Geschichte der Heraldik. III. 2.
469
pogener oder hangender asst hangende an yedem asstvnden ein cleeplat gende aus mitte desselben pawmsein ausgerackter asst oben mit einem cleeplat steendeauch an dem obgemelten pawm ettlich abgeschrotenesst. Und den helme gezieret mit einer swarczen vndgelben helmendecken, darauf auch ein drcyeeketer pergentspringende daraus ein aufgetan fluge mit dem pawmfärben vnd teilungen geschickt als in dem Schilde."
Wappenbrief d. d. Nürnberg 9. Sept. 1471 für Her-mann Grünwald.
„M. n. e. f. geteilt nach der teng ab, halber teilgelb vnd das ander halb teil plab vnd in dem ganczenfchilt ein ,crone entfpringende vber sich daraus einkrumgespiczter huet beide halb gelb vnd halb plabverwechselt in den färben des schilts. Und den heimgeczirt mit einer gelbn vnd plabn helmedeckhn daraufzwey puffenhorner auch eins gelb daz ander plab da-zwirchn auch ein solh cron vnd huete, alles mit färbengefchickt als in dem schilt."
Vereinzelt finden wir die heraldisirte Hausmarke,welche als „zeichen" angesprochen zu werden pflegt._ Wappenbrief d. d. Neustadt '23. Septbr. 1465 fürGabriel Leopold.
„Mit namen einen weissen Schilde darinne ein swarczzaichen einen dreyegkaten angel oder hagken ge-leich vnd auf dem schilde einen helme getziert miteiner weissen vnd swarczen helmdekchen darauf einzwifach aufgetan weisz flügel auch mit einem solichenswartzn zaichn als in dem schild."
Wappenbrief d. d. Neustadt 25. Febr. 1466 für dieGebrüder Augustin, Johann, Jacob und Matthäus Ay-r i n s m a 1 c z.
„Mit namen einen gelben schilt darinne ein swarczkrewcz also geordnet, vnden aus den zwaien orterndesselben krewcz aufwercz auf einem hacken vnd obena uch an yedem ort ain klain krewcz alles swarcz vndauf dem schilt einen helme geczieret mit einer gelbenvnd swarczen helmdecken, darauf ein zwifach aufge-ta u gelb flügel auch mit ainem swarczen zaichen ge-schieht als in dem schild."
. Wappenbrief d. d. Regensburg 15. Juli 1471 für■wenhard Satloder, Richter zu Ried.
»M. n. e. fwarczen fchilde darinn ein guldein zei-chen mit dreien krewczn als ein sparr oder drewkreucz aneinander, die zwei vndern gegeneinander vndlas dritt vber sich kerende. Und den heim gezirt miteiner guidein drew krewczign zeichen gefchickt als inde m fchild."
Selten wird, wie in den folgenden Fällen, das Wap-penbild einfach auf dem Helm wiederholtB Wappenbrief d. d. Augsburg 27. Mai 1474 für die£ rüder Hans Georg, Balthasar und Eberhard Münz er.
»Mit namen ein roter fchilde darinn ein gepogenergewappneter arme habende in der band einen degenmit einem gelben heffte gefchickht vnder sich zu demst ich. Und den helme gezieret mit einer roten vndweissen helmendeckhen daraiif auch ein gewappneterannen mit einem degen von färben gefchickht als ind em fchilde.«
„ Wappenbrief d. d. Graetz 29. Novbr. 1455 für Jost«erbart.
„Mit namen einen gelben oder goldfarben Schildedarinne drey swartz auffgestulbt haidisch hut mitvehde vnderczogen der ein (im) grund des Schildes vnd«e zwen darob nebeneinander vnd auff dem Schildeainen heim getziert mit einer swartzen vnd gelbenbelmdecken, darauff auch einen swartzen haidischennut geschicket als in dem schild oben mit einem swartzenvederboschen in einem gelben oder goldfarben krönhn."
In mehreren Fällen trägt der Helm einen Theil
des Wappenbildes, oder es stellt sich umgekehrt dasWappenbild als Theil des Helmschmncks dar.
Einen mäßigen Procentsatz stellen diejenigenWappen, welche im Schilde eine ganze menschlicheoder thierische Figur enthalten, auf dem Helm aberden Rumpf derselben tragen.
Zuweilen wird, wenn der Schild eine Mehrzahl vonFiguren einer oder verschiedener Gattung erhält, eineeinzelne Figur herausgenommen.
Wappenbrief d. d. Graetz 28. Nov. 1466 für MichelZum.
„Mit namen ein fwarczen fchilde vnd in mitt desfchildes drey weisz für sich gekert lebenköpf mit gel-funden zungen vnd auf dem fchilde einen helme gecziertmit einer swarczen vnd weissen helmedecken daraufauch ein weiss leben köpf mit gelffunder zungengeschiket als in dem fchilde."
Wappenbrief d. d. Neustadt 1. Sept. 1455 für Con-rad Mose h genannt S p ä n g 1 e r.
„Mit namen einen plawben schilt, in dem gründedesselben Schildes zwen gelb stern nebenander, darobeinen halben gelben man (Mond) mit den spitzen aufdie Sterne gesenket vnd einen helme mit ainer plawenvnd gelben helmdeck getziert vnd auf dem helmeeinen gelben Sterne."
Wappenbrief d. d. Neustadt 28. Sept. 1467 für VeitHanns ann.
„Mit n. e. weißen f. vnd der gründe des vierdenteils des fchildes plaw, darinne zwen gelb fparren ob-einander kerende die fcherff vbersich vnd in dem obernweissen teile ein fwartzer hanne vnd auf dem schildeeinen helme mit einer weissen vnd fwarczen helmdeckengeczirt, darauf auch ein fwarezer hanne geschickt alsin dem fchilde."
Einen Theil des Helmschmucks enthält der Schildin folgenden Fällen:
Wappenbrief d. d. Neustadt 28. Novbr. 1466 fürDietrich v. Germanstein.
„Mit namen einen swarezn fchilde darinn in mitteein für fich kerte leonhebt mit gelfunder Zungenhabende in dem maul ein weissen ring vnd auf demschilde einen helme geczirt mit einer swarczen vndweissen helmdecke darauf ein siezender leo on diehindern fuesz seiner natürlichen färben mit aufge-worffem swaneze gelffunder zungen vnd seinem weissenring in dem maul."
Wappenbrief d. d. Neustadt 18. Juli 1466 für Ste-phan Knoll.
„Mit namen einen weissen fchilde vnd in gründedes Schildes ein dreyegk. grüner perg steende daraufzwey gemßen hornner gegeneinander geschrenkchetvnd auf dem schilde ein heim mit einer swarczen vndweissen helmdekchen getziert, darauf ein weissergempsz biz auf die prust mit feinen natürlichenhörnern."
Zuweilen wird auf den Helm eine hinzutretendeFigur gestellt, welche das Wappenbild trägt.
Wappenbrief d. d. Neustadt 4. April 1467 für Fried-rich Kegler.
„M. n. e. fwarczen fchilt darinne vberegk ein ges-muckter gelber frosch für sich gekeret vnd auf demschilt einen helme getzieret mit einer swarezn vndgelben belmdecken steende darauf ein storch sei-ner natürlichen färben mit zugetanen flugein habendein feinem fnabel auch ein gelbs gesmücktsfröschl."
Menschenarme, welche die Hauptfigur des Wappenshalten: Wappenbrief d. d. Neustadt 13. Novbr. 1467für Peter Wenig.
„M. n. e. f. geteilt vberegk, das vnder halb teilblaw vnd das ober weiss darinne ein gelb Sterne vnd