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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. II. 1.

Nr. 31.

Der Schild des Heiden Feirefiss hei Wolfram vonEschenhach Parc. war von einer besonderen Holzart741,1 Der heiden tet em getauften we

des schilt was holz, hiez aspinde

daz fület noch enbrinnet.

er was von ir geminnet,

diun im gap, des sit gewis.Der Schild war ihm von Sekundille gegeben.Im alten Tristanliede des Eilhart v. Obergen wirdgeschildert, wie Tristans Schild vom feurigen Hauchedes Drachen verbrannt wird:

vunden si den schilt göt

verbrunnen also garwe

daz si in bi der varwe

nemochten niht erchennen.

Bei Gottfried v. Strassburg lautet die entsprechendeStelle

daz ime der schilt vor der hautvil nach ze kolen was verbrannt.Ein Schild von Elfenbein wird im Alexanderlieddes Pfaffen Lamprecht (12. Jahrh.) beschrieben.1245 ma mohte da scowen wndersere uacht al ex an dersin schilt der was elfenbeinbezzer ne wart ni nehein.Auch bei Heinrich v. Veldecke (11841180) kommtein solcher Schild von Elfenbein vor (V. 236,38). Wennnun die Herstellung eines Schildes aus diesem Stoffnicht gerade für unausführbar zu erachten ist, so be-zweifele ich doch sehr, dass derartige Versuche in einemin Anschlage zu bringenden Umfange in Wirklichkeitangestellt worden sind.

Wenn der König von Odenwald (ca. 1350) in seinemLoblied vom stro unter denjenigen Gegenständen, dieaus Stroh bereitet werden, anführt:57 von ströwe scrihestüelesemfte und niht küelevon ströwe buckeler und schiltder mich noch nie beviltstroewin schapel und ringdaz ist auch ein guot dingso scheint diess scherzhaft gemeint zu sein, er sagtdoch selbst, dass ihm derartige Schilde nicht imponiren.Auch in den beiden letzten Zeilen macht sich der Schelmbemerkbar, denn ein Strohkranz ist der Schmuck dergefallenen Braut!

Sehr instructiv wenn auch, namentlich in Bezugauf Grösse, Dicke und Schwere der Schilde, die Ver-wendung edler Metalle und Edelsteine, cum grano saliszu nehmen, sind die vielfältigen Beschreibungen vonSchilden, die wir in den Heldenliedern und Ritterge-dichten finden.

Ich beginne mit dem Schilde der Brunhilde,welchen das Nibelungenlied in folgender Weise schildert:3550 Da chom ouch ir gesindedie trugen dar zehantvon vil rotem goldeeinen Hellten Schildes rant.mit stahel herten spangen3555 vil michel vnt breit,darvnder spilen woldedie vil herliche meitDer frowen schilt vezzelein edel porte was3560 dar vffe lagen steinegrüner denne ein gras.die lullten maniger handemit schine wider daz goltder si solde minnen3565 der het iz hohe verscolt

Der schilt was under bvkelenals uns daz ist geseitwol drier hende dickeden tragen solde div meitvon stale vnt ovch von golderieh er was genvoch.Noch eingehender wird der Schild des Aeneas vonHeinrich von Veldecke (11841186) beschrieben:161,6 einen schilt von golde

sandim der mute Volcän;her woldez wizzen äne wän hern meisteren began,10 daz in nimmer dehein manmit wäfen mohte enginnen.her was gevazzet innenmit borden und mit phelleund was al daz gesteile15 mit goldinen nagelen dran geslagen,swer so in solde tragen,