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Geschichte der Heraldik. II. 1.
paarung entsprechend tingirt werden müssen 1 ), istnicht erweislich. -
Wir sehen diese Kegel schon seit Beginn des 13.Jahrh. in Anwendung.
Im Wigalois (1212) wird der Helmschmuck einesunbekauteu Ritters beschrieben:2289 Sin heim der was gezieretMit einem s w a n e haerminSnabel und f&zze guldinDiz selbe wafen fürte er.Ein ähnliches Bild mit seltsamer Motivirung findetsich im Willehalm des Wolfram von Eschenbach (1215).886,8 Maturales der riche
mit kraft uz sande sinen sunvon Hippipotiticünein furste fuorte sinen vanen :dar inne sah man einen swanengesuiten mit kosteclichem vlizder swan was anderswä al wiz15 wan snabel und fueze rabenvar;durch daz, Martusales war garan velle und an häre blanc ;ein Moerinne üz JetakrancJosweiz bi im gebar,20 der swan ist zweier slahte gevar:also was ouch Josweizes art:durch daz die selben hervartJosweizes dern swanen trnoc,und landes herru mit im genuoc25 mit dem wapen was bevangen.Diese Motivirung ist um so auffallender, da wirz. B. in Parcival sehen, dass Wolfram v. Eschenbachmit der Bewehrungs-Regel wohl bekannt ist:262,4 üf des Schilde vander
einen trachen als er lebte,ein ander trache strebteüf sime helme gebundenau den selben stundeninanec guldin trache kleine10 (mit mangem edelen steinemuosen die gelieret sin:ir ougen wären rubiu).Conrad v. Würzburg giebt im Troj. Krieg dem Parisim Schilde einen rotheu Löwen, auf dem Helm zweiverschränkte Löweu-Tappen:
und waren die durch höhen prisdurslagen rot von golde findie klawen glizzen silberindie von den täpen luhten.In derselben Quelle das Wappen des Agamemnon:25740 ir zimier und ir wäpencleitwil ich mit rede niht verhelnin einem schilde röt von kein
1) Grote schreibt (Gesch. d. Preuss. Wappens S. 19):„Bekanntlich darf im Wappen nie eine Tinctur aufhomogener Tinctur liegen ; also können goldene Figurennur silbene, silberne nur goldene Nebentheile haben;rothe haben stets blaue, blaue und schwarze Figurenstets rothe Nebentheile. Hiervon finden sich in sehrgut gemalten Wappen- und Stammbüchern Ausnahmenziemlich selten, in schlecht gemalten freilich -häufig.Besonders findet sich aber das Silber sehr selten ange-wandt, allenfalls nur, wenn die goldene Figur auf rothliegt; auf blau und schwarz werden ihre Nebentheileroth gemalt, trotzdem dass dabei Farbe auf Farbekömmt. Die Nebentheile des Reichsadlers sind nurgolden, wenn er ohne Schild, als Schildträger dargestelltwird. Steht er aber im Schilde, so müssen seine Neben-theile roth sein. So hatte auch Kaiser Friedrich III.selbst sein Wappen zu Protokoll gegeben, als sein Enkelihn unter die Ritter des goldenen Vliesses aufnahm."
fuorten si, geloubent mirzvon zobel einen swarzen hirzder zwischen dem gehürne sintiuoc eine kröne guldingesteinet und gewieret.Ferner das Wappen des Ilemus :Remus in eime schiltemit golde wol beschoenetfuort ein pantier gekroenetdaz bete 1 ä s n r b 1 ä w e u schiusin kröne lüter silberinüz eime glänzen Spiegel var.Im Partonopier führt der König veu Marroch fol-gendes Wappen:15838 er fuorte in eime velde blä
von golde ein wildes eberswindaz eine kröne silberintruoc vil wol gereinetdiu schöne was gesteinetmit smaragden grüene.Bei Heinrich von Freiberg ist Tristan's Eber silbernin Schwarz, (bei Gottfried von Strassburg schwarz inSilber);
uz sinem houbte Bach mau ragenzwirne zende guldinIm Karl Meinet führt Herzog Beim von Arlo fol-gendes Wappen :
Syn wapenrock van hennelyn wys65 Daryn gewort mit groessem vlysZwene lewen van kele roytDer selven warent sunder noitGekronet harde fyn van golde;Also yn Belyn dragen wolde.Der Fleier (um 1260) beschreibt (im Meier anz)folgendes Kleinod des Lybials von Roconita:3395 sin heim der was veste,ein boum und al sin estedem was sin kleinät geliehder boum der was meisterlichüf sinen heim gemachet,3400 an koste niht verswachet
Der boum was ouch grüen als ein gras,stam, este und swaz der zwie wasdie gäben grüenen werden schin,diu bleter diu wären guldin.Wie genau der Fleier auf die abweichende Tingi-rung der Nebentheile hält, haben wir oben (S. 129) ge-sehen, wo das Wappen des Meleranz in folgenden Farben-Variationen vorkommt:
in Gold zwei rothe Arme mit weissen Händenin Roth zwei goldene Arme mit weissen Händenin Weiss zwei schwarze Arme mit goldenen Händenin Schwarz zwei weisse Arme mit (goldenen) Händen.
14. Capitel.
EliiMcliililriUer und Sonderwanpeii.
Bereits im I. Buch I. Abschn. ist nachgewiesen, dassman im 12., 13. und noch im 14. Jahrhndert die Ritter dessieben tenHeerscbilds „Einschilde" oder „Einschild-Ritte. ,a nannte. Als Beispiel sei hier nur angeführteine Zeile aus dem Jüngeren Titurel des All/recht vonSchar/fenberg:3476 Fvrsten grafen frien dienstman vnd ritte r ein
schilteund aus dem Willehalm des Ulrich v. Türlin:Byn schildige rittere maning knechtVolgeten vore keyn der stat u. s. w.Aus folgender Stelle der Kaiserchronik (12. Jahrh.)geht deutlich hervor, dass die Einschild-Ritter äusser-lich als solche erkennbar waren: