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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. III. 4.

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th«ms Wappen" des Heiligen Kömischen Königr. Wap-pen." Beide Wappenschilde tragen drei Helme; dasletztere hat zwei Greifen mit Pferdefüssen als Sehild-halter.Des Römischen Kunigs Ferdinandi ErbländischeWappen."Die XII Khvnigreich, so vnder die Römisch .Christlich . Manarchey." Das Königreich Germania hateinen Helm, in welchem der Keichsapfel liegt.Dieavslendtischen Khvnigr." Sämmtliche Schilde sind mitKronen bedeckt; H e i d n i s c h e Kronen haben: Egibtten;Konaxia; Baldachie; Bistgaia; Navere (Navarra).

Die dritte Abtheilnng enthält:Wappen desHeylig en Kömischen Keichs Churfürsteu vnd desselbenflider auch anderer Fürsten, Gräften, Freyherrn vndEdele" nämlich:

Die VII Chvrfvrsten."

Des Heiligen Römischen Reichs offizierten Glidernach Ordnung:Die IUI Sevlen oder Herczogen; dieÖII Margraven; die IUI Bnrgkgraven; die IIIILannt-paven; die IUI Graven; die IUI Bitter (Andelaw,«veck, Meldingen, Frawenherg); die IUI Stet; dieUli Dörfler; die IUI Pavrn. - Die Herczogen (zumfneil mit Helmen, zum Theil mit Fürsteuhüten be-deckt; Dvcke di Alb. - [von S und B geschacht] - istP 11 * einer Krone von 12 Perlen, in der Mitte ein Blatt,bedeckt, und mit sechs Fahnen hinterlegt). Graven;"eyherrn; die Ritter.

Der Inhalt des Buchs ist grossentheils dem Con-c 'lienbuch entnommen.

Matthies Quad von Kinkelbach (1609) ertheilt demv - Solis grosses Lob. Er schreibt in dem Capitel:»Von den berümbsten Kunstnern, sonderlich aber Mae- rn vnd Kupferschneidern Teutscher Nation":

»Virgilius Solis aber ist anno 1562 zu Nurenberg

la seinem heiniet gestorben, seines alters acht vnd

Jertzig Jahr, was ein Mann eines so volligen vnd vber-

""ssigen Verstands das zuuerwundern ist, wie jm mug-

iich gewesen in so kurtzer lebzeit ein solche vngleub-

"°ne zall kirnst stucker allein zu figuriren, Ich ge-

schweig auszustechen, sonderlich weil Ich verstehe das

S r ein guter Teutscher Zechbruder mit gewesen sej.

in der eil zu inuentiren, stellen vnd zeichnen ist seins

S-eichen nit gewesen . im Etzen ist er eben rein vnd

tertig gewest. Die femigkeit in holtz hat jhm keiner

J 01 "gethau, auch noch jhm bis noch zu keiner kommen

<*?** jhm gleich gethan habe. Seine Kupfferen formen

sindt so schendtlich vnder die fuß kommen das zu er-

Darmen ist, V nd sind deren ein gut theil zu stucken

geschnitten vnd sonst vernichtet worden von welchem

noc h nie ein abtruck gesehen."

tt'PVlmib Kayfers Jcrbmanbi fäliaiftcr tmb hocbloblidjifier

9coädjtnufi-, omtb beut aanfjcii boebberbümbtem baujj uou

yjftcrrcid? angeböria Wappen. (Seftellt bnreb Johann

°°n fron co Hu, Hömifcber Kayferftdjer ITIaieftat (Ebnm.

Wien. (SetrncFt ju Jluaspurg, burd; Philipp »Ibart.

tum Priuileyio Cnesareo ad decennium. klein 4°,

4 Seiten Text' und 51 Blätter deren Vorder- und Rück-

?eite mit je einem Wappen bedruckt ist. [Nach dem

! m Besitz des Herrn Geh Rechnungsrathes Warnecke

"»Berlin befindlichen Exemplare].

, Der Text beginnt mit dem Widmungsschreiben an

£ en »Wolgebornen Herren, Herren Leonharten von

«arrach, dem Elltern, Freiherrn zu Roraw." Den Anlass

llles Werkes bezeichnet er wie folgt:v n j "tT acü d ein ich zu mermaln von ansehnlichen Herrn;f rt Personen, so wol anderstwa, als inn Teutschlandt,"" allain mündtlich, sonder auch schriftlich gebetten^«angelangt worden, Inen weyland Hochlöblichisternnd säligister gedächnuß Kaiser Ferdinandi, Erblender

x ) Teutscher Nation Herligkeitt S. 25 ff.

vnd Künigreich Scbildt, Wappen vnd Bän, sampt jrengebürlichen Metallen vnd Farben mit zutaüen, Damitsy zu ewiger gedächtnuss höchsternennter jrer Kayser-licben Maiestat an gewissen orten jrer gebew, Säle,gangen vnd Stuben . . . solche schildt, wappen etc.setzen möchten, vnd ab malen lassen." Dann aber auchdieweil so grosser Missbrauch vnd vnordnung bey denMalern Kupferstechern, Formschneydern, vnd anderndergleichen bißher erschinen vnnd noch täglich er-scheinet."

Er verspricht dem Herrn von Harrachalsbald ichvermerk das solcher klainer Tractat E. G. nit vbel ge-fallen, sonder angenem sein wirt, mich zum höchstenbefleissen, E. G. hinfüro mit ainem grössern, vnd E. G.authoritet wirdigern zuuerehren." Es ist jedoch nichtbekannt, dass Francolin eine andere Arbeit gelieferthat, als die vorliegende. Die wenigen von Francolingegebenen Regeln bespreche ich an anderer Stelle.

Die Schrift enthält folgende Wappen.

1) Rom. Kaiser; Rom. König; Zu Hungern.

2) Zu Beheimb; Dalmatien; Croatien, Sclauonien,Bosnaw; Walachien; Seruien; Bulgarien; Castilien;Leon; Arragon; Sicilia citra forum; Sicilia vltra farura ;Granaten; Jerusalem; Neapolis; Nauarra; Toledo; Va-leutz; Gallicien; Maiorica; Minorica; Hispalis; Sardi -nien; Corduba; Corsica; Murcien; Giennis; Algarbi;Algesieren; Gibraltar; Insularum Indiarum'^); xv (d. i. 15)Inseln.

3) Ertzhertzog zu Österreich, Alt Osterreich; NewOsterreich.

4,i Land ob der Enns; Hertzog zu Burgundi; zuLotterich; zu Brabandt; zu Steyr; Kärndten; Crain;Luxemburg; Limburg; Geldern; Wirtemberg; Teckh;Ober Schlesien; Nieder Schlesien; Calabrien; Athenes;Neopatrien; Fürst zu Schwaben; zu Cathalonien; Astn-riarum.

5) Pfaltzgraf zu Hennegaw; Holandt; Seelandt;Pflerdt; Kyburg; Namur; Zutpfen; Rossillon; Ceritania;Marggraf des balligen Römischen Reichs zu Rom; ZuBnrgaw; ZuMerhern; Ober Laufznitz; Nierler Laufznitz;Oristain; Gozian; Gefürster Graf zu Burgund; zu Habs-purg; Flandern; Tyrol; Arthois; Görtz; Cylli; Charro-lois; Achalm: Barcimone; Ostoban (drei ff Rochen inG); Apulia; Landtgraf in Ober vnd Nider Elsass.

6) Herr auf Windiscbmarck; Frießlandt; Biscaye ;Molins; Salins; Meckbeln; Portnaw; Masterich; Friöl;Oram; Vtrecht; Oberüssel; Greiningen; Falckhenberg;Dolhaim (ohne Wappen); Tripoli.

Die Abtheilungen sind bei Francolin nicht, wie iches hier gethan habe, durch Zahlen markirt, sonderndurch Rangkronen. Die oben sub 1 Verzeichnetenhaben ihre besonderen Kronen; die sub 3 die gewöhn-liche Laubkrone (die sogenannten altenköniglichen")in verschiedenen Mustern; die sub 3 nicht den ge-wöhnlichen Erzherzogshut, sondern den mit Hermelinverbrämten Herzogshut, der oben eine Einfassung nachdem Muster des heraldischen Astes hat, und mit einemKreuze besteckt ist; die sub 4 den mit Hermelin ver-brämten Fürstenhut (ohne Einfassung und Kreuz) diesub 5 Perlenkroneu in den verschiedensten Mustern(zuweilen nur 7 Perlen; zuweilen sind die Perlen obenmit einer kleineren Perle besetzt und wechseln mitkleineren Perlen oder Zinken ab); die sub 6 verzeich-neten Herrschaften haben blos den Schild ohne Be-deckung.

2) In ein von der Mitte des rechten Schildes-randes bis ins linke Obereck gehender von R. G. u. ft;gespaltener Bogen; in R. eine Wage, in G. ein fl: Skor-pion; in # der Schütze (mit Schlangenleib). unten ein

s. Nashorn.