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Geschichte der Heraldik. II. 1.
Ton pliäwen geviderevon sinem halse nidereein schöne buckelere hie.Siegel IV C. des Herzogs Casimir von Glogau aneiner Urkunde vom .1. 12« 1.
Nr. 77.
Der König von Odenwald I um 1340) sagt in seinemLobgedicht Von dem huon und dem ei von dem Hah-nenbusch
'240 so hat man aber einen list,daz man in abe tuot.so sin dann die vedern guot:dar üz s6 wir t. ein quaste,stet üfdem helme vastevon Seckendorf, von Ehen heimdie fuerenz gröz unde klein.Ohne Zu- und Vorrichtung war freilich selbst dereinfachste Federschmuck nicht verwendbar.
t Sig. Friderici. Coemitis. Cvivs. Est. Zolr an78.
einer Urkunde des Jahres 1296'); zuerst findet sich das-selbe im J. 1288 (d. d. Hechingen .
Die zu diesem Helmschmuck erforderliche Vorrich-tung bestand aus zwei Stangen die oben sowie auf dereinen Seite mit Rührchen versehen waren, in welche diePfauenfedern eingesteckt wurden.
Eine andere primitive Form des Gestelles ist einegerade emporstehende Stange, welche oben mit Federnbesteckt ist; wir finden jedoch dieselbe fast immer inVerbindung mit einem verschönernden Zusätze.
So ist der erste Helmschmuck der Markgrafen vonMeissen eine mit Gold bewundene, oben mit einemreichen Quaste von Pfauenfedern besteckte Stange,welche in der Mitte von einer silbernen Scheibe um-schlossen ist.
Conrad v. Würzburg beschreibt diesen Heinischmuckim Turnet von Nantheiz sehr gut in folgenden Zeilen:
Der margrav üzer Missenlant
kam dar alsam die werden tuont
ein Stange üf sime helme stuont
rilich von pfawen vederin.
daz kleiiloet edel unde fin
sach man da verre giesten.
Der stil biz an die questen
bewunden was mit golde.
nach höher wirde sohle
e n m i 11 e n g i e n c dar ü m b e
ein schibe, diu mit krttmbe
die liebten Stangen da beslöz.
von Silber was si niender blöz,
wan si verdecket was da mite.Eine grosse Aehnlichkeit mit diesem Kleinod hatder Helmschmuck der Grafen von Käfernburg ersicht-lich aus nachstehendem Siegel IV B. 1 des GrafenGünther von Schwarzburg vom J. 1265 2 ).
79.
Dieses Kleinod ist Gegenstand zahlreicher Forsch-ungen gewesen. Alle Deutungen der seltsamen Figurvom Rosskamm bis zum Käfig 3 ) greifen fehl; dieselbestellt eine bewegliche Scheibe dar, deren Zähne derZugluft Widerstand boten, und die Rotation der Scheibebewirkten. Aehnlich — nur statt der Pfauenfedern
1) Monumenla Zollerana I, 105. Das Gliche ver-danke ich dem Kgl. Geh. Hausarchiv zu Berlin.
2) Frhr. v. Ledebur, Archiv für deutsche Adelsge-schichte Thl. I. Taf. I.
3) A. L. J. Michelsen, über die Ehrenstücke undden Rautenkranz S. 29.