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Geschichte der Heraldik. II.
Nr. 85.
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Siegel des Herzogs Albert von Braunschweig, Propstvon St. Paul in Halberstadt von ca. 1359. Umschrift:t Albti. De. Brvusvv. Ppti. S. Pavli. In. Halb.
Nr. 86.
Aus dieser Vorrichtung zum Anbringen des Helm-schmucks hat man später eine förmliche Sichel gemacht.
Siegel IV C. des Grafen Jacob von Fürstenbergvom J. 1362. Umschrift: „f S. Iacobi. Comitis. de.Vorstenbergh". Auf dem Schild mit dem gräflichen Wap-penbilde steht der en face gestellte, dem Braunschweig'-schen ähnliche Kleinodhelm.
Nr. 87.
Eine andere Form der stangenartigeu Vorrichtung istdie des Anhaltschen Helm schmuckes : Zwei Stangen mitder obligatorischen, zur Befestigung dienenden, hakenför-migen Krümmung sind über dem Helm schräg nach
1) Nach einer Zeichnung aus dem Nachlasse vonF. A. Vossberg im Geh. Staatsarchiv zu Berlin.
innen gebogen und kreuzweise verschränkt, die Endenoben mit je einem Pfaueiifiuast besteckt.
Siegel III B. 3 des Grafen Bernhard v. Anhalt')von 1301.
Nr. 88.
Die Herzoge von Sachsen haben nach dem Zeug-nisse des Conrad von Wurzburg ursprünglich diesenHelm ebenfalls geführt. Im Turnci von Nantheiz undgleichlautend im Schwanritter sagt er:408 der fürste wol gezieret garüf sime glänzen helme kluocüz eines pfäwen zagele truoczwo wünnecliche Stangenbedaht und umbevangenmit goldo lieht und edelebiz au die zwene wedele415 der pfawenspiegel viderin,
die glänzen wunueclichen schinüf der plänie baren,die Stangen beide wärenüf den heim durch Hellten pris420 geschrenket schone in criuzewisSus kam der herzog üz erweitvon Sahsen als ein kürlich helt.Im lleinfried v. Braunschweig wird dieses Helin-kleinod in folgender Weise beschrieben:866 sins helmes tach zwen wedelevon phäwen hänt bedecketin schrankes wis gestrecketbeten si sich bevangenvon golde lieht die Stangenüf den wedeln glizzen.Eine zweite Hauptgruppe der Vorrichtungen fürdas Federkleinod ist die brett-artige, welche zumFlügelkleinod hinüberführt.
Zu den interessantesten Kleinoden dieser Art ge-hört dasjenige der Herren von Bülow.
Siegel IV. C. des Knappen Heinrich von Bülow von1343. Umschrift.. S. Henrici. De. Bvlow. Armigeri').
2) Von Herrn Eugen Freiherrn Löffelholz von Kol-berg nach einem Abgüsse gezeichnet.
3) Meklenb, Urkundenb. X 650 Nr. 276. — ObigesSiegel bildet eine höchst merkwürdige anachronistischeZusammenstellung: ein normannischer Schild, eine augen-scheinlich zum Topfhelm gehörige Helmzier auf demKübelhelm: drei Perioden des Wappenwesens- sind ineiner Darstellung vertreten. Dass das Siegel nach