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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. I. 3

Der Dichter nennt sich in der RegelSchneppererHans Rosenplüt". Da man in der Nünberger Gegendnoch heute die ArmbrustSchnepper" nennt, so möchte 65

der Beiname mitArmbruster* zu übertragen sein.

Jedenfalls ist die Identität des Hans Rosenplüt mitden oben genannten Personen höchst unwahrscheinlich.Auch sehe ich keinen Grund, die Angabe Rosenplüts,dass er ein Wappen - Nachreiser (Persevant) sei, zu be- 70

zweifeln. Die Beschreibungen verschiedener Schlachten,die Rosenplüt geliefert, sprechen doch sehr dafür!

Eins tags spacirt ich in einer fruen

Ee das die sunne wurde furher gluen

Die durich die morgen rott aufgleisset 75

Wenn durich die lümel pla her weisset5 Des tages aufganngk mit seinem glensteru

Der tag der offent mir sein venster

Das ich ein hochs gepirg erplickt

Ein zwischen die perg ich mich da schickt 80

Da mir manig hoher felss gab schatten10 Das mir zukulung kam zustaten

Da sleich ich furbass in den pergen

Die aller wunder schönsten Twergen

Erplickt ich da vor einem hol 85

Das es tet meinem hertzen so wol15 Ich meyut ich sehe von liimel ein engel

In mir slug an der frewden swengel

Das alles mein trawern awss mir weich

Dar zu der schonen ich nahent sleich 90

Sie fragt mich palde von wann ich kom20 Wann sie gar fremde vnd wunder nam

Was ich in dieser wiltnusse tett

Und sprach Wenn ich dein willen hett

Das du mir sagest von wann du komst 95

Und das du dir vor mir nicht scheinst25 Desselben mich gar wol von dir gelangt

Die schon so slechtlich gein mir brangt

Das ich emant vnd wart sie entscheiden

Und sprach Wolt euch mein wortt nicht leyden 100

Ir schone Ich bin kein vngehewer30 Und bin ein fremder abentewrer

Zu fursten zu herren zu kunigen v. zu keysern

Und bin i r er w a p p e n n a c h r e y s e r

Nach Adams ere zu plasaniren 105

Und auch ir varb zu difidiren35 Und such an iren hofen mein narung.

Sie sprach Geselle im hab kein sparung

Vnd sag mir ob ein fürst noch leb

Vnd der nach dreyen dingen streb 110

Das erst das er nach ritterschafft40 Sein selbs leib vbe nach seiner inanskrafft

Das annder das er nach adels ere

Stelle hetz vnd jag mit weiser lere

Das dritt das er mit schilt vnd spere 115

Turnir vnd stecli mit grosser gere45 Umb frawen willen, weist du der einen

So solt du in mit trewen meynen

Und plaszanir seines Schildes varbung

Ich sprach zu ir Ich hab kein darbung

Ich hab durich sucht drew Iman 120

50 Der hochmechtig priester Johan

Und auch der gross kam von Kathey

Und das kunigreich von Barbarey

Und das keyserthum von Trebisunda

Bey den allen ich keinen linden kunda 125

55 Als ir mir ein habt vorgemelt

Nu vorseht ich fnrbas in die werlt

Vnd sucht in eytel kunigreich hin

In Grenaten vnd in Pelinerin

Zu Allageyer bey dem kunig Soldan60 In Hisponia vnd in Arigan

Vnd in Applas vnd in Italia Dr.

Zu westen sucht ich uberal

In Frankreich vnd in Engellandt

Noch wurd mir kein sollicher bekant

Und hab nie keinen bey in erforscht

Dauon ich frolich reden torst

Da sucht ich furbas in teutsche landt

Dorynnen ich einen fursten vandt

Des gleichen ich kawin lebendig weiss

Auf aller weyten erden kreis

Von Orient bisz zum Nydergang

Den Fursten hab ich gesuchet lang

Biss ich in doch gefunden hab.

Die Twergin sprach Nu lasse nicht ab

Vnd sag mir wer ist der von gepurt

Vnd wat nicht awss der warheit fürt

Das ist mir ein suesse dingende seyt

Wo man der fursten ere awsspreyt.

Ich sprach Fraw aller eren plum

Er ist des höchsten furften thum

Von Beyern ein hertzog hochgeboru

Vnd drischt wol awss der eren kom

Hertzog Ludwig heist sein nam

Kein Persefangk 1 ) so weyt nye kam

Das er des fursten gleichen fände

Mit warheit ich das von im künde

Wann er ist mildt vnd tagencleich 2 )

Das er Hector von Troya ist gleich

Mit inanheit vnd mit beides hut

Was man durch eren willen tut

Das bort er williglich vnd gern

Sein wappen wil ich euch nu erclern

Sein schilt empfing nye mackel noch mayl

Der stet gehalbirt zu zweyteyl

Halb weiss halb pla schon gerawttirt

Und in einundtzweintzig teyl gediftdirt

Auch sieht man auf seinem heim sitzen

So löblich als man mocht malen vnd snytzen

Zwischen zweyen ftugeln einen gelben leon

Mit roter zungen sam er wolle geon

Den fürt der edel fürst so here

Mit rechter adelicher ere

So gar mit hoeben eren nun

Zu Beyern lanndt dem herzogtbum

Der fürst von Beyern emfing nye vntat

Wo man das rechte gehotten hat

So ist er allerwegen bey dem rechten blieben

Vnd hat keinen man nye hocher getriben

Es sey fürst graff herre frey ritter oder knecht

Kaufmann oder bawern den warde er gerecht

Wie mocht ich dann seinen titulum nydern

Seiner eren poltz wil ich recht vydern

Sein ja das warde nye neyn gefunden

Wes er sich mit wortten bette verpunden

Die knotten wurden nye aufgelost

Seiner eren tumpffel wurdt nymmer lere auwss

geostDes hab yramer danck das hoehgeborn blutHertzog Ludwig von Lands hutDer hat einen sollichen krig gefurtDen kein man nye im hertzen spurtDer ist zuuelde gelegen newntzigtagNoch hat man nye gebort die clagDas er keinem bawern sein hawse noch schewernNye ab hiess sengen noch fewernVnd was man pawern gefangen brachtKein ander Schätzung er da erdachtDann dass er sie da essen liessVnd sie alle wieder heymhin hiess

1) Es ist ein sehr unglücklicher Einfall,Jordan Persefangk mit Parzival deuten will!

2) Muss jedenfalls tugendleich heissen.

dass