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Geschichte der Heraldik. II. 5.
geb. Gräfin von Bliescastel. Das Siegel von 1266, zuwelchem eine antike Gemme benutzt ist, ist demBilde nach quer oval; die Umschrift beginnt links: fSigülum. Ymagine. Domine. De. Lmpurch.
Mechtild Gemahlin des Fürsten Heinrich von An-halt, Tochter des Herzogs Otto Puer von Lüneburg;Siegel von 1266 mit der Umschrift: f Mechtildis Dei.Gra. Com. Asch. Et. Frinceps. De. Anehalt. Bild: dieFürstin stehend, mit jeder Hand einen Schild, rechtsAnhalt (Adler in der linken, der Fürstin zugewendetenHälfte des Schildes) links Braunschweig, abwärtshaltend ii.
Margarethe Gräfin von Luxemburg, Gemahlin Hein-richs; spitzovales Siegel von 1270 mit der Umschrift:f S. Margarete. Com(itisse. Luz.e\\)imburgensis. March.Arlon. Bild: die Dame stehend, in der Rechten einenLilienstab, in der Linken ein Buch l ?) haltend. —Rundes Rücksiegel mit der Umschrift: Sigülum. Secreti.Bild: der Schild Luxemburg 2 ).
Margarethe (f 1270. Gemahlin des MarkgrafenAlbrecht des Entarteten von Meissen, Tochter des Kai-sers rriedrich IL; Siegel mit der Umschrift: f Marga-reta. Dei. Gra. Turingnrum Lantgravia. Et. Saxonie.Comitissa Falatina. Bild: die Fürstin auf einem Thronesitzend (ohne Wappen).
Sig. III. A. 3. der Gräfin Hedwig v. Ravensberg,geb Edelfrau v. d. Lippe an einer Urkunde des Jahres1270*). Die Gräfin ist auf einer Falkenjagd begriffenund auf einem Maulthier sitzend dargestellt Die Deckedes Maulthiers ist aus Streifen je mit dem Ravensberg'-schen Sparren und der Lippe'schen Rose zusammen-gesetzt.
No. 387.
Siegel der Gräfin Elisabeth von Wölpe, Enkelin desFürsten Johann I. von Meklenburg. Tochter des GrafenGebhard I. von Holstein und seiner Gemahlin Elisabethv. Meklenburg an einer Urkunde von 1272*;. Umschrift:r S. EUzabet. Comitisse. De Welepa." In der Mitteein Brustbild in runder Umrahmung begleitet von drei(l, 2) Schilden die unteren schräg gestürzt). Der ersteSchild enthält das Wappen der Grafen v. Wölpe, der
1) v. Schmidt-Phiseldeck S 4. v. Heivemonn, cod.dipl Anhaltinus II Taf. 1 No. 4.
2) Hohenlohe, schräg Aphor. No. 213 a und b.
3) Fürst Hohenlohe, sphrag. Aphor. S. 22 No. 63,das Gliche verdanke ich Sr. Durchlaucht.
4) Meklenb. Urkundenb. IV 531 No. 52.
zweite das holsteinische Nesselblatt der diitte denmeklenburg. Stierkopf. Das durch die Schilde in dreiTheile abgegrenzte Siegelfeld enthält in jedem Theiledie drei Wappenbilder direct im Siegelfelde.
No. 388.
Elisabeth, Gemahlin des Grafen Gerhard I vonHolstein, geb von Meklenburg; Siegel von 1272 mitder Umschrift: f S. EUzabet Comitisse. De Holtsacia.Bild: die Dame auf einen Sessel sitzend, mit der Rechtenden Schild Holstein, mit der Linken den Schild Meklen-burg haltend.
Das Siegel ist demjenigen ihrer Mutter, der gebore-nen Gräfin von Henneberg iNo. 385) nachgeahmt. Es isthier der Weg nachgewiesen, auf dem dieserTypus aus Mitteldeutschland nach dem Nor-den gelangt ist.
Luitgard, Gemahlin des Herzogs Johann von Lüne-burg, Tochter des Grafen Gerhard I. von Holstein;Siegel von 1272 mit der Umschrift: Dei Gracia. Lut-gardis. Ducissa. De. Tiruneswich; die Dame sitzend,jederseits unten ein Schild (Braunschweig und Holstein)auf welche sie die Hände legt.
Heilwig, Gemahlin des Herrn Ludwig von Isenburg,geb von Büdingen; Siegel von 1274 mit der Umschrift."f Sigülum Hielwie Büdingen (also wahrscheinlich nochdas Siegel, welches sie als Jungfrau führte) Bild: dieDame stehend, auf der linken Hand ein P'alke (ohneWappen).
Anastasia, Gemahlin des Fürsten Heinrich I. vonMeklenburg, Tochter des Herzogs Barnim I. von Pom-mern-Stettin; spitzovales Siegel vom J. 1275 mit derUmschrift: <S. Anastasie. Domine. Magnopolensis. DieFürstin sitzt auf einem Stuhl unter einem mit Thürm-chen besetzten dreipassförmigen Bogen, in der Weisewie ihre Schwiegermutter, die geb Gräfin von Henne-berg, die Schilde Meklenburg und Pommern haltend
Gisela von Minzenberg; Siegel von 1275 mit derUmschrift: f Sigülum. Gissi'e. De. Minzinberg. Bild:die Dame stehend, den Minzenberger getheilten Schildmit beiden Händen vor sieh haltend, daneben rechtsund links im Siegelfelde je eine aus einem Dreibergwachsende Pflanze').
Gerburg, Wittwe des Schöffen Heinrich Schönwetterin Coblenz; Siegel von 1277 mit der Umschrift: t &Gerburgis. Belict . . Henr. Confl\ Bild: eine Rose, inder Mitte mit einem Frauenkopf belegt').
Das Siegel der Schöffen von Coblenz vom ,1.1294')enthält eine Rose welche in der Mitte mit dem Kopfeeines wilden bärtigen Mannes mit Spitzohren (Löwe ?)belegt ist.
5) Cod. dipl. Nassoicus I, 1 Taf. II No. 10.
6) Hohenlohe, Aphor. No. 192.
7) abgebildet von Graf v. Fettenegg 1. c S. 12.