Geschichte der Heraldik. IL 5.
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Ho. 413.
No. 414.
Die Stadt Röbel in Meklenburg führt 1298 einschildförmiges Siegel, darin vorn ein halber Stier-kopf, hinten ein senkrecht gestellter Schlüssel ! )
Die Stadt Nienburg führt in ihrem runden Siegelvon 1317 das halbe Wappen der Grafen von Hoya, ihrerLandesherren, und ein halbes OasteJl 2 ).
Die Stadt Friedland in Meklenburg führt in ihremältesten Siegel, welches an bekannten Urkunden nichtvorkommt, „einen rundbogigen Mauerbopen" mit dreigezinnten Thürmen; darunter der brandenbnrgischeSchild zwischen den wachsenden Brustbildern der Mark-grafen Johann und Otto von Brandenburg, welche dieStadt im Jahre 1244 gegründet haben *).
Aeltestes schildförmiges ,-iegel IV. A. 2. der StadtBelitz (Mark Brandenburg), welche sich zeitweilig(1307 — 1321) im Besitz der Bischöfe von BrandenburgWand. St. Peter ist der Patron des Dom Stifts No. 414).
Siegel der Stadt Heiligenstadt im Erzbisthum Mainz :links ein Bruchstück der Stadtmauer mit Thurm, davordas nach rechts gewendete Reiterbild eines Erzbischofstoit Schild und Fahne, darin ein Rad, das Wappen desf rzbisthums. Das Haupt des Reiters ist mit der Infulbedeckt (No. 415). ,.
Das f SigVlum: Civitatis. Gharz. In. lluya. (14.Jahrb.) enthält ein Thorgebäude mit drei Thürmen, aufde «i mittleren oben gezinnten Thurme ist das Bannerder Herzöge von Pommern (Greif) aufgepflanzt.
Die >tadt Sternberg in Meklenburg führt in ihremrunden Siegel von 1328 einen halben Stern und einenhalben Stierkopf monogrammatisch vereinigt 4 ).
Deutung des sonst so verdienstvollen C. Heffner (Fran-^sch-Würzburgische Siegel S. 128), welcher sagt: „Derhalbe Antheil der Stadt kam 1290 an das Haus Bran-denburg, bis es 1313 Graf Berthold von Hennebergnieder au sich brachte. Aus dieser Zeit stammt dasSle gel und es erklärt sich hieraus der auf demselbenvorkommende zollern'sche Löwe". Vergl. wegen desZusammenhanges das auf S. 279 Mitgetheilte.
1) Meklenburgische Siegel Heft 1 No. 112.
2) v. Hodenberg, Hoyer ürkundenbuch , Siegei-tafel 10.
3) Mehlenb. Urkundenbuch X. S. 596.
4) Meklenb. Sieael Heft 2 No % 6.
Nr. 415.
Die Stadt Kiel führt in ihrem Seoret (vorkommend1851, 1372, 1376) einen Schild mit dem sogenanntenNesselblatt der Grafen von Holstein, auf dessen Mitteein Kahn liegt.
Die Stadt Oldeslo führt 1352 ein rundes Siegel,darin das holsteinische Nesselblatt, belegt mit dem Brust-bild des heil. Petrus, welcher in der Hechten den Schlüs-sel hält.
Siegel der Neustadt Salzwedel aus dem 14. Jahrh.nach einem Abdrucke von 1513. (Siehe No. 416 Seite 3121.
Das f /S" Sivitatis * De * Sanowe (mit dem Fehlerim zweiten Worte) enthält auf Wellen (im Siegelfelde!)einen Schild, darin ein Fischgreif. s )
Siegel der Stadt Pritzwalk in der Priegnitz,welche 1256 von den Markgrafen Johann und Otto vonBrandenburg Stadtrecht bekam: Lindenbaum, vor dessenStamm ein Wolf steht, während der brandenburgischeAdler oben zwischen den Zweigen des Baumes schwebt.(Siehe No. 417 Seite 412).
Siegel der Stadt Beeskow von ca. 1300; Umschrift:„f Sigillvm: Civitatis: Bezikowe." In dem offenenStadtthor steht ein Krieger, der am linken Arm den Schild
5) Stempel im Besitz desdahier.
Uoivn B.-R Warnecke