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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. II. 1.

Pannenberg au der Elbe, führen das Wappen ihrerHerren mit einem Beizeichen nämlich in Silber einenrotheiL Löweu, der mit zwei grünen Schrägbalken belegtist, in älterer Zeit (1350) sogar den Löwen ohne Bei-zeichen ')

Durch die oben dargelegten Verhältnisse erklärtsich nun auch die Existenz der sogenannten Gemein-schaftswappen.

24 Burgmannengeschlechter der ehemaligen .Reichs-stadt Eosheim führten nichts anderes im Wappen alsRosen. Sterne, Ringe, Schildrand und Quertheilungen inverschiedenen Zusammenstellungen und Farben. Esführten nämlich:

1) Die ältesten Ritter von Rosheim: 3 Rosen mitkurzen Stielen 2, 1

2) Die v. Steinburgthor: eine Hose.

3) Dürr von Rosheim: 3 Rosen 2. 1: auch mitSchildrand.

4) v. Rosheim, in Strassburg verbürgert: Sparrenmit drei Rosen belegt.

5) Lonherre v. Rosheim: Querbalken von 3 Roseubegleitet, 2, 1.

6) v. Rosheim und

7) Sifrid v. Rosheim: Schildrand.

8) v. Rosheim zu Dorlisheim und

9) Stahel v. Rosheim: Querbalken links oben voneinem Stern begleitet.

10) Stange v. Rosheim.

11) Sifrit v. Roshehn.

12) Fritelin von Rosheim.

13) v. Ramstein und

14) Jungzoru qeuannt Sifrit: guergetheilt, obenzwei Ringe.

15) Rot von Rosheim: 3 Ringe 2, 1 auch mitSchildrand.

1(5) Stammler von Rosheim: Querbalken, oben 2Ringe.

11) Diether v. Rosheim: oben zwei Rosen, untenein Ring.

18) Rulenderlin oder Rorenderlin und

19) Bilgerin v. Ehenheim: quergetheilt, oben einStern.

20) v. Utenheim und

21) von Stützheiin : sechsmal quergetheilt.

22) Stern v. Molsheim: Stern mit Schildraud.

23) Dunebolder: viermal quergetheilt. links obenein Stern.

21) v. Schoenau: quergetheilt, oben 2 Ringe, unteneiner (nur das letztgenannte, jetzt freiherrliche Ge-schlecht, blüht noch)" 2 ).

Von dem Gauerbeuhaus Glimmeiithal im Rheiugauschrieben sich verschiedene Geschlechter: von Glimme,von Glimmendal, Rost von Glimmendal, Heppe vonGlimmenthai In den Wappen dieser Geschlechterkommt das rothe Schildchen im silbernen Feld vor, einRheingauischesAdelsbild."

1) Meklenburgische Jahrbücher 21, 313.

In derselben periodischen Schrift 13. 833 kommtfolgendes vor :

Ein Gtto Schwerin Vasali der Fürsten von Werleführt im J. 1353 einen ringhalteudeu Arm, die v. Oertzeuführen zwei solche Arme (die einen Ring halten)

..Trotz der Gleichheit des Schildes (bemerkt Lisch)ist es aber nicht wahrscheinlich, dass diese Familie vonSchwerin mit der Familie v. Oertzeu stammverwandtwar: vielleicht war die Gleichheit des Schildes nur zu-fällig , da ein ringhaltender Arm in der GrafschaftSchwerin eine, wenn auch noch dunkle Rolle spielt.

2) Kindler V. Knohloch's Elsässische Studien imHerold 1878 S. 127.

Einige Glimmenthaler führen 1) das Schildchen ohnealle Beizeichen, 2> mit folgenden Beizeichen: eine Krone(auf dem Grabmal des Joannes Armiger dictus Roschinde Glimendal vom .1. 1341), eine Lilie, drei Löwen,. 3i andere führen nur eine fünfblätterige Rose 3 ).

Von der Burg Katzenelnbogen schrieben sich vierverschiedene Geschlechter:

1) Die von Katzenelnbogen führen ein rothes Schild-chen

2) Die Sure von Katzenelnbogen: dasselbe, mit einergoldenen Krone als Beizeichen.

3) Die Kesselhute von Katzenelnbogen.

4) Die Knehel von Katzenelnbogen; führeu als Bei-zeichen einen Ring, zuweilen einen Vogel 4 ).

Von Lorcli im Rheingau schrieben sicij die

1) von Lorch: führen in Blau einen silbernenSchrägbalken mit rothem Pelzwerk (Wolkenmuster)

2) Hertwich von Lorch: dasselbe Wappen, jedochabwechselnd bald Wolken- bald Eisenhut-Muster.

a) Hertwich Heydeu v. Lorch: sechs Eiseuhüte imBalken,

b) Hertwich Leyen von Loch: grünes Feld mit einemquergelegten Streifen goldenen Pelzwerkes (Wöl-ken.! [1291: 'Conrad, Hannemann und Hertwich vonLorch gen. Leyen).

3) Hilchen von Lorch : Querbalken, begleitet von6 Lilien.

4) Schätzel von Lorch: goldener Schild, roth-ge-gittert, mit darüber gelegtem rothem Querbalken (ebensodie v. Riedt, die ursprünglich auch zu Lorch angesessenwaren).

5) Borngass von Lorch: Wappen wie Nr. 4, mitverändertem Helmkleinod. Aehnlich die von Braubach,jedoch mit veränderten Tincturen 5 )

Ganerbenhaus Sc harpf enstein im Rheingau.Davon schrieben sich:

1) Die Grüne von Scharfenstein: in Silber zweigrüne Querbalken.

2) Die Schwarze von S : in Silber ein schwarzerQuerbalken begleitet von zwei schwarzen Leisten.

3i Die von Scharfenstein mit den Steinen: in Silberein schwarzer Querbalken ; das Feld enthält oben undunten zwei Reihen schwarzer Steine (Vierecke).

4) Die Gennen von Scharfenstein: in Silber einschwarzes Andreaskreuz begleitet von schwarzen Steinen.[Emmerich Genne Ritter 1320].

5) Die Cratze von Scharfenstein: in Silber ein rotherBalken mit 13 schwarzen Steinen. [Heinrich von Schar-fenstein mit den Steinen 1340 ein Bruder des sub 4Genannten hatte 5 Söhne, von denen Heinrich sichzuerst 1390 Uratz von Scharfenstein nannte] 8 ).

Die Ganerbenburg Wal deck (Lehen des Erzbis-thums Mainz) im Rheingau, gab einer Menge von Ge-schlechtern den Namen:

1) Marschall von Waldeck : in Roth ein g. Balkenbegleitet von 3 (2, 1) silbernen Flügeln.

2) Rost, Marschall v. Waldeck : ein goldener Flügelim schwarzen Feld [Emmerich Rost, Ritter, JohannMarschalk und Johann genannt v. Saueck Gebrüder 1354],

3) Saueck Marschall v. Waldeck: ein Flügel.

4) Waldeck v. Ueben (Iben) Erblandhofuntennar-schälle des Erzbisth. Mainz: goldener Flügel in Schwarz.

5) Stumpf von Waldeck, fremdes Geschlecht, welchesnur von der Hausgenossenschaft den Namen führte: inR. ein s. Querbalken, begleitet von 6 (3, 3) silbernenFlügeln.

3) Bodmann, Jlheinyauische

4i Ebenda S. 328.

5) Ebenda S. 333 ff.

C) Ebenda S. 353 ff.

Alterthümer S. 314.