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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. II. 1.

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der solde von rehte ein helt wesen,daz sagent die daz hänt gelesen

A

daz was der here Eneas.20 vil wol daz bret gesniten was

unde gefüchliche gebogen

wol behütet und wol bezogen.

daz meisterde Volcän.

daz gerieme daz was corduwan:25 daz was der frouwen Venus rät.

ein borde was dar üf genät

dorch hovescheit und dorch wunder

und ein samit dar under

Jchn weiz weder grüne od rot.

ez was getan dorch not.

swer den schilt fürde,

daz in niht enrürde

der borde noch daz leder

unde daz in der deweder35 an den hals niht enribe

und im diu hüt ganz belibe.

daz was da mite wol behüt.

diu buckele was vil gut

so nie niht bezzers mohte sin.40 sie was alwiz silberin162,1 geworht harde deine

gezieret mit gesteine

Smaragde und rubine

topazie und sardine,5 crisolite und amatisten,

die wären mit listen

gesetzet drin genüge.

da stunden inne mit füge

granäte und saphiere.10 ez was gefrumet schiere,

ez der meister gebot

der lewe was betalle r6t

der gemälet was der ane

dar zu sande im einen vanen

sin müder diu gotinne

der was geworht mit sinne.Derselbe Dichter beschreibt den Schild der (Bitters-werke treibenden) frou Kamille wi folgt:236,35 vil schöne ir heim was,

lüter brün alsam ein glas,

gezieret wol mit steinen.

ir schilt was helfenbeinen

wol besniten und wol gebogen;

ungehütet und unbezogen.237,1 als diu frouwe wolde.

diu buckel was von golde,

dar inne stunt manech edel stein

da diu sunne dorch schein,5 als ich sagen horde.

der schiltrieme was ein borde

genät üf einen samit.Das Brett war so heisst es oben bei Be-schreibung des Schildes des Aeneas gefüglich ge-bogen, wohl behäutet und bezogen" jedenfallsmit einer bearbeiteten Thierhaut, Leder oder Pergament.Der König von Odenwald (ca 1340) sagt in seinemLohlied auf die Kuh:125 man überziuhet danne her

mit ädern schilt und buckeler

und mit küewehiuten

daz sage ich den HütenDer Schild der Frau Kamille dagegen war aufderen Anordnung (die Sache war also unge-wöhnlich) unbehäutet und unbezogen. Auf die Hautwar beim Schild des A.eneas ein rother Löwe gemaltUnd darüber lag der mit Gesteinen gezierte Buckel, derjedenfalls auf der Rückseite befestigt wurde.

Das Gerieme war aus Corduan-Leder geschnitten,oben darauf eine Borde, und darunter ein Sammt (obgrüner oder rother, weiss der Dichter nicht) genäht.

Dieser Schildriemen wird in den Liedern unge-mein oft erwähnt: einen dritten Fall hatten wir bereitsoben beim Schild der Brunhilde aus dem Nibelungenlied.Bier noch ein Citat aus dem Partonopier des Konrad v.Würzburg :13712 Partonopieren üf den fchilt

der beiden so geswinde stach,daz der gesteinte horte brach,da mite er was geriemet wol.Nach den Liedern bestanden die Buckeln meistaus Edelmetallen, sie dürften indess in der Regel aus,wenn es kommt, vergoldetem oder versilbertem Stahlbestanden haben. Jedenfalls überbieten sich die Dich-ter in den Beschreibungen besonders prächtiger Buckel.Im Biterolf heisst es:

2751 Er sprachHagen nu mugt ir sehendort von einem schilde breheneine buckel richeez ist gewislicheniman der minenDer Buckel lag über dem Wappenbild.Wolfram von Eschenbach beschreibt den Schild desGahmuret

wie sin schilt gelieret si ?mit golde von Aräbiein tiweriu bukel drüf geslagn,swaere, die er muose tragn.71,1 diu gap von roete alsolhez prehendaz man sich drinne mohte ersehenein zobelin anker drundemir selben ich wol gunde5 des er het an den lip gegert:

wand ez was maneger .marke wert.Wirnt v. Gravenberch (1212) beschreibt im Wiga-lois den Schild des Boaz:

oEin schilt er ze schirmen truc

oDa het ein man an genuc

7360 ze tragen über sinem ruke

Ez waere zeiner brukeGnuc starch gewesen über ein bach.Dar an er gemalt sach,Als der wirt wolde,7365 Von lazure und von goldeEinen traken freislich.

Von golde was ein bukel riehUnd von gestein dar uf geslagen;Die moht er mit eren tragenDerselbe Dichter giebt von dem Schilde eines heid-nischen Reiters eine interessante Beschreibung, in deres heisst:

Sin schilt was niuwe und gut

Daz diu bukel solde sinDaz was ein blume guldinGeworht mit grozzem flizzeWolfram von Eschenbach (1212) beschreibt denSchild des Feireflss:741,10alumbe üf diu buckelris

üf dem buckelhuse stuontein stein, des namn tuon ich iu kuontantrax dort genennetkarfunkel hie bekennetFerner sagt der Pleier vom Schilde des Meleranz3347 den schilt hiez er im reichen.der was von läsüre blä,