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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. II. 3.

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Ho. 2G1.

No. 2G2.

nicht gewählt, so macht sich in der sphragistischenEinstellung häufig die Unzulänglichkeit der Mittel, üherwelclie die Wappenkunst bis jetzt verfügt, sehr stark«Jhlbar. Eine Theilung des Schildes in mehr als zweiHälften ist noch nicht gebräuchlich ; aber auch da woJW zwei Wappen zu verbinden waren, Hess es sicha 5'rch das Mittel der monograinmatisclien Vereinigung«cht immer in gefälliger Weise machen. Da sich nun,Jw Eingangs erörtert, die Wappenkunst nur Schritt1,ir Schritt mit der Wirklichkeit zu entwickeln ver-mochte, so waren diese Schwierigkeiten zunächst un-überwindlich.

. Zur Ulustrirung dieser Nothlage seien die folgen-Ue n Beispiele angeführt.

. In dem Siegel des Albertus comes de Hals vom J."84 Monum boica V. 390) erscheinen zwei Wappen-

schilde, der rechte ist schrägrechts getheilt, der linkehat einen Balken. Auf den beiden Schilden in derMitte ruht ein Helm mit dem Scbirmbrett.

Siegel des Grafen Albert von Werdenberg-Heiligen-berg an einer Urkunde von 13101): zwei Schilde neben-einander, vorn Werdenberg, hinten Heiligenberg.

No. 263.

Hier haben wir zwei Wappenbilder, die im ge-theilten Schild nicht wohl zu vereinigen waren. Wiebequem es sich dagegen in der militärischen Praxis machte,die Wappen zur Schau zu tragen, zeigt das folgendeKeitersiegel des Grafen Hugo von Werdenberg-Heiligen-berg an einer Urkunde von 1310*). DasHeiligenbergerWappen erscheint im Schilde, in der Fahne sowie aufder Pferdedecke vorn; der Werdenberger Schild erscheintlediglich hinten auf der Pferdedecke.

No. 264.

Siegel IV. C. des Grafen Albrecht v. Werdenberg-Heiligenberg vom J. 1317 3 ,: in der Mitte der Helmmit Flügelkleinod, daneben rechts die WerdenbergerFahne im Siegelfelde, links der Heiligenberger Schild(No. 265).

Derselbe Graf Albrecht führte auch das oben S. 196No. 2-12 abgebildete Siegel: Helm mit Brackenrumpfzwischen den Schilden Heiligenberg und Werdenberg.

1) Cliche aus dem Fürstenbergischen UrlcundenbuchV, 35.

2) Desgleichen.

3) Fürst Hohenlohe, sphragist. Aphorismen S. 53No. 154. Das Cliche verdanke ich Sr. Durchlaucht.