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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. III. 2.

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No. MO.

Kaisers befindet sich nur eine geringe Zahl solcher,welche die Bewehrung angeben. Ich lasse eine Aus-wahl folgen.

Wappenbrief d. d. Nürnberg 26. Aug. 1471 fürHeinrich Viselpach:

»M. n. e. swarczn schilte darinne vberegk ein hal-ber gelber leo das Vorderteil zu dem klym geschickhtmit roten kloen vnd gelffunder zungen habende aufseinem haubt eine rote crone vnd den heim gezirtmit einer swarczn vnd gelben helmedeckhen, daraufein gewunden pinden von beiden des schilts färbengelb vnd schwartz entspringende daraus auch ein hal-ber gelber leo mit roten kloen gelffunder zungenVnd roten kröne allenthalben gleich geschickt als indem schilt."

Wappenbrief d. d. Graetz 27. Octob. 1466 für HansMentelin:

»M. n. e. roten schilde darinne ein klymender gel-ber leo mit gelffunder plawer zungen auffgeworffemswancze vnd plawen kloen mit einer plawen oderlasurfarben crone gekrönet vnd auf dem schilde einenhelme mit einer roten vnd gelben helmdecken getziret,darauf ein sitzender gelber leo mit seiner gelffunderplawen zungen aufgeworffem swancze vnd plawen cronea ls in dem schilde entspringende daraus ein pusch vonstraussenfedern von färben rot plaw vnd gelb ge-schicket. J

Wappenbrief vom J. 1466 (Neustadt) für Conradkutgasser.

M n. e. s. geteilt vberegk aus dem hindern teilfl 6S Schildes das hinderhalb teil swarcz vnd das vordergelb vnd in demselben gantzen schilde einen antvo-gel mit aufgetanen flügeln halber mit der aiuen flügellm gelben teil des Schildes swarcz vnd das ander hin-derten desselben antvogels mit der andern flügeln im»Indern halben schilde gelbe, ir snabel zung vndin esse rot vnd auf dem schilde einen hellme getzirtmit einer gelben vnd swarczen helmedecken, daraufzwischen zwayen swartzen puffenhornern steende eingelber antvogel mit roten snabel vnd fuessen."

Wappenbrief d. d. "Neustadt 22. März 1466 für die«ebrüder Erhard und Ambros Smydel von Straubing.

»Mit namen ein weissen schilde darinn von gründea ul das vorder teil eines swarczen halben ochsen mita «sge.strakchten fuessen, daran die cloen, das nasloch

im maul, in äugen vnd in den oren alles gelb vndauf seinem haubt vnd seine swarcze hömnere eingelbe crone dann auf dem scHlde einen helme gecziertmit einer weissen vnd swarczen helmendekchen, daraufauch ein gekrönter ochs von färben vnd figuren ge-schikchet als in dem schilde."

Wappenbrief d. d. Augsburg 21. Juni 1474 fürThomas Lebzelter.

M. n. e. gelben schilde darinne ein roten widerzu dem klym geschickht mit blabn cloen hörnern vndausgeslagner zungen. Und den heim gezirt mit einergelben vnd roten helmendeckhen, darauf in einer ge-wunden pindn gelb vnd plab das Vorderteil eins rotenwiders mit ausgeracktn fussen plaben cloen hörnernvnd zunge als in dem schild."

Wappenbrief d. d. Regensburg 15. Juli 1471 fürdie Gebrüder Conrad, Michel und Hans Prawn.

M. n. einen gelben oder goldfarben schilt, darinneein swarcz windspil mit einem weissen maulzu dem lauft' geschickt, habende vmb seinen halls einweiss rudenpant vnd einen windstrickh, vnd aufdem schilt einen helme geczieret mit einer gelben vndswarczen helmedeckhen darauf ein Vorderteil einsswarcz windspils mit aufgetanem maul vnd gelffunderzungn allenthalben geschickt als in dem schilt."

Wappenbrief d. d. Eegensburg 19. Aug. 1471 fürHans Kellner.

M. n. e. roten schilt darinn in grund ein dreyecke-ter perg steende darauf mit den hindern füssen einweisse kacz vmb im pauch ein gelbe ketten miteinem ring, ir hawbt geziert mit einer gelben krönzu dem klym geschickt vnd der heim gezirt mit einerroten vnd weissen helmedeckhn, darauf auch ein pergvnd cacze gescliikt als in dem schilt."

Wappenbrief d. d. Neustadt 1. März 1465 für Er-hard Steuber.

Mit namen einen weissen schilde darinne ein gel-ber piber mit zwaien goldfarben zennden', dievordem fuesse vnden rote vnd einem silber-farben schueppen swancze vnd auf dem schilde einheim getziret mit einer roten vnd weissen helmen-dekchen , darauf ein 'othbeclaidet mannsprustpild mitzwaien weissen zöpffen vnd einem roten gupfeten huettmit weissen aufgeworffen stulppen bedekchet ....wie die vormals weilent das gesiechte genant diePretstetter gefürt haben vnd vnns vnd dem reich ledigworden sind."

Wappenbrief d. d. Regensburg 20. Juli 1471 fürHans Putz.

M. n. e. swarczen schilt darinn ein gelb mal-masierlagl mit weissen raiffen gepundenn vndauf dem schit einen helme, mit einer gelbn vnd swarcznbelmdeckhn gezieret darauf ein vorder halber swarczersteinpockh mit ausgepogen fassen vnd gelfunderzungen."

In Rüxner's Turnierbuch finden sich folgende An-weisungen über die Tingirung der Nebentheile:

Graue Florentzen (in Henegaw, Holland vnd See-land, Herr in Friessland) Wapen , der öberst förderstLöwe schwartz, mit roter Klahen vnd Zungen in gel-bem Felde, der ander ober Löwe rot, mit blauwerZungen und Klahen in gelbem Felde, der vndersthalb Löwe rot, blauw Zungen vnd Klahen, gelbem Feld."

Helffensteinein halb gelb Low, mit blauwenklöhlin vnd blawer Zungen in rotem Feld, vnd fitnffweiss Lilien in blauwem Felde."

Darmstatt, Wapen; ein halber gelber Löwe mitroter Zungen und klahen in schwartzem Feld, das vndertheil des Schilts weiss."

Löwenstein, ein weisser Löwe, rote Zung vndKlahen gelbe spene in schwartzem Felde."