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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. II. 3.

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Nr. 236.

Nr. 238.

Nr. 237.

ist, wie mir seine Durchlaucht der Fürst F. K. zuBohenlohe- Waidenburg gütigst mittheilt, doch wohlDur als Helm und die Hörner trotz ihrer gestürztenLage nur als das auch anderwärts bekannte Kleinodder Haslacher Linie aufzufassen. Fürst Hohenloheweist in seiner Mittheilung darauf hin, dass in ähn-licher Weise unverhältnissmässig kleine Helme auchsonst mehrfach auf Siegeln vorkommen, so auf den Ki-ourg'schen bei Herrgott, Geneal. dipl. gent. Habsburg.I Tab. 22".

Schildförmiges Siegel des Grafen Heinrich vonWoldenberg vom J. 1303 i) (No. 238).

Der Helm liegt in der Mitte der Hauptstelle aufdem Schilde.

Das älteste ungarische Siegel, in welchem Schildn nd Helm mit Helmkleinod erscheint, ist dasjenige des»Thome Voyvode Transsilvanie et Comitis de Zonvc"a n einer Urkunde des J. 1332 im ungarischen Keichs-** hive (No. 239).

Im Allgemeinen findet das Helmzeichen erst unterKönig Sigismund (13871437) in Ungarn Eingang.

Geeigneten Wappenthieren wird nicht selten derHelm mit Kleinod auf den Kopf gesetzt.

Das Siegel des Grafen Otto von Hadmersleben von1333 enthält (im Siegelfelde) einen Löwen, dessen KopfMit dem Kleinodbelm bedeckt ist.

Das Hofgerichtssiegel von Oppeln vom J. 1296 ent-

1) Nach einer Zeichnung des Herrn Eugen Frei-*»errn v. Löffelholz in Ansbach.

Nr. 239.

hält im Siegelfelde den schlesischen Adler, dessen Kopfmit einem Topfhelm bedeckt ist, welcher den Helm-schmuck des Herzogs Bolko I., zwei verschränkte obenmit Pfauenwedeln besteckte Stangen, trägt 2 ).

Das schildförmige Siegel Heinrichs des JüngerenVogt von Plauen mit der Umschrift f & Heinrici .Advocati . De . Plawe, 1301 an einer Urkunde des Klo-sters Waldsassen vorkommend, enthält einen Löwen,dessen Kopf mit dem Kleinodhelm bedeckt ist.

Siegel IV A. 2 des Grafen Heinrich des Jüngerenvon Hohenstein vom J. 1335. Umschrift: t & Henriei .Ivnioris . Comitis . De . Honstein (No. 240).

Der geschachte Schild begleitet von drei ledigenHirschstangen. Zwei Hirschstangen bilden den Helm-schmuck des gräflichen Hauses. An derselben Urkundekommt das Sig. IV. C. des Grafen Heinrich d. Ae. vonHohenstein vor, in welchem die Hirschstangen ihrengehörigen Platz auf dem Helm einnehmen *).

2) Pfotenhauer, die schlesischen Siegel S. 24.

3) Fürst Hohenlohe, sphrag. Aphorismen S. 4 Taf. 1No. 6. Das Cliche verdanke ich Sr. Durchlaucht.