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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. II. 1.

Nr. 40.

Wenn nun auch der Buckel im Schweitkanipf ge-fährlich war, da an ihm das Schwert des Gegners häu-fig Schaden nahm, wie z. B. in Strickers Karl erzähltwird:5732 do sluoc Targis sin swert

Ansise durch des schiltes raut,dez üf der buckeln wider wantund im daz swert zestucken brachso war doch seine eigentliche Bestimmung auf denSperkämpf gerichtet. Bei diesem handelte es sichdarum, den Schwerpunkt des Oberkörpers zu treffen,den Gegner wo möglich aus dem Sattel zu werfen. ZurVerstärkung dieses Punctes dient der Buckel, der da-rum beim Sperkampf immer zum Ziel genommen wird.Das Nibelungenlied sagt:275 mau sach ovch da zebrochenvil mauige bukkel starchvil der edeln steinegevellet vf daz grasan liehteil Schildes spangen.von hurten daz geschehen was.Desgleichen der Biterolf5710 man hörte ouch lute erklingenvil manege bnckel riebeda si vil ritterlicheden buhurt zuo in riten danRuolrtndes Liet des Pfaffen Konrad 117377LXX den fchilt fluger zestuckener zart im die buchelenmit michelem gewalteferner Herbort von Fritzlar im Lied von Troye (1-210)1402 Und stach in den Schild sinDes Schildes bnckel zu brachund Heinrich von dem Turlin. Crone (1220)4287 Aumagwin den ritter sluoc

Uf die bnckel an dem schilde;Des slages was er wildeDaz sin sper gar zebrach.Desgleichen Heinrich der Vogler (vor 1300)

7470 da huop sich mit schalleein buhurt vor dem palas.man sach da streun üf daz grasvil manege buckel richeund das Lied von Karl Meinet (um 1300)A 41.4 Man sach in dem gewildeBuckelen van schildezo varen ind zo vlegenHelme zo brechen ind wegenDoden neder vallenendlich im Lied von der Rabenschlacht

91 Der buhurt der wart hertevor dem palas

manic widergeverte

mit hertem dringen da was

ahi die buckel riche

die wurden von den stolzen hertieliche

92 Da gebrochen harte sereden recken vor ir haut.

Dies führt uns darauf, dass die vier Nägel, de-ren in den Liedern häufig gedacht wird, mit dem Buckelin Verbindung standen.

Der Winsbecke belehrt seinen Sohn folgender-massen über die Handhabung des Spers:

21 Svu nim des gegen dir kommenden war.

vnd senke schone dinen schaff

als ob er si gemalet dar

vnd la din ors mit maisterschaft

ie bas vnd bas rver im die kraft

ze nageln viern vfden schilt

da sol din sper gewinnen hast.

ald da der heim gestriketrist

diu zwai sint rehte ritters mal

vnd vf der tyost der beste list.Ebenso heisst es im Parcival des Wolfram vonEschenbach:174.10 hiez er komen ritter stiel

gein im durch tjostieren.

er begunde in condwieren

einem zegegen an den rinc.

brähte der jungelinc15 sin ersten tjost durch einen schilt

deis von in allen wart bevilt

unt daz er hinderz ors verswanc

einen starken riter niht ze kranc.

ein ander tjostiur was komn.20 liet ouch Parziväl genomn

einen starken niwen Schaft.

sin jugent het eilen unde kraft

der junge süeze äne bart

den twanc diu Gahmuretes art25 und an geborniu maiiheit,

daz ors von rabbine er reit

mit volleclicher hurte dar,

er nam der vier nagele war.

des wirtes ritter niht gesaz

al vallende er den acker maz.Auch im Lanzelet des Ulrich von Zatzikhoven (vor1200) weiden die vier Nägel erwähnt:1518 eim degeu er üf den schilt erriet

gegen den vier nageln hin.

er stach in gein dem herzen in

durch beide halspercwendeferner:5290 zuo den vier nagele n gegen der hant

da stächen* durch die schilte

daz den degeneu milte

die starken schefte gercluben

und die spelteren üf stuben.Endlich habe ich dieselben nich im Jüngeren Titurel