatem.
Somit wäre die Frömmigkeit die Ur-Ur-Enkelin desPfeffers. Uebrigens ist es recht wahrscheinlich, dassdie drei Buchstaben auf jenen Handelsartikel, der denReichthum manches Augsburger Kaufherrn begründenhalf, hinweisen.
Am 1. Juli 1593 verleiht Erzh. Ferdinand vonOesterreich (Tirol) dem erzherzogl. Thiergärtner zuAmbras Hanns Pesendorffer wegen der Dienste die ervon Jugend auf erzeigt und bewiesen,
„und darummen zu genedigster erkhantnus auchaus der Vrsach, dass Er vm solcher Zeit seines Dienensainen Hirschen von Jugent an, solchermassen abgerich-tet vnd gewenet, dass Er sich Satteln vnd Zeimen las-sen, vnd Er Pesendorffer denselben etlich malen alsogesattelt vnd gezainet für vnser Person vnd gar diefürstlich Tafel über stiegen geritten, Item dass Jenerainsmals am Hass In völligen lauff begegnet, derselbüber Ine ausspringen wellen Er aber den Im sprungüber die Achsel bey ainen hindern Fuess also lebendig,seinem Anzaigen vnd betheurn nach, gefangen," —
sammt dem Lehensartikel „von Newem" folgendesWappen: Schild getheilt von Rot und Weiss, darin aufgrünem Dreibühel ein gesattelter und gezäumter Hirsch,darauf sitzend ein grüngekleideter Jägersmann mitbraunem Haar und Barte, Spornstiefeln, umgehängterSeitenwehr und Jägerhorn, bedeckt mit grünem Hute.Auf dem Stechhelm mit roten und weissen Decken, be-deckt mit einem roth-weissen Bausche ' darauf der Vor-dertheil einer Mannsperson in Kleidung und allermassenwie im Schilde, mit der rechten Hand über die rechteAchsel einen springenden Hasen bei einem hintern Laufehaltend und tragend 3 ).
Das Wappen der Schertel von Burtenbach zeigteinen Löwen enface, auf den Hinterbeinen sitzend, mitder einen Vorderpranke einen Schlüssel, mit der anderneine Lilie gepackt haltend.
Dielüz (Berlin) giebt von diesem Wappenbilde fol-gende Erklärung:
„Am 15. Febr. 1524 hilft Sebastian Schertel Karl V.bei Pavia das Lilienbanner niederwerfen, wie auch spä-ter (1532) die Erfolge der kaiserlichen Waffen in Frank-reich selbst, insbesondere die Eroberung von Soissonsund Chateau-Thierry sein Werk sind; am 6. Mai 1627stürmt er unter Karl von Bourbon die ewige Stadt undbekommt nach der Einnahme den gefangenen Papst zuhüten; unter dem 4. Mai 1534 verleiht ihm Karl vonToledo aus den Reichsadel und das Wappen. Ist dasletztere nicht in weit höherem Sinne ein „redendes"als die zahllosen Wappen, die der Heraldiker unter die-sem Namen kennt ?" *)
Sahme «) erzählt: „zum ewigen Andenken der tapfernHeldenthat des Heinrich von Huldeberg und seinergrossen Treue gegen seinen Fürsten und Herrn Hein-rich den Ersten, Hertzog zu Braband (in dem derselbeals gedachter Herzog Anno 1213 den 13. Octob. beiSteppes oder Montenock wider den Bischof von LüttichHeinrich Herzogen zu Limburg und Orafen von Lofsin einer grossen Schlacht in Lebensgefahr kam, seinenHerrn zu retten, dessen Wappen-Rock anzog, darin erauch vor den Herzog zu Braband angesehen und alsomit Wurf-Peilen durch und durch geschossen ward) ist
sehr -1 ! Gleichzeitige Uebersetzung auf Pergament ge-«oS 1 ? n ' mit Wappenmalerei. Antiquarische Gesell-* c naft m Zürich.
2 ) Augsbnrger Allgem. Zeitung 1848. No. 2.
3) v. Goldegg, die Tiroler Wappenbücher I S 14
4) Anz. f. K. d. d. Vorz. 1869 S. 166 f.
5) Der durch Gottes und grosser Fürsten Huldeerhöhete Berg.