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Geschichte der Heraldik. III. 1.
artigen Masse bestrichen, in welche Laubwerk aufpunctirtem Grunde eingetragen ist. Die ganze Gravirungwurde zuletzt versilbert. Oben auf dem Helm befindensich zwei eiserne Oesen, welche zur Befestigung desHelmkleinods dienten."
Ueber das Auftreten der Spangenhelme in Siegelngiebt v. Hefner folgende Tabelle i 1 )
1431 Heinrich v. Eierbach.
1435 Hans v. Knöringen.
1444 Ulrich von Rechberg; Jörg und Heinrich, dieMarschälle von Pappenheim.
1447 Peter von Freiberg, Ritter.
1448 Conrad v. Haimenhofen; Ulrich v. Freundsberg.
1449 Eberhard Graf v. Kirchberg; Leutolt v.Königseck.
1450 Heinrich Reinold zu Velburg; Jörg Pollinger.
1451 Andre v. Schwarzenstein zu Engelburg. Wilhelmvon der Ahn und Matheus Ysel zu Oberndorf.
1452 Haus von Nussdorf.
1454 Hans von Degenberg Ritter ; (derselbe siegeltenoch 1452 mit dem Stechhelme,) Wolfgangvon Kammer.
1456 Heinrich Herttenberger, Landrichter zuLandhut.
„Bei diesem traf ich" — bemerkt dazu v. Hefner— zuerst das Curiosum, dass in derselben Siegeltype,welche er 1452 an einer andern Urkunde gebrauchte,und welche damals noch einen S t e c hhelm enthielt,in besagtem Jahre 1456 dieser Helm zum Spangen-helme umgearbeitet war. — Später fand ich einenähnlichen Fall bei dem Siegel Heinrichs von Rechberg,welches 1456 noch einen Stechhelm, 1457 bei gleichemStempel einen Spangenhelm zeigte. — Hier ist alsogewisss deutlich genug das Umsichgreifen derheraldischen Mode in der Neuerung mit den Helmennachgewiesen."
„1457 fand ich den ersten Spangenhelm bei denaltbayerischen Turniergeschlechtern der Seybolsdorfund Egloffstein.
Wir schliessen hieran noch weitere Nachweise:
Siegel IV. C. des Eitelfriedrich 2 ) von Zollern von1428. Umschrift: 5. itcl fribricb. b. 30k. comitis.Turnierhelm.
Grabdenkmal im Kreuzgang zu Klosterneuburg.Inschrift:
tjie. ligt. pegraben. bcr. <£bell. rmb. cest. jobft. ber.baufer. betn. got. genab. amen. ift. geftarben. am. fpinetag.nach. fanb. clrcidjs. tag. ano. bni. m. cccc. jjjij. Tartsche,mit oberhalbem Bären. Spangenhelm. 3 )
Siegel des Kurfürsten Friedrich von Brandenburg,zwischen 1444—1461 vorkommend. 4 ) (Nr. 444.)
Bracke und Löwe als Schildhalter.
Siegel IV. C. Albrechts von Hohenlohe, an Urkundenvon 1450 bis 1458 vorkommend. Umschrift: „S. Jllbredjtron Ejofyclolj." 5 ) Es ist diess das älteste hohenlohischeSiegel mit einem Spangenhelm.
Siegel des Grafen Jost Nicolaus von Zollern vomJ. 1456.«) (No. 445.)
No. 444.
1) Altbayer. Heraldik S 313. 314.
2) Graf Stillfried undMärker, Hohenzoll. ForschungenS. 325.
3) Mittheilungen der k. k. Central-Commission zurErforschung der Kunst- u. histor. .Denkmale V. Jahrg.(Wien 1879) S. CXVI. No. 2.
4) Graf Stillfried, die Titel und Wappen desPreussischen Königshauses S. 33. — Das Clich6 ver-danke ich dem Kgl. Geh. Hausarchiv zu Berlin.
5) Albrecht, hohenloh. Siegel Taf. IV No. 59.
6) Das Cliche verdanke ich dem Kgl. Geh. Haus-archiv zu Berlin.
No. 445.
No 446.
Siegel des Georg von Stein vom J. 1479 (Urkunded. d. Frankfurt a. 0. im Staatsarchiv zu Berlin).
Grabstein der Frau Magdalena (Gattin des Adolt;Ebenstelter f 1488, im Kloster Gars begraben. Dasauch vom Standpunkt der Costümkunde beachtenswertneBild des Grabsteins zeigt die Verstorbene, welche denHelmschmuck (Turnier oder Spangenhelm) der Eben-stetter trägt, während der dazu gehörige Schild in derKniegegend ihr zur Rechten steht. 7 ) (Taf. 8 No. 1.)Unter No. 447 folge noch der
Kleinodhelm von 1493, aufgetragen beim Leichen-begängniss des Kaisers Friedrich III. (t 19. August1493) nach Warnecke's Handbuch Taf. XV.
Die Aussenseite der Flügel ist mit etwa 4 £ mlangen und mit einem Oehr versehenen Stiften besteckt,an denen die Lindenblätter sich frei bewegen.
Die Höhe des Flugs beträgt 86 cm.
7) Eye u, Falke, Kunst und Leben etc. Taf. 89.