Geschichte der Heraldik. II. I.
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Gotefrit den uan namtinsers herren bilde was daran,sine flammen waren guldine.aiser uns noch scol erschininzesine urteile,den rechten zehailefente peter zu finin fuzen.In Strickers Lied von Karl dem Grossen (vor 1230gedichtet) lautet die entsprechende Stelle9315 Gotfrit der degen lobesam
des kaisers zeichen er dö naindaz was ein herlicher vane.unsers herren bilde stuont dar anemit sinen flammen guldinen9320 als er uns noch sol ergehinenan dem jungesten urteileden saelegen ze heile,die im nach volgen müezeu,sante Petern ze sinen fuezen,9325 als im der der gewalt ist verlänals sach mau in an dem vanen stauDie Fahne, welche Markgraf Rüdiger von Hilde-gunde zu Worms geschenkt erhält, wird im „Biterolfbeschrieben:7462 nu hoeret von dem vanen sagendaz was ein phelle üz Niniveso maneger bilde daz man e65 schoener lützel keiniu vant:von meisterschefte künstic hanthete da wunder in gewebentier alsam si solden leben.Daz werc daz was so uz erkant70 und grözer sin dar an gewantvon vögele und von tiere:also richiu geziereunde als maneger bändewaen ieman mer bekande7475 man schouwete in durch wunder:iegich tier besunderdaz was nach siner ahte gevar,unde ouch underscheideu garmit golde und mit gesteine.7480 manege perle kleine
sach man verwieret dar insaphir smäragde sardinjächande balase rubine:man mohte von ir schineüz dem golde gerne sehendaz ir vil wünnieliche brehen.Das Rolands Lied enthält noch folgende Beschreib-ungen von Schildes- und Fahnenbildern.LVIII. Do chom fafsaron
uon der erden dathan unt abironwas er uerre geuarenain guldinen arenfürt er an dem fchiiteuor der fear er fpilteLXVII. - - —
di laite der chunc eftorgantain uan furter an der hant.dar an stunt ain eberfwin.alrot guldin.perelen unt gestaineluchte uon den haidensam diu prinnenten oleuazCXI.
Do hiz der chunc paligauuf richten sinin uanain trache dar ane stunt.der was geziret gnucuon golde unt uon gestaine.
Die bis hier angeführten Belege geben das Bildeines durchaus chaotischen Zustandes, esherrschte bis jetzt noch unbegrenzte Willkür.
Eine wichtige Frage ist die, inwieweit den wap-penmässigen Bildern ein repräsentirender Charakter zu-komme.
Anhaltspuncte zu einer Beantwortung dieser Frageim bejahenden Sinne gewähren die Dichter nicht.
Das Alexander-Lied des Pfaffen Lambrecht erzählt,dass ein Mann des Königs Darius, um sich in das feind-liche Lagerschleichen zu köunen, griechische Waf-fen angezogen habe:2731 vnder des daz sih der stürm hubso quam ein d a r i e s mancriechische wafen truch er anunde dranc mit liste2735 do er alexandrnm wistein allen dem gebereaiser der siner wereIn diesem Falle gewährte allerdings schon die ver-schiedene Art der Bewaffnung ein genügendes Unter-scheidungsmittel zwischen den Mannen des Alexanderund des Darius.
Etwas Aehnhches erzählt das jüngere Tristanliedwelches seinem Inhalte nach auf das 12. Jahrhundertbezogen werden muss, da es nur eine sprachlicheVerjüngung des alten Liedes des Eilhart von Obergenist. Es wird an der betreffenden Stelle erzählt, wieDelekors, ein Ritter der Tafelrunde, auf Abenteuer aus-reitet :5074 eines tagis reit der wigantüf ävintüre in den walt:do vorwesselte sich der helt baltsin harnas dö her üz reit(des phlag man dorch stolzigheit)daz man sin nicht irkante 1 ).Ein anderes Mittel der Unterscheidung boten dieFarben dem Heerwesen jenes Zeitraumes dar.
Das Ruolandes Liet des Pfaffen Konrad (1173 - 77)erzählt:VIII, 115 fi fahen über al
manigen helt chunenmanigen uan grünenmanigen roten und wizendie velt sahen si glizeusam si weren rot guldin.Aelmliches lesen wir im Nibelungenlied:den rittern vil gemeitvon sne blancher varwe3265 ir ross unt ouch ir kleitez waren vil gelicheir Schilde wol getandie luhten von den handenden vil wätlichen man
3286 Mit im chom ouch Danchwart
unt Hagene
nu höret disiu märe
wie die degene3290 von Raben swarzer varwe
truogen richiu kleit
ir Schilde waren schone
vil guot michel unt breit.
1) Bei Heinrich v. Freiberg (um 1300) wird an derentsprechenden Stelle erzählt, dass Dalkors, um uner-kannt zu bleiben, sein Zimier von dem Helme bindet!Man sieht daraus, das auch die nach älteren Vorlagenfrei arbeitenden Dichter immer nur als Quelle für ihreZeit genommen werden dürfen.