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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. II. 5.

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Mechtild von Eppenstein, spitzovales Siegel vomJahre 1277 mit der Umschrift: f Sigülum. Methildis.Domine. De. Vide. Bild: die Dame stehend, mit derBechten den Eppensteiner Schild cmporhaltend 1 ).

Mechtild von Minzenberg; spitzovales Siegel vomJahre 1278 mit der Unischrift: S. Methildis. Dne. De.Mimenberg. Bild: die Dame stehend mit der Linkenden getheilten Minzenherger Schild abwärts haltend;rechts im Siegelfeld eine Pflanze aus einem Bergewachsend 2)

Agnes, Gemahlin des Salentin von Ysenburg; spitz-ovales Siegel von 1279 mit der Umschrift: f S. Agnetis.Uxor. Salentin. De Ysenburg. Bild: die Dame stehend,den Ysenburgsehen Balkenschild, der in Kniehöhe rechtssteht, berührend, auf der Linken einen Falken empor-haltend.

Adelheid von Montferrat,' Gemahlin Albrechts desGrossen, Herzogs von Braunschweig; Siegel von 1280n 'it der Umschrift: f S A . . . is Ducisse In Brunes-wic. Bild: die Herzogin auf dem Throne, in jeder Handeine Fahne, auf der in der Rechten ein nach linksschreitender Löwe, zur Beeilten ein nach links ge-wandter Löwe sitzend mit erhobenen Vordertatzen 3 )

linagina, Gemahlin des Grafen Adolf von Nassau,späteren Königs geb von Isenburg-Limburg; spitzovalesSiegel von 1280 mit der Umschrift (S.i Imagne Comi-tisse. De Nassouwe. Bild: die Dame stehend, mit der«echten den Naussauischen Schild abwärts, mit der Lin-ken einen Zweig haltend.

Elisabeth (t 1293) Gemahlin des Grafen Johaun I.von Sayn, Tochter des Landgrafen Heinrich I vonHessen; Siegel (ähnlich demjenigen ihrer Grossmutter)"ut der Umschrift: Sigülum. Klizabet. Cnmitisse De.Suynei). Bild: die Dame zu Pferde, auf der Linkeneinen Falken tragend. Rücksiegel mit der Um-schrift: f S\ (der Schluss wie oben). Bild: der hessischeLöwe, belegt mit grossem Schilde Sayn , der. nur dieExtremitäten zum Vorschein kommen lässt.

Margarethe, Gräfin von Sponheim; Siegel von 1282ruit nur theilweise leserlicher Umschrift. Bild : zwischenswei Zweigen zwei menschliche Figuren, eine weiblicheUnd eine anscheinend männliche; die letztere ist imbegriffe, die Frau zu umarmen.

, Agnes, Gemahlin des Fürsten Waldemar zu Rostock,-Tochter des Grafen Johann I. von Holstein-Kiel; Siegelv ou 1288, von dessen Umschrift nur noch die Sylbe sto . . am Ende zu lesen ist. Die Dame, stehend,"2g't ihre Arme auf die rechts und links stehenden SchildeRostock und Holstein.

Mechtild, Gemahlin des Grafen Poppo IV. von Wert-heini, geh. von Eppstein ; spitzovales Siegel von 1283"lit der Umschrift: f S Methildis. Comitisse. De.Werthei. Bild: die Gräfin stehend, mit der Rechten denWertheim'schen Schild emporhaltend.

Sophia, Gemahlin des Fürsten Johann I. von Werle,Tochter des Grafen Günther von Lindau und Ruppin;Riegel von 1284 mit der Umschrift: t S ComitisseSophie: De: Slavia. Die Dame ist stehend abgebildet,**8gt in der Rechten den Lindau'schen, in der Linkenden Werle'sehen Helm; unter den Helmen stehen dieMitsprechenden Wappenschilde.

Gisela Edelfrau von Scherenbeck, Tochter des GrafenFriedrich von Kirchberg führte drei verschiedene Siegel,we lche v. Ledebur ") wie folgt beschreibt:

Im Jahre 1285:im runden Siegel eine g e krönte

Frau, die in der Rechten einen Schild mit Querbalken(Kirchberg), in der Linken einen Schild mit gestürztemFlügel (Scherenheck) hält. Umschrift: f S. Gisle. fil.Friderici. d. Kirberk.

Im Jahre 1291 : gekrönte sitzende Frau, denKirchberg'scheu Balkenschild haltend Umschrift: f S.Ghisle. filie. comitis de. Kirberch.

Im Jahre 1300: gekrönte Frau, in der Rechteneinen Lilienscepter, mit der Linken den Balkenschildhaltend. Umschrift: t S domine Gisle. filie. comitis.Friderici de Kercberch.

Heilwig, Gemahlin des Grafen Engelbert von Zie-genhain Herrn zu Nidda, Tochter des Ludwig v. Isen-burg und seiner Gemahlin Heilwig von Büdingen ; Siegelvon ca. 1289 mit der Umschrift: f S". Heüwiyis. Comi-tisse. De Cigenhein"). Bild: die Dame stehend mit denausgestreckten Händen rechts den Schild Nidda, linksden Schild Isenburg haltend Im Siegelfelde (in Hals-höhe) rechts und links je ein achtstrahliger Stern.

Adelheid, Gräfin von Sigmaringen; Siegel von 1289mit der Umschrift: f S. Adelhiidis. Comitisse. De Sige-maringen. Bild: die Dame stehend, in der Beeilten einDreiblatt haltend. Im Siegelfelde befinden sich, von Zwei-gen herabhängend recht ein Schild mit drei Hirsch-hörnern, links der Schild Helfenstein 7 ).

Adelheid, Gräfin von Heuneberg; Siegel von 1292mit der Umschrift: S. Adelheidis Comitisse. D. Hennen-berc. Bild: die Dame sitzend, in der Rechten einenSchild mit zwei Pfählen, in der Linken den Hennen-schild abwärts haltend";. Fürst Hoheulohe nimmtnach dem Schild zur Rechten an, dass die Dame einegeb. von Trimberg gewesen sei, was ich jedoch bezweifle;da der Schild zur Rechten steht, so muss die Gräfinaus vornehmerem Stamme entsprossen sein.

Elisabeth Gemahlin des Gottfried von Hohenlohe,geb. Gräfin von Wertheim; Siegel von 1292 mit derUmschrift: S. Elizabete. De. Hohenloch. Nate. De. Werth.Bild: stehende Dame, mit der Rechten den Schild Wert-heini, mit der Linken den Schild Hohenlohe haltend.

Wilibirg, Gemahlin des Grafen Friedrich v. Castellgeb. von Hohenlohe-Brauneck; spitzovales Siegel von1293 mit der Umschrift: t & Willibirgis. Comitisse.De Castel. Bild: eine Dame, zwei Schilde'(rechts Castell,links Hohenlohe) haltend.

Kuuigunde, Gemahlin des Edelherrn Gottfried vonHeideck (Nordgau); Siegel von 1294 mit der Umschrift:f Sil. Dne. Chungundis. De. Haidege. Bild: Pelikanmit drei Jungen im Nest in der gewöhnlichen Dar-stellung 0 )

Margaretha, Gemahlin des Grafen Albrecht II vonHohenberg, geb. Gräfin von Fürstenberg; Siegel von

1295 mit der Umschrift: f S ..... ete. Cometiss ....

berch Bild: ein gespaltener Schild; vorn das halbeWappen Eürstenberg, hinten getheilt (Hohenberg) 10 ).

Agnes, Gemahlin des Markgrafen Hermann VII.von Baden, geb. Gräfin von Truhendingeu; Siegel aneiner Urkunde von 129G; im Sicgelfelde als Namens-Anspielung das Gotteslamm (Agnus) auf dessen Vor-derleib der Schild Baden angebracht ist. Die Umschriftlautet: angnes d : ivnge(]e) marg'evine vo{n) bade(n).In der Urkunde beisst.sie marc hionissa senior, esmuss desshalb der Stempel erheblich älter sein, alsder Abdruck.

1) Cod. dipl. Natsoicus I 1 Taf. II No. 5.

2) Ebenda I, 1 Taf. II No 11.3i v Schmidt-Phiseldeck S. 5

4) Herold 1875 S. 80 n. Tafel.

5) Adelsarchiv II S. 183.

6) Herold 1875 S >0 u. Tafel.

7) Hohenlohe sphrag. Aphorismen Nr. HO.

8) Ebenda No. 256.

9) Oetter. 2. Versuch einer Gesch. d. Burggrafen v.Nürnberg S 128.

10) Hohenlohe, sphrag. Album , s. v. FürstenbergBeilage E.