Geschichte der Heraldik. I. 3.
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Sach man mit jm ze grabe komenDer arn fetten sint lamenDie wilent starke warenAch der volkomnen jaren175 We dez wol genmten
An ritterschaft dez guttenNach dem ich fröd gar verzerVon honberg grafe wem her.
Beilage II.
Aus der Todtenklage um Graf Wilhelm von Holland
f 1337.
[v. d. Hagen's Germania VI, 251 ff.]
v. d. Hagen bemerkt dazu:
„Der hier verherrlichte Graf Wilhelm von Hollandist wol der dritte dieses Namens, der 1304 seinem Va-ter Johann I. folgte, in Englischen und FranzösischenKriegen sehr tapfer focht und ebenso gerecht war, sodass er der Fromme und gütige benannt wurde. Erstarb 1337.
Sein nicht minder tapferer Sohn Wilhelm IV. ver-schmähte die erbotene Kaiserwürde und fiel 1345 gegendie Friesen."
26 Eyns nachtis da ich lach
In sulde miner ru plegen
Du quam eyn wint inde eyn regen
Inde eyn gesturme gruwelich30 Dat erschrechte so sere michDas ich voir up gar baldeInde vlo gayn eynen walde
33 in also kurzer wileIn gaynder ileLeif ich michel uerre.Im Gebirge trifft er eine weinende Frau, die sich
als „de hogelofde dugent" entpuppt und die ihn zu ihrerSchwester Frau Ehre entsendet. Er trifft die letztere
om Begleitung von Truwe, milde, mauheyt, Demuyt,warheyd, stede, die alle in ihrer Weise einen Mann be-Wagen. Endlich wird er zu einem kunstreichen Heidengewiesen, der ihm den Namen des Beklagten mittheilt:us Hollant greve Wilhelm427 Der heyden de sprach weder mich
Vil leuer vrunt nu bidde ich dichWey sine wapin sin gewesen
De schrif. dat man si muge leseDort heyme in mime lande
437440
445
450
Ich sprach here. ich wil sagenDe wapin de he hait gedragenDe quamen eine us ArabiDe usserwelte koninge dri
De gode brachten up ir sultDen bleif ouer riches golt
Do heisen si eme durg wirdicheitMachen schilt inde wapencleitSie lachten l ) felue mit derhantDar up veir lewen inde eyn ruppantDe fijt man nach quartierenSich us dem golde fierenZwene kelen. de ander zabilSus wart de riebe wafin wabil
Eme dürg hoen prijs gesantVan der drier koninge hantEyn heim mit eyner croneEyn engel us dem trone55 Eme brachte vor der hemel scharDe crone was rubin roit gevarDe rode crone meynetDas he were gereinetAls riches golt in vurre
460 Der werde heilt gehure
Dar ouer sweft eyn pawen swadelDa mit sin hogelofde adelSich werte vor der schänden melmAlsus gezerit was der heim
465 Der heyden sprach nu bin ich vroDas du mich hais bescheyden so
Ich will durg sine wirdicheitDey wapin sunder contrifeitUs lichten golde smelzen470 De lewen dar in velzenUs manchen edelen steyneZu love dem herren reineDar oueu ich mit der croneDen heim wille setzen schone.
Vergl. V.
433 Ich mache si in unsen tempeloDurg eyn wunderlich exempelDat man vergesse sin nummer me.
Beilage III.
Aus dem Klagelied des Peter Suchenwirt auf HerzogAlbrecht von Oesterreick f 1358.
Der Herausgeber Pri misser kannte nur ein Bruch-stück dieses Liedes. G. E. Friess hat später nacheiner leider sehr mangelhaften Handschrift die Lückeauszufüllen vermocht. Die Zählung der Keimzellen habeich nach Friess durchgeführt. Einige handgreiflicheFehler habe ich berichtigt, jedoch in einer Note dieLesarten nach Friess resp. Primisser angegeben.63 ich sach mit iammer fuerennach seinem tod drei panir65 uor der par mit chlagunder girzwelf held nach hurt geschiehtauf orssen nur derschrikchtmein hercz, ich da vidieret sachsper, schild vnd helmes dach70 entrüstet vnd vercheretmein hercz mich do leret,daz ich plasmirt nach der geschieht
e
der wappen dar ich plumen nicht
die waren ehlagbere75 ach gott der laiden mere
ich sach von ersten einen schilt
nach der panir der was verczilt
der spiez gen') perg die ort ze tal
sein gruener glast was worden val80 chain smaragd in den schildt was
recht als der reif das gruen gras
mit seiner chelt gefelbet
also hat mich geseihet
des Schildes glast nach chlagunder gir85 darin geperlt das panthir
daz was ee chlymmende fraydig
daz was czu schauen laidig,
1) soll wohl dachten (deckten) heissen.
1) Friess liest: der spiezigen perg