Geschichte der Heraldik. II. 3
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Die Buchstaben sollen nach Vossberg's Meinung zuKletzke bedeuten.
No. 178.
Der Schild ist von Roth und Silber schräggetheiltmit zwei Sternen verwechselter Tinctur.
Die Wappen mit verwechselter Tinctur in derZüricher Bolle sind die folgenden:
Nr. 258: weiss-schwarz gespalten mit zwei Sternenverwechselter Tinctur.
Nr. 344: weiss-roth gespalten mit zwei Rosen ver-wechselter Tinctur.
Nr. 367: gelb-schwarz gespalten, darin ein Hirsch-geweih mit Schale verwechselter Figur.
Nr. 446 Badwegen: weiss-blau gespalten miteinem doppelköpfigen Adler verwechselter Tinctur.
Erst im 15. Jahrh wurde die Farbenverwechselungeine Modesache, was wir zu betrachten Gelegenheithaben werden, wenn wir die Wappenkunst unter KaiserFriedrich III. behandeln.
Die zweite Stufe in der knnstmässigen Entwicke-lung des Wappenwesens bildet die Verbindung vonHeroldsfiguren höherer Ordnung (den sog. Ehrenstücken,z. B. Balken, Pfahl, Kugel) unter sich sowie mit densogenannten gemeinen Figuren.
Siegel IV. A. 2. dos Burggrafen Sigfried v. Leisnigan einer Urkunde des Jahres 1228.
NO. 177.
fflpjpl.
Burggraf Gerhard v. Leisnig führte dagegen 1213einen Löwen im Schilde ')■
Hermannus de Confluentia (Coblenz) führt in seinemschildförmigen Siegel von 1237, dessen Feld mit Schin-deln bestreut ist, eine Kaute 2 ). (No. 178).
Hertwinus de Winningin führt 1266 ein rundes
1) Cliche aus v. Schönberg, Geschichte dos Ge-schlechts v. Schönbergs Bd. II Wappentafel IV.
2) Günther, cod. dipl. Bheno-Mos. II No. 38.
Siegel darin ein mit Schindeln bestreuter Schild mit ge-spitztem Schildeshaupte 3 ).
No. 179.
Cono burchravius de Cochme (Cocheim) "führt 1274ein rundes Siegel mit Schild, der mit Kreuzchen be-streut ist, darin ein schräger Zickzackbalken 4 ).
Burkard von Schwanden führt 1258 in seinem schild-förmigen Siegel einen von sechs (3,3) Schwanenhälsenbegleiteten Schrägbalken 5 ).
Graf Johann von Würben führt in seinem schild-förmigen Siegel von 1261 (Urkunde des Breslauer Stadt-archivs) einen mit Rauten belegten Querbalken, begleitetoben von drei balkenweise gestellten Lilien, unten dreizu 2, 1 gestellten Lilien "j.
Conrad von Erenberg (in der eine Angelegenheitder Abtei Romersdorf betreffenden Urkunde nobilis ge-nannt) führt 1242 ein schildförmiges Siegel mit der Um-schrift: f Sigillvm Conradi. De. Erenberg. Das Wappenist ein Schrägbalken in dem mit Lilien bestreuten Felde.
Heinricus vir nobilis de Erinberg führt dagegen127C ein rundes Siegel mit einem Schild, der einen ein-fachen Schrägbalken enthält').
Heinrich Waffeler von Eckerich Ritter, Siegel vomJahre 1325 im Stadtarchiv Strassburg. (No. 180).
Eine verwandte Gruppe bilden die mit einer zweitenFigur belegten Balken, Pfähle u. s. w.
Das älteste Wappen dieser Art ist das lothringische.Fridericus dominus de Bites (Bitsch) filius Mathei ducisLotaringiae bedient sich 1196 eines Reitersiegels mitder Umschrift: f Sigillv. Dn>. Friderici. De. Bittis.Der Schild enthält den mit 3 Adlern belegten Schräg-balken 8 ).
3) Günther, cod. dipl. Bheno-Mos. II. Nr. 44.
4) Ebenda II, S. 38.
5) Zeerleder, Urhundenbuch der Stadt Bern Bd. IVTaf. 27.
6) Pfotenhauvr, die Schlesischen Siegel S. 25.
7) Günther, cod. dipl. Bheno-Mos. II S. 198, Taf 6No. 21.
8) v. Ledebur, Archiv I 359.