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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. III. 2.

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Andeutungen eines »Schildhalters sichtbar. Von denanderen Schilden enthält der vordere einen Stier, derhintere drei Sensenblätter.

Siegel IV. G. des Grafen Heinrich von Nassau-Dillen bürg') an einer Urkunde von 1444 (Staatsarchivzu Idstein). Eine zur Rechten des Wappens stehendeDame fuhrt den linksstehenden natürlichen Löwen aneinem um den Hals des letzteren geschlungenen Seile.

No. 484.

No, 486.

Siegel des Markgrafen Sigismund von Brandenburgvom J. 1495 2 ).

No. 486.

Pluviale-Agraffe des Toison-Mess Ornates mit demWappen welches Philipps I. (K. Maximilians Sohn) bis1004, wo er König von Castilien wurde, geführt hat s ).(Vergl. No. 486).

Quadrirt mit Herzschild: ij^Löwe in G. (Flandern).') s. Balken in R. (Oesterreieh). 2 b. mit g. Lilienbesäet in r s. gestückter Einfassung (Neu -Burgund).3' g. b. fünfmal schräggetheilt mit r. Bordüre (Alt-Burgund). 4) g Löwe in ft (Brabant).

«Der Herzogshut hat eine purpurne Mütze mitSpangen, der Hermelinbesatz ist durch weisses geriffel-tes Silber angedeutet, darauf sieben erhoben ciselirteSchwänzchen, dre Spitzen des Stulpes sind mit vergol-deten Stäben eingefasst; der von vom nach rückwärtsJaufende Bogen ist mit sechs Krappen gothischen Stylesbesetzt, auf der Spitze der Reichsapfel. Als Wappen-halter fungiren zwei prachtvoll gearbeitete Löwen".

1) Aus v. Goeckingh, Nassau, Taf. V. No. 20.

2) Das Gliche verdanke ich dem Kgl. Geh. ,archiv zu Berlin.

. 3) Aus den Mittheilungen der k. k. CentralcomMission f. Baudenkmale in Wien Jahrg. 1881. B. - "'D«s Gliche verdanke ich der Güte Sr. ExcellcXreih. v. Helfen.

Haus-

119.ellenz des

Ein besonders beliebter Schildhalter ist der wildeMann der übrigens auch als selbstständiges Siegelbildvorkommt.

No. 487.

Siegel des Johannes Bismarck 1419 Vicar derjKircheSt Nicolai in Stendal. Bild: ein wilder Mann, in derRechten einen entwurzelten Baumstamm haltend.

Die Schildhalter dürfen nicht frei in der Luftschweben, selbst wenn es Vögel sein sollten, sondernmüssen einen festen Stützpunkt haben!

Max Fugger schreibt an den Herzog Albrecht V.von Bayern, in dessen Auftrag er bei einem Goldschmiedeein Kleinod anfertigen lassen sollte unter dem 25. Aug.1566 <):

Das Muster aber hat den Fehler, dass die Greifenzu gross, das ist aber darum geschehen , dass midi fürgut hat angesehen, dass nicht Greifen, sondern Löwensein sollen, von wegen E. F. G. Wappen. Also hater von Anfang Löwen gemacht, die haben aber nichtpassen wollen, denn weil sie nicht Flügel gehabt, hat

4) Stockb.uier, die Kunstbestrebungen am bayeri-schen Hofe. (Wien 18T4). S. 92.