Geschichte der Heraldik. IL 1.
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So heisst es in dem Liede von Wigamur:520 Mit schlegen er jn vmb traybDas jm des sehiltes nit belaybWan da der puckel was daran.Als Illustration folge hier einNr. 37.
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Bild aus einer Handschrift des Parcival von Wolframv. Eschenbach, welches den Parcival im Kampfe mitseinem Halbbruder Feirefiss darstellt. Das in dem auf-gefassten Momente zerbrochene Schwert des Parcivalhat in den Schild des Gegners gewaltige Fenster ge-schlagen.
Das Buckelreis, welches auch da. wo es nicht be-sonders beschrieben ist, als zum System des Buckelsgehörig vorausgesetzt werden kann, sind jene vomBuckelhaus strahlenförmig ausgehenden, lilienendigenMetallstäbe, die eine nachgeborne Wappenwissenschaftals „Lilienhaspel" bezeichnet hat.
Auf Siegeln findet man den Buckel m i t Buckelreishöchst selten dargestellt. Fast ein Unicum bildet dasnachfolgende Sig. IV. A. 2 des Grafen Ludwig vonSarwerden 1 ) an einer Urkunde des Jahres 1185 imKaiserl. Bezirksarchive zu Colmar. Die Brust des Letz-teren deckt der Schildbuckel.
Nr. 38.
Es findet sich auch eine schwache Andeutung vomBuckelreis, zu dessen Ergänzung das oben abgebildeteSiegel des Markgrafen Otto I. von Brandenburg dieAnhaltspvmcte geben dürfte.
Nr. 39.
Obige Hohlmünze desselben Markgrafen enthält dasReiterbild des Markgrafen, und den Schild im Profil.Mit dem hier wahrnehmbaren Buckel hat die Darstel-lung des nachfolgenden Siegels des Markgrafen (aneiner Urkunde von 1170 im Domarchive zu Brandenburg)eine auffallende Aehnlichkeit.
(Siehe Fig. 40 folgende Seite.)
Es darf nicht verschwiegen werden, dass ein her-ragender Kenner, F, A. Vossherg, dieses Siegel als ge-fälscht bezeichnet hat, namentlich wegen des erst vielspäter gebräuchlich werdenden Kettenpanzers. Es wärenun nicht unmöglich, dass dem Fälscher obige Hohl-münze als Vorbild gedient hat.
Herzog Berthold IV. von Zähringen hält auf seinemReitersiegel von 1177 den nebenstehenden Schild, wel-cher den Buckel mit Buckelreis deutlich erkennen lässt.
Nr. 31.
1) Fürst Hohenlohe, sphrag. Aphorismen S. 111.Das dicbe" verdanke ich Sr. Durchlaucht.