Geschichte der Heraldik. II. 2.
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Nr. 123.
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Nr. 124.
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ein sehr deutlich anspielendes Wappen vor, welchesübrigens beweist, dass schon im 14. Jalirh. die Schneidermit dem Ziegenbock geneckt wurden 1 ).
Nr. 125.
Siegel der Deutschordens-Comthurei Balga in Preus-sen vom J. 1239 einen Blasebalg enthaltend.
Nr. 126.
Das auf Taf. 4 Nr. 6 abgebildete Siegel der Ritter-zunft Himmelreich in Cbln (segel der gesellen vanmehymelrich) vom J. 1396 zeigt eine Einfassung von he-raldischen Wolken, innerhalb welcher eine Krone(aus dem Stadtwappen von Cöln) darunter eine Sonneund ein Mond; das Feld ist, soweit noch leer, mitSternen besäet.
Mehr rebusartig ist das nachfolgende Wappen einerNürnbergischen Familie Rad neck er, doch ist einesolche Darstellung schwerlich für unangemessen zuerachten.
Nr. 127.
Viele Wappen reden in einer anderen als der neu-hochdeutschen Schriftsprache.
Die Staufen in Schwaben führen drei Kelche,vom mittelhochdeutschen stouf, Kelch.
Die von Olvenstedt im Magdeburgisehen führenein Kameel als redendes Wappen z. B. Bernhard v. 0.Ritter, im Jahre 1299. (Stammverwandt sind wahr-scheinlich die v. Kröcher). Im Mittelalter nannte mandas Kameel „olbent."
Die v. Aufenstein führen den „Auf" (Eule), die v.Sprinzenstein den „Sprinz" (Habicht) 1 ).
Das Wappen der v Schwerin, eine Raute, erklärtsich durch das wendische c z w e r i n, das der v. Carowaus dem französischen carreau (Viereck) 2 ).
Ein sehr merkwürdiges Wappen ist das des RuleCalve, Bürgers zu Stendal, ( iegel an einer Urkunde
II.
1) Codex diplomaticus Saxoniae regiae II Hauptth.Bd. Taf. 3.
1) u. 2) nach Pnsiknn.