Geschichte der Heraldik. IL 1.
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14625 den helmhuot er üf ructevil lioltliche er in kustedö wunderte alle die herrenwer der einschilde waere,daz der kunic des geruochtedaz er so wol g'ruozte,das was der kuone Gerolt,dem volgete alliz swaebisc volk.Schon das Kunstwort Einschilde führt darauf,dass dieses äusserliehe Kennzeichen in dem Schilde be-stand. Durch massenhafte Beispiele lässt sich mit un-bedingter Sicherheit nachweisen, dass die „Einschilde"desshalb so genannt werden, weil sie einen unifor-men Schild führten. Sie besassen kein eigenesWappen, sondern trugen einen mit dem Heerzeichenihres Lehnsherrn bezeichneten Schild.
z. B. Herbort v. Fritzlar, Lied von Troyc (1210).4005 Ouch was her remus daDer kunic von syteneniaSine gesellen waren wol gezogenSiben graten vier herzogenManie ritter mildeGlich waren ir schildeI r wappen v n d i r b a n i r eVon einer bände ziere.Biterolf:9818 nu sah er einen vanen tragenmit einer burezinnediu lac gesniten drinne:den fuort Hagene und sine man.Im Parcival des Wolfram von Fschenbach (1212)kommt es vor, dass die Kitter vom Wappen ihres Lehens-herrn nur einen T h e i 1 führen.72,17 gelicher baniere
man gein im fuorte viere(küene rotten riten drunde:20 ir herre striten künde),
an ieslicher eins grifen zagel,daz hinder teil was ouch ein hagelan Täterschaft: des waren diedaz vorder teil des grifen hie25 der künec von Gascöne truoctifme schilt, ein riter kluocgezimieret was sin lipso wol geprüeven kunnen wip.Oder es ist den Rittern frei gestellt, auf welchemder beiden Substrate (Schild, Helm) sie das Wappenihres Lehnsherrn tragen wollen:383,1 Ouch het.ieslich Bertün
durch bekantnisse 1 ) ein gampilüneintweder üf heim odr uf den schiltnach Ilinötes wäpne gezilt:5 daz was Artus werden suon,was mohte Gäwän do tuonein siufzete, do er diu wäpen sach,wände im sin herze jämers jachsin oeheimes sunes tot10 bräht Gäwän in jamers noterekande wol der wäpen schindo liefen über diu ougen sin etc.Wirnt v. Gravenberg (1212) Wigalois:Von liehter varwe wizzeWas der schilt über al.6565 Von rotem golde ein liste smalWas geleit uf den rantDar inne (da bi daz was bekantDaz er von G1 ois ein riter was)Ein suwel 2 ), diu glaste als ein glas6570 Von lazure und von golde
1) um sich als solchen kennbar zu machen.
2) Säule.
Als er leben soldeMachmet dar uf sazDa bi man solde wizzeu, dazSich niht erwert sinem gebot:6575 Durch daz fürt er der beiden got.Das wafen was des riters spot.Der Wiener Bürger Joh. Enenkel erzählt:do cham der Benisch gerantze veld alz ein weigantan manheit ritterleicjiener moch sich wol geleichenzu einem iegleichen suppanwan er nie chranchen muet gewaner fürt auch an dem schiltder piderbe und miltsilber weizze stralldie fürten auch über allsein ritter und sein chne cht.Im Wigamur heisst es:4737 Dort liget der künig ZangruilMit im ritter hart vilDie sind mit harnasch wolbewartSye fürent alle den leopartWan sy dem herezog von BergaltUnder seinem panir sind gezalt.Ferner in des Landgrafen Ludwig des Frommen Kreuz-fahrt (Heldengedicht aus dem Anfange des 14. Jahrh.).An dem andern tage dar nachdes banyr man Hechte erschinen sah890 Als vm mitten morgen frv
mit der in werlich kvmen tzvLudewigfen] iTv Herman
mit in gar die werden mauAls si die bracht heften dar895 biricht ritterlichen gar
Mit wapen als sie vest gemut
waren, irwelte ritter gotVon hoher geburt die claren900 hvndert ir da waren
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ouch in manic tftwer edeler knechtReit mite menlich gar;
ir allir wapen Hecht gevarEiner varwe g(e)lich.905 waren in da wunneclichIr wapencleit lazurbla
dar uf der bunte lewe daWas getrowet (wol) lvsticlich,al ir koverture dem glich910 Ir helme wunneclichegetzieret richliche.Die Heidelberger Bilderhandschrift des Sachsen-spiegels giebt dem siebenten Heerschild einen leerenund seiner Spitze beraubten Schild. Mit dem letzterenMangel will die Handschrift in ihrer interessanten Bil-derschrift dasselbe ausdrücken, was der Text mit denWorten sagt: „also weiss man ouch nicht an dem siben-den schilde ap er lehenrechtes ader herschildes habenmöge."
Besonders lehrreich ist es aber, dass die Bilderhand-schrift dem 7. Heerschild kein Wappenbild zutheilt Esmuss dabei berücksichtigt werden, dass die Handschriftbei den sechs ersten Heersehilden, soweit es möglichwar, Beispiele namentlich aus der Nachbarschaft desVerfassers herangezogen hat." Der erste Schild enthältden einfachen schwarzen Reichsadler in Gold. Der zweiteSchild (Pfaffenfürsten) enthält ein fingirtes Wappen,das Kniebild eines Bischofs, weil es Mitte des 13. Jahr-hunderts wohl schwerlich bischöfliche Wappen gab. Derdritte Schild zeigt den Löwen von Meissen (:$ in G.),der vierte Schild zwei weisse Fische in R. (Wernigerode).