Geschichte der Heraldik. II. 1.
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einen Hahnenhusch zeigend — ist das unhestimmteWappen Nr. 237 der Züricher Wappenrolle.
Nr. 80.
Schildförmiges Siegel IV. B. des Johannes y. Dor-stat (im Lande Gardelegen) 1331, 1334 an Lrkundeiivorkommend. Auf dem Helm steht ein Hahnenhuschauf langem Kiele, an welchem quer ein Spaten be-befestigt ist. - Der Zusatz ist hier dem Wappenhildeentnommen. „ T , r .
Siegel des Burggrafen Hermann III von Meissen
(1808-1886) *).
' Nr. 81.
Hier trägt die Stange ein Schildchen, welchesringsum mit Federn besteckt ist. Sehr wahrscheinlicliwar das Schildchen beweglich.
Das nachfolgende Siegel mit der Umsehritt: f ».Ottonis. Dei. Gra. Conitis. D' Valkensten-) an einerUrkunde vom J. 1319 — zeigt eine complicirtere Vor-richtung. Wir sehen zunächst eine quergelegte Stange
Kr. 82.
deren Enden mit einem W-fürmigen Ansätze versehensind; jede äussere Spitze ist mit einem Quaste vonPfauenfedern besteckt. Wahrscheinlich war die querüber dem Helm gelegte Stange locker, etwa mit zweiRiemen befestigt oder durch eine aufgenietete Bohregesteckt und drehte sich, wenn die Federbüschel demWinde ausgesetzt waren.
Eine nicht selten vorkommende Vorrichtung sindzwei Z-förmige Stangen mit langen Armen; die unterenArme dienen zur Befestigung, sie weiden an denSchläfeseiten des Helms festgebunden; die Enden deroberen Arme sind mit je einer Quaste von Federn be-steckt. Diese Vorrichtung steht meistens mit einerden Scheitel des Helms deckenden Figur in Verbindung.
Wappen Boetenberg Nr. 152 t\er Züricher Wap-penrolle. Wir sehen hier die erwähnte Vorrichtung in
Nr. 83.
Gesellschaft eines Schwanenhalses. Aus dem Gestellewurde später ein durch die Brust des Vogelrumpfesgestecktes Joch.
Eine sehr ähnliche Helmzier ist die der Herren vonLupfen : Helmsiegel des Hug von Lupfen, Landgrafenvon Stühlingen an einer Urkunde von 1323 3 ). Diefeder-
Nr. 84.
1) Cod. dipl. Sax. Beg. II, IV.
2) Von Herrn Eugen Freiherrn Löffelholz von Kol-berg in Ansbach nach einem Abgüsse gezeichnet.
besteckten Stangen sind in eine auf der Fläche*" desHelmes angebrachte brettartige Vorrichtung» eingefügt.Wappen Asperg Nr. 132 der Züricher Wappen-rolle*). Hier sind an den oberen Armen der Stangen3 Fähnchen (in der Form eines Scheibenviertels) die dasWappenbild wiederholen, angebracht. Die beiden Ober-arme sind durch eine Schnur oder ein Stäbchen ver-bunden, von dem zwei Schildchen herabhängen. (Vergl.Nr. 85, folg. S.).
Bei einer anderen Gruppe von Helmkleinoden istdie Vorrichtung nicht hakenförmig nach aussen, sondernsichelförmig nach innen gebogen, wie bei dem Helm-schmuck der Herzoge von Braunschweig.
3) Das Gliche (aus dem Fürstenbergischen Urkun-denbuch V, 52) verdanke ich dem Fürst!. Hanptarchivzu Donaueschingen.
4) Nach Hohenlohe, über die Siegel der Pfalzgrafenvon Tübingen S. 4.