Geschichte der Heraldik. II. 5.
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migen Siegel, enthaltend einen Hirsch, dessen Deckemit dem Zickzackbalken belegt ist.
Die oben genannten Linien, deren Verzweigung erstim Laufe des 13. Jahrh. erfolgte, geben sich demnachauch im Wappen als Stammgenossen zu erkennen. Da-gegen ging ihre Verwandtschaft mit derjenigen Haupt-«nie, die das Marschallamt inne hatte und die sich8 Päter v. Meding nennt, in das zwölfte Jahrhundertzurück. Es ist daher selbstverständlich, dass wir dieMeding mit eigenem Wappen auftreten sehen.
No. 310.
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Siegel-Abbildungi) aus der „Geschichte des im Für-stenthum Lüneburg heimischen etc. Geschlechts derer v.Meding bearbeitet von W. F. C. L. von Meding I. Thejl"(Leipzig 1866. 8. S. 56), nach dortiger Angabe das Sie-
fel des Marschalls Werner von Lüneburg an einer Ur-unde v. 1200. . , .
Die Schraffirung des oberen Feldes beruht auf fol-gender Aeusserung des Herrn v. Ledebur:TT „Das Siegel des ersten Werner v. Meding mit derUmschrift Sigillum Werneri Marscalci de Lüneburg zeigt{"is nämlich einen Löwen. Dieser Löwe ist aber offen-bar kein anderer als der Lüneburgische (?) selbst; er ista |a das Amtswappen (?) des Lüneburgischen Erbmarschalls,»»cht als das Stammwappen Werner's zu betrachten;*»e wir dann ein Gleiches bei denen von Berge als^schenken von Lüneburg sehen." .
Dieses Wappen enthält noch das schildförmige bie-gel Werners des Jüngeren von Meding an einer Urkundede s J. 1308. Dagegen führt Werner (von Meding) Mar-fan von Lüneburg ein rundes Siegel IV. C. Derbcl >ild zeigt den Hirsch mit Decke, welche mit dem Felz-"inster des v . Meding'schen Schildes, das hier jedoch^nen dritten Latz erhalten hat, in drei Reihen pfahl-™ r «iig belegt ist. Die von Meding haben also, wie*»«ht zu zweifeln: im Einvernehmen mit ihren° ta mm genossen, das Wappenthier des Truchsessen-stammes angenommen, die Decke des Hirsches jedoch""t ihrem eigenen Heroldsbilde belegt.
a 1) Eine derartige Reproduction von Siegel» mit£ cl >raffirung ist in allen Fällen verwerflich. Hier* 0Iri mt hinzu, dass die Farben zum Theil auf Mutn-massung beruhen.
4. Capitel.
Siedelte Nachwelse zur Geschichte derWapiieii-VererliunK*
1) In den Siegeln der Babenbergischen Landesfürstenvon Oesterreich kommt unter Herzog Heinrich Jasomir-gott und zwar in dessen Reitersiegel von 1170 zumersten Male ein Wappen vor. Dasselbe (einen Adler)führt auch sein älterer Sohn Herzog Leopold (Reiter-siegel von 1187).
Des Herzogs Heinrich jüngerer Sohn Heinrich vonMödling (geb. 1158 t 1223), welcher den Herzogs-titel nicht gebraucht, führt bis ca. 1203 in zweistempelverschiedenen Exemplaren seines Siegels lediglichmit der Umschrift: f Hainricvs, im Siegelfelde einenAdler.
Später hat er ein sogenanntes Münzsiegel in Ge-brauch, welches auf beiden Seiten gleichlautend dieUmschrift trägt: f Heinricvs. l)ei . Gracia . De . Me-delicco. Auf der Vorderseite im Siegelfelde erscheintein Adler, auf der Rückseite ein Schild mit zweiL eoparden.
No. 811.
Heinrich von Mödling der Jüngere (t um 1236)führt 1233 ein ähnliches Münzsiegel wie sein Vater.Die Umschrift lautet auf beiden Seiten: f Sigillvm .Henrici . Bei . Gracia . Dvcis . MedeHcensis. Die Vor-derseite enthält einen Adler im Siegelfelde, die Rück-seite zwei durch einen schmalen Querbalken getrennteLeoparden ebenfalls im Siegelfelde. Das Wappen derGrafen von Dillingen scheint bei dieser nicht erheblichenVeränderung als Vorbild gedient zu haben.
Wir haben bereits (S. 231) gesehen, dass nach demZeugnisse des Abtes Johannes von Victring HerzogUlrich von Kärnthen (vor 123*4) die drei Leopardenseines neuen Schildes dem Wappen des Geschlechtesentnommen habe, von dem sein Vater mütterlicherSeits abstammte. Wir haben a. a. 0. nachgewiesen,dass diese Grossmutter eine Schwester des HerzogsLeopold und des Heinrich von Mödling gewesen ist.
Die Aussage des Abtes Johannes auf das MödlingerWappen zu beziehen, hindert der eine Umstand, dasshier nur zwei, im Wappen von Kärnthen aber dreiLeoparden erscheinen. Indess kann dieser Unterschied