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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. III. 2.

tau swartz und in desselben Schildes färben verwechseltein krumper visch den man nennet Ape3"s, das vorder-tail weisz vnd das hinder swartz, dann auf dem Schildeeinen helme mit einer swartzen vnd weissen helmdekchengeziret, darauf ein zwifach aufgetan flügel auf einemgoldfarben greiff enfuesz auch mit dein Apeysvnd den färben ausgetailet vnd geschikcht als in demSchilde."

In einem anderen Falle kommt ein Hut als Zusatzzum Flügelkleinod vor.

Wappenbrief d. d. Regensburg 22. Juni 1471 fürHans Smittermer (Smntteriner, Schmnttermayr").

M. n. e. blabn schilt geende aus dem vordem obernegk in das hinder underteil des i'childs ein weisserwasserflus steende in yglichem teil des fchilts ein gel-ber steme vnd auf dem fchilt einen helme gezieret miteiner blaben vnd gelben helmedecken darauf ein weis-ser hut mit einem vb erstülp geende daraus zwoaufgetan blab flug, darinne auch ein pach vnd zwenSterne von färben vnd allem gefchickt als in dem fchild."Aus einer Menge von Beispielen, in denen der Flugals Hülfskleinod durchaus entbehrlich war, greife ichnur zwei Fälle heraus.

Wappenbrief d. d. Neustadt 21. Mai 1466 für Sig-mund Seel.

Mit namen einen roten Schilde vnd in dem gründedes Schildes ein gelber dreyegkater perg steende daraufein weisser aichelpawm mit zwuyen essten voneinandergepogen hangende an yedem asste ein weiss aichel vndauff dem Schilde einen helme mit einer roten vnd weis-sen helmedekchen getzieret mit einer gewunden pinn-den weisz vnd rot, darauf ein zwifach aufgetan roteflügel auch mit einem perge pawm vnd aicheln ge-schikchet alz in dem Schilde."

Wappenbrief d. d. Graetz 9. Januar 1473 für UlrichTrauttenweiler.

,.M. n. e. roten fchild vnd in mitte zwei weissevbergeworffn widersshorner mitsambt der hirnfchal vndden heim geziert mit roter vnd weisser helmedeckhn,darauf ein rot aufgetan flug mit zweien weissnvbergeworffen widershornern mitsambt der hirnfchal alsin dem fchild."

Die Verwendung der Büffel hörner ist in der Kegelein recht zweckmässige und lobeuswerthe.

Ziemlich oft sind sie einfarbig entweder beideHörner oder (häufiger) je ein Hörn von einer Farbe.; z. B.Wappenbrief d. d. Neustadt 17. Mai 1466 für Karlund Hans Weigel (oder Weiglein).

Mit namen einen weissen schilde darinn ein ge-pogen vorder rot oder plutfarb pug oder fuss einerbinden mit seiner swartzen natürlichen cloen vnd aufdem schilde einen hellme getziert mit einer weissenvnd roten helmdekchn darauf zway rotte puffenhomer."Wappenbrief d. d. Regensburg 18. Juli 1471 fürPaul Asinger.

M. n. e. roten fchilt darinn ein weiss lampp vbereckvnd auf dem fchilt ein heim geziert mit einer weissnvnd roten lielmdeckn darauf zwai puffenhornerenebeneinander eins rot das ander weisz."

Die bunten Hörner entnehmen zwar die Farbe, je-doch nicht immer die Theilung dem Schilde.

Wappenbrief d. d. Augsburg 20. Mai 1473 für Georgvom See.

M. n. e. roten fchilde darinne von grund auf einvorder teil einer weissen swannen mit irm gepogenkragen, swarczem zagel vnd ausgerackter zunge. Vndden helme gezirt mit einer weissen vnd roten helme-deckhen vnd zweien puffelhornern beid halb inder mitte vberzwirich geteilt das auf der rechten seittenvnden weiss vnd oben rot vnd das ander auf der lincknseittn vnden rot vnd oben weiss."

Wappenbrief d. d. Regensburg 26. Juni 1471 fürCaspar und Georg Aichner.

M. n. e. f. geteilt vber zwirich das under teilgelb vnd das ober fwarcz vnd in denselben beidn farbndes fchilts ein klymender hirfse verwechselt vnd aufdem fchilte einen helme geziert mit einer gelbn vndfwarzn helmedeckhn, darauf zwei puffenhomer, yedesvon fünf swarczn vnd fouil gelbn leistnvberegke ab gleich ausgeteilt." De Novo in formameliori mit den lehen.

Oefters sind die Hörner mit Federn und anderenGegenständen geschmückt, die zumeist nicht dem Schildeentlehnt sind.

Wappenbrief von 1465 (s. d. e. 1.) für AndreasHamershamer.

Mit namen einen schilde geteilet nach der zwirichder vnder teyle rot, darinne ein gelber opphel vnd derober teyl des Schildes gelb mit zwayen swartzen opphelnebeneinander vnd auf dem schilde einen heim, miteiner rotten vnd gelben helmdekchen getziret, daraufzway puffenhorn yedes geteilet vberzwirich vndeurott vnd oben gelb, stekchende oben in yedem hörneein pusch von swartzen hannenfedern."

Wappenbrief d. d. Graetz 5. Juli 1469 für StephanUsmer

nemlich einen fchilde von oben durch mitte ge-teilt, das vordertheil gelb vnd das ander rot vnd inyedem teil ein stern mit Verwechselung des fchildesvarbe vnd auf dem fchilde ein helme geczirt mit einerroten vnd gelben helmdecken, darauf zway puffenhornauch aines gelb vnd das ander rot mit kleinen swarezenfederpüschlein an den feitten herab also gepessert vndim den heim mit einer guidein crone geezieret vndgekrönet."

Wappenbrief d. d. Graetz 13 Febr. 1473 für An-dreas Golienbofer.

M. n. e. f. von dem vordem biss in das hindervnder egk des fchildes ausgeteilt, das vnder teil weissvnd das ober lasurfarb, steende in beidn teiln gleichin der mitte des Schildes ein gelber ring, vnd den heimgeziret mit einer weissen vnd lasurfarbn iielmedeckn,darauf zwei puffenhomer in der mitte aussgeteilt dasvnder teil weiss vnd das ober plab vnd yedes hörn mitdreien gelbn gefcheibten auhangendn knopfn."

Wappenbrief d. d. Regensburg 7. Aug. 1471 fürGeorg Peter und Hans Gassner.

M. n. e. roten fchilde, darinn in gründe ein drei-egketer grüner perg, steende auf dem mittern teil eingrüner abgefchroter rosenstamb mit zweien essten aufyglichem stam ein weisse rosen, vnd den heim gezirtmit einer roten vnd weissen helmdecken, darauf zweipuffenhomer von rot, geende oben aus yglichempuffenhoren ein weifse rosen."

Endlich stehen die Hörner zuweilen auch noch innäherer Verbindung mit einem dem Schilde entnomme-nem Bilde.

Wappenbrief d. d. Augsburg 6. Juli 1474 für Hansund Wolfgang Understetter.

Mit namen e. roten fchilde, darinne ein junckfrawenbrustpild in weiss becleidet mit vmbgeslagn gelbenzöpfn, das cleid vorn ab vmb die ermel mit gelb ver-prämbt, habende in yeder hande einen weissen fewr-hagken, vnd den heim gezieret mit einer weissen vndroten helmendeckhn, darauf zwey puffenhomer in dermitte vberzwirich geteilt das vnderteil weifs vnd dasober rot steende dazwifchen ein fewrhagkenderselbn farbn."

Als förmliches Hülfskleinod habe ich die Hörnernur in einem Falle verwendet gefunden.

Wappenbrief d. d. Neustadt 6. Nov. 1469 für dieGebrüder Curt und Albrecht Hensel.

,M. n. e. f. von lafur mitten vher zwirich des