Geschichte der Heraldik. III. 3.
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Johann Werndle verleiht dem Jacob Leser zuBotzen einen Wappenbrief d. d. Innsbruck 8. Januar1642:
„Auf dem Schilt ain Stöchhelm mit einer Trei-
spitzigen Haidnischen Cron."
Zu diesen Auskunftsmitteln gehört nun auch dieMauerkrone.
Ein Stammbuchblatt des Hauptmanns NiclausSchmidt von Regensburg vom Jahre 1596 zeigt in derWappenmalerei einen mit der Mauerkrone bekröntenHelm i).
Walter Grandi Freiherr von Sommersit verleiht zuSalzburg- 20. Decbr. 1624 dem Johann Oberndorffer vonHallein 2 ) die Mauerkrone:
„Auf dem Schildt ein zugethanner Stechhelm, aufdem Helm ein güldene Mauer mit drey Schusslöcher,aus der Mauer erscheint ein halber aufrechter Low etc."
Johann Werndle verleiht den Gebrüdern Affenzün-ner, Gerichts Teitschenofen einen Wappienbrief d. d.Innsbruck 2. Juni 1642.
„Auf dem "Schilt ain Stöchhelm .... darob hintertrey Zinnen mit Schiesslöchern erscheint dieGestalt etc."
III. Abschnitt.
Wappenliebliaberei und Wappenbraucli.
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Kortüm, Jobsiade. III Tlil. 33. Cap.
1. Capitel.W»i»|ienlierr und WapiienliHd.
Zwischen dem Wappenherrn und dem Thiere u.der gl-, welches er im Wappen führt. besteht zuweilenein eigenthümliches Verhältniss, das ich eine Art Wahl-verwandtschaft nennen möchte.
Im Liede von Wolfdietrich (13 Jahrh.) wird er-zählt, wie der Held Zeuge wird eines Kampfes zwischeneinem Löwen und einem Lindwurm:81 - _
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bot„hoerstu ez, geselle lewe, den ich an
dem shilde habe:hilfstu niht dinem gesellen, ich heizdich schaben abe.Heinrich von Neustadt (1312) erzählt, wie AchirönW Mann oben, ein Boss untei^ der den Meerminnennachstellte, von Apollonius von Tyrland erschlagen wird.A Polloni us , der eine Syrene im Wappen führt, wird da-rauf von den Meerfrauen besungen:
1) Vergl. Neuer Siebmacher, Bürgerliche Wap-pen HI. Taf. 95.
2) Original-Diplom im Antiquariat von L. Rosen-uial in München.
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da soll im dienen unser her.
Ehrungen und Schmähungen werden durch Ver-mittlung des Wappens zugefügt. Durch Ehrung desererbten Wappens bekundet der Nachkomme die schul-dige Pietät für seine Ahnen und für das Alterthumseiner Familie. Anhänglichkeit an den angestammtenLandesherrn, die Heimath, den Vaterort wird durchEhrung des betreffenden Wappens bekundet.
Nach dem Zeugnisse des Matthäus Parisiensis machteKaiser Friedrich IL seinem Schwager König Heinrichvon England wiederholt je drei Leopar.den zumGeschenke. Im J. 1235 brachte die Gesandtschaft,welche die Verlobte des Kaisers, Isabella, nach Deutsch-land begleitet hatte, das kaiserliche Geschenk nachEngland zurüch. Unser Gewährsmann sagt: „Misitetiam regi tres leopardos, leporariis (!) simillimos, quiain clipeo regis Anglorum tres leopardi figurantur."
Im Jahre 1236 wurde das Geschenk wiederholt undbei dieser Gelegenheit macht Matthäus eine kritischeBemerkung: „Eodem quoque tempore dominus imperatormisit domino regi Anglorum ad continuationein amici-tiae nobile xenium, videlicet XVIII equos pretiosissimoset iii mulos, pretiosis olosericis et aliis desiderabilibusdonativis oneratos; tribus leopardis praemissis.Qui re vera pardi erant, quia parvi et molosis simil-