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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. II. 5.

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Zugehörung und die Wappen mit dem halben Stein-bock, die er und die ander Schrofenstain führent, unddie er alles in Lehens Weise zu haben etc. 1 )

Im nämlichen Jahre zu Chur ertheilte Bischof Jo-hann einen weiteren Lehenbrief auf den Namen der Ge-vettern Hartmann und Heinrich von Schrofenstein. 2 )

Heinrich von Schrofenstein stellt im selben Jahre1380 einen Revers aus, dass er die Veste Schrofensteinmit ihrer Zugehörung und die Wappen mit dem halbenSteinbock von dem Bischof in Lehens Weise empfan-gen habe. 3 }

1) Vergl. über diesen Fall die Urkunden 29a. u. b.

2) Der volle Text ist nicht mehr vorhanden. DasRegest lautet: Wir Johann etc. etc. Tun ze wissen mitdisem brif, daz wir die Wapen mit dem halben Stein-bock und die Vesti Scrouenstain mit manschaft, mitaigen liiten, und mit aller zugehöruug den Edlen man-nen Hartmann und Heinrich v. Scrouenstein gevettern,an ir selbs und an ir Vettern statt recht und redlichverlihen haben, und lihent och wizzenlich mit (kraft)dises briefs, was wir in ze recht dar an hhen sollenoder mugend etc. Aus dem Registr. de foedis fol. Iim Codex diplomaticus Rhaetiae Bd. IV. S. 23 aoge-druckt.

3) Stumpf meldet in seiner Schweizer Chronik S.620: «s ift auch b$ fcblof Scbrofeitftciu im cEtfdjIanb £ebencom (geftifft <£bur: bann bie ton Scbrofenfcin Ijabett jbrwapen mit bcm kalben Stcinborf Dorn Bisttfmmb 3U Eeben.

Aus dem Etschland hat Hagemann ein Estlandgemacht!

Herzog Stephan von Bayern verleiht zu Donauwörtham 5. Januar 1392 dem Heinrich Topler zu Rothenburgan der Tauber ein im Lehenbrief beschriebenes Wappen,als wir die Herschaft zu bayren und das Fürstenthumdaselben möglich und von alten rechten und gewonheitangebürt, Wappen zu verneuern, und verfallene zu leiheneinem jeglichen der uns darzu gefeit." *)

Bemerkenswerth ist, dass die T o p 1 e r Bürger einerReichsstadt waren und zu dem Herzog in einem Lehens-verhältniss nicht standen. Die Angabe, dass obigesWappen Conrad Topler schon im J. 1309 geführt habe,ist unerweislich und unglaubwürdig. 5 ) Die FormelWappen zu verneuern," bedeutet: neueWappen zuertheilen.

Herzog Albrecht von Oesterreich, als Landes-fürst zu Tyrol verleiht zu Wien am 5. Januar 1393seinem Obersten Amtmann bei der Etsch Niclas Vint-ler von Bozen und dessen Bruders Söhnen die demHerzog heimgefallenen Wappen des Reimbrecht seel.vom Thurn zu Bozen, des Vintlers Vetter. Sie sollendas Wappeii führen zu allen ritterlichen Spielen, Schimpfund Ernst, als Wappen- und Landsrecht ist. °)

Herzog Albrecht von Oesterreich verleiht zu Wienam 23. März 1394 dem Weickard v. Pohlheim das lediggewordene Wappen von Mauriz dem Totzenbecken see-lig (zu allen ritterlichen Sachen") 7 ).

4) Vergl Urkunde No. 36.

5) Nach Jungendres.

6) Vergl. Urkunde No. 37.

7) Vergl. Urkunde No. 39.