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Geschichte der Heraldik. III. 2.
ausschliesslich menschliche Figuren, die als Schildhalterdienen, erst gegen die Mitte des 14. Jahrhunderts wer-den auch Thiere zu diesem Amte zugelassen.
Sig. IV. A. 2. des Heinrich v. Scharfeneck vomJ. 1292 a ) das his jetzt bekannte älteste Beispiel wirk-liche Schiidhalter.
No. 479.
No. 481.
Graf Gerhard V. von Holstein führt nach einemSiegel vom J. 1342 zwei ins Andreaskreuz gelegtenackte Arme, von denen der rechte den Helm, der linkeden Schild trägt2).
Aehnlich das auf unserer Tafel 2 No. 4 abgebildeteSiegel des Grafen Bernhard v. Begenstein.
Conrad Herr von der Dicke führt 1352 zwei Eulenals Schildhalter.
Herzog Bobert I. von Bar und Marquis du Pontführt in seinem Siegel von 1385 als Schildhalter rechtseinen gekrönten Löwen, links einen Hirsch.
Siegel III. B. 1. des Grafen Johann I. von Nassau-Dillenburg an einer Urkunde von 1393. Kniebild desGrafen hinter einer Zinnenmauer *j.
No. 480.
Bild des Brzenk von Ryzenberg (Anfang des15. Jahrh.) aus dem 8t. Christophori-Bruderschaftsbuchvon Arlberg. Um den Hals trägt Brzenk „den Schnallen-kranz, das Ritterbundszeichen der Fürspanger" *).
1) Fürst Hohenlohe, sphragist. Aphorismen S. 8.No. 27. Anzeiger f. K. d. d. V. 1870. S. 81. — DasCliche verdanke ich Sr. Durchlaucht.
2) Siegel d. Mittelalters aus den Archiven der StadtLübeck. 9. Heft. (Lübeck 1871) S. 21. Taf. 8. No. 41.
3) Aus v. Goeckingk, Nassau Taf. IV. No. 9.
4) Jahrbuch IL des Adler S. 143 (Graf v. Pettenegg).
Siegel des Winemar von dem Birboim (Birnbaum)Consuls zuCöln, an einer Urkunde von 1425 6 ): ein aufeinem Kissen sitzender Mann; auf das Knie zur Rech-ten ist der Wappenhelm gestülpt, gegen das linke Beinist der Schild gelehnt.
No. 482.
Siegel IV. C. des Friedrich von Biberstein zu Bees-kow und Storkow vom J. 1442"). Dasselbe enthält drei(zu 1, 2 gestellte) Schilde; der obere Schild mit demdarauf stehenden Kleinodhelm repräsentirt das Biber-stein'sche Wappen. Bechts darneben ist ein Arm mitemporgehaltenem Schwert mit noch anderen flüchtigen
NO. 483.
5) Fahne, Geschichte der Cölnischen, Jülichscheuand Bergischen Geschlechter I. Thl. Taf. 1.
6) Nach einer Zeichnung aus dem Nachlasse vonF. A. Vossberg im Kgl. Geh. Staatsarchiv zu Berlin.