Geschichte der Heraldik. II. 2
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Kr. 111.
Einer ähnlichen Symbolik begegnen wir im Wiga-lois des Wirnt von Gravenbereh (1212).9118 Uf ir Schilde waren geslagenBare von rotem golde ;Da bi man sehen sohle,Daz ir herre was erslagen.In derselben Dichtung führt Larie, die Königin vonKorentin, das Bild eines pantierartigen Thieres, weil ihrVater in ein solches verzaubert ist:10080 Ob ir kastei fluoc ein van;
Da was von golde gebildet anEin tier, als daz von RoimuntIr friunde tet die straze kuntIn daz lant zu Korentin.10G35 Sus was des selben tieres schinIn einem swarzen samitGesniten lank und witDas was ir wafen zaller stunt,Da bi was ir der jamer kunt10G40 Mit leide umbe ir vater totAls diu triuwe ir gebot;Daz tier mant si der selben not.Heinrich von dem Türlin (1220) ist besonders reichan solchen Motivirungen, die ihm oft Gelegenheit zuhumoristischen Wendungen geben:9808 Her abe macht sieh GaläasMit vil grozer hfichvartWol gewäfent und bewartZe Gäwein uf daz gevildeEr vuorte üf sinem SchildeVon swarz ein ruhe bevn klftDer schilt was gar anderswil9815 An dem velde von golde)
Da bi man w i z z e n so 1 de
Daz er was wilder denne ein her.
ferner:
1807(1 Ca vom et'), der maere
Ze wäfen einen anker vuort
Da mite suochen wolt den vurt
An dirre juncvrouwen
80 Und wolt« sie erhonwenMit, einem swert meldeDaz vuorte er ze veldeDurch ir edele minneEfroi nach saelden gewinne
85 Vuort Fortunam uf einem radeUnd daz wart manegcm schadeWan er ritterlichen reit.I ger durch b e s c h e id e n h ei 12)Ein sense vuort, diu was breit
90 Poidas, der jüngelincBrahte mich an den rincEin waten, daz gelobet wartDaz was ein richer lebartÜf zobel von bann gesniten
95 Und alle die mit ime ritenDaz selbe wafen leiten.Einen adelar breitenVuort Laamez von BabilonDer nach der meide minne lön100 Mit sin gesellen was verdahtAschalone ein wafen brähtDaz was ein poi 3 j von goldeDa mite er sich wol deDer meide-in vancnusse geben105 Beidiu mit guote und mit leben.V a r u c h 4 ) vuort ein olifantDar umbe, daz sin eigen lantDeste baz waere bekant.126 Zwen gesellen von AgardasHardisius und ElimasEin wäfen vuorten diese reckenDaz ir muot solt endecken
........... 5 )
130 Sie ze velde brautenDaz was ein einhorn:Wie gar übte dem wart zorn,Daz hänt ir vernomen eDer gräve von Bigame135 Und Sorgarit, sin bruoderDie truogen diu ruoderWan in dem mer was ir gewalt.Heimet, ein recke halt.Und dar zuo sinr gesellen dri,
140 Rains, Greins und EngriDie truogon alle den lewen.Ein recke guot, von AnsgewenMitarz, und Cleir von der VoieDer beider wäfen was ein moie
145 Ein ander recke was ouch daLorez von JassaidäMit schöner cumpanie
[er zählt acht Namen anf]Dise wären sine gesellenDi im boeren wellenWaz ir aller wäfen waere
155 Den sage ich ditze maere
Als ichs in welsch gelesen hän:Daz was ein gar wizer swanDer andern was noch genuocDer ieglicher sin wäfen trnoc
1) von Aräbie.
2) Bescheidenheit ist, im Mittelhochdeutschen klugesverständiges Handeln.
3) Fessel.
4) von Syria.
5) Diese /.eile ist, verloren gegangen.