Geschichte der Heraldik. III. 1.
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Sig. IV. C. des Herraaiiu Roth, Ulmer Patriciersvom J. 1869, die Jahreszahl am Schlüsse der Legende. ')•
Nr. 438.
Nr. 486.
8iegel IV. C. des Ulrich Träuchtlinger (v. Treucht-»ngen) an einer Urkunde des Herzogs Stephan von■Bayern vom J. 1389.2)
Nr. 437.
Unsere Taf. 9 Nr. 2 bringt eine Tartsche mit dem-selben Wappen von einem Grabsteine im Kloster ZimmernUnweit Nördlingen zur Anschauung. Der Stein ist wahr-scheinlich zum Gedächtniss eines Herrn von Treucht-ungen oder eines v. Hirnheim errichtet. 3 )
Wappen mit der Bezeichnung Nidou aus dem be-rühmten, von Herrn V. Bouton edirten Wappenbuche"fs Herolds Gelre, Ende des 14. Jahrhunderts. (Vergl.Abbildung Nr. 438). Die Tartsche kommt meines Wissens«l dem genannten Wappenbuche sonst nicht vor.*)
Graf Friedrich v. Hohenzollern der Altere, ge-kannt derOettinger führte, zuerst 1411, ein Siegel, das™ einer Architectur die an geistliche Siegel erinnert,einen wilden Mann zeigt, der mit der Rechten ein"fanner trägt mit der linken den quadrirten Zollern-scnild (Tartsche) hält. Auf dem Haupte trägt er den«ackenhelm.
• Im J. 1414 führt der Graf ein anderes Siegel, das' m Wesentlichen dieselbe Darstellung enthält, jedochtent der Wilde Mann unter einem romanischen Thore.. Wiederum eines in Nebendingen (aus dem ThoreH^ eiU Vier Pass geworden, die Proportionen sind ver-p3r rt ^ abgeänderten Siegels bedient sich der Grafena uch im J. 1417 das ich hier ^Nr. 439) folgen lasset)
D 1) Fürst Hohenlohe, sphrag. Aphorismen S. 53 Nr. 153.
as Uiche verdanke ich Sr. Durchlaucht.r r 2) 0. T. v. Hefner, altbayerische Heraldik §. 62
**' * Nr. 43.IW K Die Herren von Eye und Falke machen zu dieser
ansehe folgende Anmerkung: „Der Schild hat im All-feinen noch die gestreckte Form des 13. Jahrh., dochseÄ1: ntastiscü geschwungenen Linien, oben den Ein-niriS * - f<ir das Einlegen der Lanze." Diess ist jedochforW, r i cnti 8 : die Tartsche ist eine ganz neue Schild-stand • aus dem dreiecki S en Schilde nicht enL öff *) Zeichnung von Herrn Eugen Freiherrn von^öffelholz-Kolberg in Ansbach. ,_ „
arohi ' Das Cliohe verdanke ich dem Kgl. Geh. Haus-ttrc niv zu Berlin.
No. 439.
Siegl IV C des Herzogs Rudolf von Oesterreich aneiner Urkunde von 1360*.) Umschrift f Buodolfvs Dvx *Avstrie* Styrie* Karinthie* Swevie* Et* Älsacie*. DasWappen Oesterreich, daneben jederseits zwei Löwenüber einander, die beiden unteren aufgerichtet, dieandern schreitend, je einen Wappenschild (Steier, Habs-burg, Kärnthen, Pfirt) tragend. (Nr. 440).
Da hei den vier kleinen Schilden der für dieTartsche charakteristische Einschnitt fehlt, bin ichzweifelhaft, ob man sie den Tartschen zuzählen darf.
Diess ist nun die Schildform, welche etwa in derMitte des 14. Jahrh. von der unerbittlichen Macht derMode als Concurentin des dreieckigen Schildes aufge-worfen wird. Beide Formen erhielten sich bis gegenEnde des Jahrhunderts als Kampfschüde nebeneinander,bis sie beide von dem Gebrauche zum Ernst ausge-
6) Die Zeichnung verdanke ich derHerrn Eugen Freih. v. Löffelholz-Kolberg.
Güte