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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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171
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Geschichte der Heraldik. II. 3.

171

No. 170.

No. 178.

Siegel des Ritters Ebel von Beust an einer Ur-kunde d. J. 1326 im Archive des Nicolaistifts zu Stendal.

Dieselbe Section kommt im Wappen der Ebner vonNürnberg schon im letzten Viertel des 13. Jahrb.. vor.Aehnlicb 1232 und 1282 im Wappen der von Heusen-stamm.

Ein geviertes Wappen finden wir in Pleier's Garel(ca. 1260):

127 der helt von Riv(elantz Gerhart)

133 der vane der was (reiche)geteilt gar geleich(e)135 en vieriv rot vnd weiz

Siegel des Burggrafen(um 12541308)').

Meinher III. von Meissen

No. 171.

Schon im Beginn des 13. Jahrhunderts finden wirSectionen mit Figuren in einer Verbindung, die nichtals Unirung von zwei Wappen, sondern als ursprüng-liche Einheit, in manchen Fällen wohl als eine Art vonWappenbesserung anzusehen ist.

Ein solches Wappen, die Verbindung einer Sectionmit einem Thierbilde beschreibt Wirnt v. Gravenberchim Wigalois (1212).10477 Rial der kunech von Jerafin,

Für ie für mit siner schar.

Sin banier was alsus gevar:

Geteilet wiz und rot

En mitten dar inne bot

Ein tier von golde liebten schin;

Daz muose wol gezieret sin,

Geschicket als ein helfant:

Da bi sin wafen was bekant.Solche Oombination'en waren indess nicht beliebt,weil sie mit den Farbengesetzen des Wappenwesensnicht in Einklang zu bringen waren: sie waren miss-farbig. Durch dasselbe Hindernis» dürfte eine gewisseGruppe von Wappen zu erklären sein, die nur in dereinen Hälfte des getheilten Schildes eine Figur zeigen.Ulrich von Wildon (Sohn des Inhabers des unterNr. 8 S. 73 abgebildeten Siegels) führt 1223 einen ge-theilten Schild, dessen untere Hälfte drei (2, 1) See-blätter enthält 4 ).

No. 173.

Siegel IV. A. 2. des Grafen Otto von Stein und vonGriben (Altmark), an einer Urkunde des J. 1207 ausdem Archive des ehemal. Klosters Marienborn 2 ). Um-schrift: f Comes Otto i de L)npide. Das Siegel hat dieForm eines normannischen Schildes; das Wappenbild isteine achtmalige Ständerung 3 ;. (No. 172).

1) Cod. dipl. Sex. Reg II, IV.

2) Nach einer Zeichnung aus dem Nachlasse von F.Vossberg im Kgl. Geh. Staatsarchiv zu Berlin.

3) Deutscher Herold 1873. S. 69.

4) Aus den Mittheilungen der k. k. Centralcommis-