Druckschrift 
Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
Seite
549
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Geschichte der Heraldik. III. 4.

549

Das (Erneuerte unb uermebrte (Eeutfcbe IDappenbud;,« tueldjcm befj fy Söm. Heidjs fiob,e Potentaten, tfürfien,«rafen, fjerren, Jreyberren, (Eble, Stänbe unb Stäbte ic.^ a Ppen, Sdjilbe, Ejelm Kleinobien, rote anib berofclben"amen, fjerrfebafften unb fjerolbs ^arbeu :c. aufjgebilbet3"«fef,en. (Erfier Cbeil. mit einer umbftänbigen Dor-«oe Don bem Urfprung unb ©ebraud? ber ZDappenn Der-«P*. gufmben bey paulus Jürfien, Kunftt/änblern inNürnberg, ©ebrutft bafclbft bey (tfjriftopb. (Serbarb. quer 4°.u - J. Das Kayserl. Privilegium ist vom 26. Juli 1655.

Zweiter Theil. Enthaltend deß H. Rom. Reichs,wie auch außwärtiger hoher Potentaten, Könige, Hertzo-pn, Fürsten, Freyen, Rittern, Edlen und Erbaren Ge-schlechter etc. Wappen, Schild, Helm etc. Mit einer»orrerte von den Ritterlichen Thurnieren und der Äde-rchen Heroldskunst vermehrt. Gedruckt zu Nürnberg ...lr o Jahr 1655.

_P Dritter Theil .... Mit einer Vorrede von derRappen Unterscheid und Deutungen. Nürnberg . . .lm Jahr 1656.

_ Vi er dt er Theil. Vorstellend der Reichsgrafen,raf en, Herren, Freyherrn, Ritter und Edlen Namen,n»A » von Röm - Kais - Ma J- zu dem Herren-, Ritter-unri 4 r delstand erh oben und mit Wappen, Schild, Helmnu Kleinodien . . . begabt worden. Mit einer Vor-nj ' ' Von vielfältigem Gebrauch der Wappen.Ged "ickt .... im J. J657.da Fünffter Theil. Nürnberg 1667. Ein Anhang

Der Verleger sagt imBericht und respectiver <»testatio" (dem 1. Theile vorgedruckt):^ «Demnach unterschieden hohe Standespersonen meineich !f keit Tiel Jahre hero beweglichst ermahnet, dassw , das wolbekannte Sibmacherische Wappenbuch, zut) * lchem bey 5'0 Jahre ein mehres nicht ge-noch w "den»), fortstellen, und so wol mit denenHei er , ma "g!enden alten, und seither verbesserten undvi e " Wappen vermehren solte, so habe ich mich vonVerl lren nero zu solchen kostbaren und mühesamenhalt entschlossen, und den Anfang bey jüngstge-

a v, , n Reichstag zu Regenspurg gemacht, in dem mir' sonderlich beyrähtig und willfährig erschienen, derKav V nd anstreiche Herr Frantz Leux, Röm.m *yserl. Majest. wolbestellter und hochberühmter Kam-j, r mahler, welcher mir, auß der hochloebl.g a iserl. Reichs Cantzley, durch drey seiner^«nst-Bedienten, viel hundert Wappen aufBio n Unkosten nach den Originalien fleis-

sst copiren und auffreissen lassen . . .zwp ern ers habe ich dem Franckfurter Catalogo zumLi % te nnial bittlich anfügen lassen, dass mir, durch dieeuhabern der Adelichen Wappenkündigung, diejenige,seiti ln dem Sibmacherischen nicht befindlich, oderden ° verbe ssert worden, copialiter zugefertiget wer-ten S? ohten i Zu welchem Ende, ich die Kupffer besag-

den W . a M en buchs an mich erkaufft.......Es wer-

eefen-"" aUCh fast ta S lich mehr und mehr Wappen zu-Über" E i 3 ist auch dieses Orts mit stillschweigen nicht zudi P p en> die hochverständige Beyhülfe des Hochwür-p r f n u nd Hochberühmten P. Gabriels Bucelini,anrti j n es Klosters S. Johannis in Veldkirchen, wieJv? deß Edlen und Vesten Herrn Joh. Wolffgangsund V 011 ' Hoch - Fürstl. Würtzburgischen Lehenprobstsliehen D etarii und vieler andrer Liebhaber der Ade-W! -üeroldssachen, welche mir eine grosse AnzahlVa PPen mitgetheilet . . .

Ißa?^-- 0 "* °ei Bernd erwähnte Fürst'sche Auflage von

i,,_ ' 18t w^]j).()pi.-:_i*-i- j ____ t- -i ____Tw«lT*aMor (für

entstanden.

1657) - Waürso heinlich durch einen Druckfehler (für

(Ernetuert- unb Dermefjrtes IDappen>23ud;, 3n welchen2111er fjober potentaten, ber Sömifdjen Kayfern, Konige, besBeil. KSmifdjen Heichs <£rjur. dürften, dürften, ©efürftete©rafen, ©rafen unb fjerren, Baronen, Sittern, fammtarfberer Stänbe, Hcpubliquen unb Stäbte, 21belicb,er unbunabclidier ©efdjled;tern, etc. IDappen, Sdjilbe, Sjelmen,Kleinobien tlebenft Dero Hafnnen unb fjerrfebafften, infdjönen Kupfern oorgebilbet, Unb connalens in ^ünff,anjetjunb aber, ju beffen fonberbarer Dcrbeffcrnng, in feebsfeilen benebenft einem 3Inb,ang, barinnen auch, ber b,eut3U Eag ftorierenben 31us[änbtfajen Königreiche unb Sou.perainen IDappcn unb Kleinobien enthalten; Jlllen £uriöfcn£iebfjaberu ber (Eblen IDappcn Kunft jum Beften auf bastteue nerfertiget unb jum Drucf beforbert. Don paul Jür*ftens, Kunft. unb Sucbb,änblers See!. HJittib unbrben.ttürnberg Anno 1696. folio.

Erste Folio-Ausgabe. (Der Titel ist nach demOriginale der Königl. Bibliothek in Berlin aufgenommen).Eine neue Ausgabe edirte der Schwiegersohn desPaul Fürst:

(Erneuert unb oermeb,rtcs IDappciibud; etc. aufs neueuerfertigt unb jum Drucf beforbert oon Kub. 3o. fjclmers.3n 6 S!b,eilcn nebft einem Jlntjange. Nürnberg 1700 fol

......- rrürnberg 1703 fol.

- - Nürnberg 1705 fol

,T. D. Köhler schreibt 1734:man hat bey genauerZusammenhaltung fünft Helmerischer Exemplarien be-funden, daß keines mit dem andern in der Beschaffen-heit und Anzahl der Wappeu übereingetroffen, sintemahltheils einige Wappen ausgeschlagen und verbesserthineingesetzt, am meisten aber theüs* die ledigen Schil-der mit Wappen-Bilder angefüllet, theils auch neueWappen hier und da in allen Theilen eingeschaltet undbeygesetzet worden."

Das groffe unb collfiänbigc anfangs Siebmad;crifd)e,beruacber Jürftifdjc unb ^efmerifdic nun aber IDeigelifdfeIDappen.Bucb in Sedjs itb,eilcn in meld/cm aller £job,enpotentaten, als ber ZWmifdjcn Kayfer, (Europäifdjen Könige,bes ßeil. Hörn. Heidjs (Eburfürften, Ijcrjogc, dürften, ge<fürfteten ©rafen, £jerrcn nnb Stänbe, 3nglc'd?cn ber freyenStaaten, unb Heidjs = Stäbte, tuie audj auberer fo u>of;I ahgeftorbencr, als uodj lebeuber Ijerjogc, Jürftcn, ©rafen,Bcrren, Baronen, (Eblen Ijerrcn, Ziffer, 31bclicber unb Umaoclidjcr ©efdjledjter in allen Prouiii3icn unb anfeb.nlidjcnSfäbten bes (Eeutfdjen Kcidjs, U?appen, Schübe, fjelme unbKleinobien an ber §ab,I ^767. 3n Kupfer - !Eafein porge-bilbet, enthalten, nebft f)ier3u bienlicbeu Hcgiftern unb einerDorrcbe 3o 1?ann Danib Köhlers, P.P. nürnberg, ucr.legts db,riftopt| IDeigels bes altern fcel. UPiUroe. ©ebrueftbey £oreii3 Sicling 1734. fol.

Die Einleitung zur Wappenlehre von Harsdörffer,welche der ersten Fürst'schen Auflage zum ersten Malevorgedruckt war, lässt an vielen Punkten die besserndeHand Köhler's erkennen.

3obauu Siebmacbers allgemeines groffes unb coli,fiänbiges TOappeubud; in 'röclrfjem aller .Botjen potentaten,dürften, ©rafen, £jcrren nnb Stänbe, ingleidjen ber freyenStaaten unb Kcidjsftäbte, Saronen, (Eblen fjerren, Hitler,21bclidjcr nnb auberer erbarer ©efdjledjtcr in unb aufferDeiitfdjlanb, IDappen, Sdjilbe, fjelme unb Kleinobien infcdjs Steilen abgebilbet finb. JTcbft einer Dorrebc 3ob,aunDaoib KSfjlers, P.P., einer (Einleitung in bie 2Dappen=letjre unb nötl)igem Hcgiftcr. Nürnberg, im Derlag berHafpifcben Budjljanbluttg 1772. fol.

Die Vorrede Köhlers ist die alte vom J. 1734. Derjetzige Verleger ist Gabriel Nicolaus Raspe.

Das Siebmacher'sche Wappenbuch ist eine Fund-grube zur Wappenkunde, wie sie in ähnlicher Weisewohl keine andere Nation besitzt. Es wurde auch fürdas Ausland die Grundlage wappenwissenschaftlicherForschung. So hat Sylvester Petra Sancta seine Kennt-niss heraldischer Formen und Bilder wesentlich dem