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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. II 1.

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im Partonopier demdieses Wappen:

Weiter unten werde ich das wirkliche Vorkommensolcher automatischer Werke; soweit die Siegel dafürAnhaltspuncte gewähren, nachzuweisen versuchen.

Das adaptirte "Wappenbild als Helmkleinod.

Die einfache Wiederholung des Wappenbildes aufdem Helme entsprach dem Geschmacke des hier zu be-handelnden Zeitraumes sehr wenig. Diese Form derAnpassung wurde nur da angewendet, wo sie nicht zuumgehen war.

Das auf Taf. 4 Nr. 1 abgebildete Helmsiegel desGrafen Heinrich von Neiffen an einer Urkunde des J.1240 zeigt das adaptirte Waopenbild erster Stufe : zweian dem Topfhelm seitwärts angebrachte, zugewendeteHiefhörner, deren Grössen-Verhältniss zum Helm be-achtenswerth ist.

Conrad v. Würzburg giebtsoldäu von Persia" V. 13540 ff.

reht alsain bläwe viol

wären siniu wäpenkleit

gewebeu nach ir edelkeit

üz palmätsiden reine

von margariten kleine

was ein netze drin getragen

unde üz golde drüf geslagen

vil manec bilde, das gelich

was einer künegimie rieh,

diu zepter unde kröne treit.

vil höher koste was geleit

an sinen bläwen niuwen schilt.

gesteines gnuoc, des mich bevilt,

was drüf geströuwet obene.

ein bilde wöl ze lobene,

gestalt nach einer frouwen

lie sich nach golde schouwen

in dem velde läsürvar

üf einen heim gefueget dar

was ein wiplich houbet

von silber, daz beroubet

was aller i tewize

von meisterlichem vlize

gab er durchliuhtigen schin.

sin kröne was ein glänz r u b i u,

sin har schein als gespunnen golt.

der soldän uf der minne solt

wolte ein vrouwen ritter wesenIm Trojanischen Krieg V. 3734 ft. giebt Conrad" W. dem Hector eine Sirene als Schildzeichen:

er hete üf sinem helme

daz houbet der Syrenen clärdaz truoc von golde reidez härund ein antlitze silberin.Dem Paris legte er folgendes Wappen bei:33089 fuort einen schilt von golde,nach höher wirde soldegezieret und verdecket,dar in so was gestrecketein löuwe von rubinenden sach man rot erschinengelich dem wilden fiure.er hete üf sinen heim gemähtnach sines schiltes wäpendie Schenkel mit den täpeneins löuwen, den er drüfe truoc,der stuonden zwene schöne gnuocgeschrenket drüfiu kriuze wis

und wären die durch hohen prisdurslagen rot von golde fin.die kläwen glizzen silberiudie von den täpen lullten.Mindestens wurden die der Thierwelt entnommenenFiguren wachsend dargestellt.

Der Pleier beschreibt das Wappen des KönigsVerangoz, Meleranz V. 8159 ff.

ouch fuorte der degen snel8160 üf einem schilde der was geleinen eber zobelinundr einem buckel guldinder muotes unberoubet.von zobel ein ebers houbet8165 man üf sinem helme sach.gel was des helmes dach.Das Hülfskleinod wird in der hier behandeltenPeriode des Wappenwesens nur dann verwendet, wenndie Anpassung auf einem anderen Wege nicht erzieltwerden kann, was namentlich bei den Heroldsbildernder Fall ist. Das Hülfskleinod ist also von Natur einPis-aller, ein Lückenbüsser,. von dem mit Recht einsparsamer Gebrauch wird, weil es dem ärgsten Feindedes Wappenwesens der Schablone als Brückedient.

Als Hülfskleinod wurden von der alten Heraldiknur das Schirmbrett und der Beutelstand verwendet.

Z. B. das Wappen Belmont Nr. 141 der ZüricherRolle.

Nr. 76.

Die Kenntniss derartiger Kunstwerke dürften dieKreuzfahrer aus Constantinopel mitgebracht haben, dennder Audienzsaal des dortigen Kaiserpalastes enthielt dengoldenen Baum mit den singenden goldenen Vögeln, unddie brüllenden goldenen Löwen!

Kleinode von individuellem Wertlie und nichtHülfskleinode sind die Flügel (sie werden das erstspäter), Hörner, Hüte, Fähnlein und namentlichdie Rumpffiguren. Da diese Gegenstände docheinmal eine Farbe tragen müssen, so ist es wohl dasnächstliegende, die Farbe dem Schilde zu entnehmen;sie werden aber dadurch noch nicht zum Hülfskleinod.Der nicht wappenmässige Helmschmuck(G-ügerel).

Unter den nicht wappenmässigen Helmkleinodennehmen nach dem Grade der Beliebtheit die Feder-kleiuode den ersten Rang ein. Da die Verwendung derFedern allein nur für eine geringe Zahl von Verschie-denheiten den Spielraum gewährte, überbot man sichin der Erfindung zierlicher Vorrichtungen, die für denFederschmuck das Gestell bildeten.

För den einfachsten Federschmuck seien einigedichterische und ein sphragistisches Zeugniss hier an-geführt.

Albrecht v. Halberstadt (1210) erzählt:55 ein heim sin houbet dachtedar üf er vedere stachte