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Gruppe XI. Papier - Industrie.
des Lahousse’schen Systems, in mehreren Ländern einen erheblichenAufschwung genommen.
Dieses Papiermaterial wird öfter in besonderen Fabriken, welchesich mit der Production des Papiers selbst nicht befassen, hergestellt,indessen auch von Papierfabrikanten selbst erzeugt. Es ist lufttrockenin Form dicker Pappen mehrfach in den Handel gekommen, ist aberin diesem Zustande schwierig löslich und verursacht deshalb mancher-lei Unbequemlichkeiten bei der Verarbeitung zu Papier. Im nassenZustande zertheilt es sich sehr leicht, mischt sich ohne Schwierigkeitmit anderen Papierstoffen. Dann aber bedingt der Versand der mitgrossen Mengen Wasser behafteten Stoffmassen erhebliche Mehrkosten,und auch die Verpackung solcher Masse verursacht Schwierigkeiten.
Mit Rücksicht hierauf ist es vortheilhaft, die Strohstofffabrikationmit der Papierfabrikation zu verbinden. Dann lassen sich auch dienicht ganz correct ausfallenden Partien gesondert halten und event.zu geringeren Papiersorten verwenden.
Der Strohstoff hat in mancher Beziehung Aelmlichkeit mit demaus Flachs bereiteten Papierzeuge. Derselbe ist wesentlich härter undspröder als der Hadernstoff und liefert ein weniger geschmeidiges, klin-gendes Papier, welches sich überdies noch durch eine grössere Trans-parenz vom Lumpenpapier charakteristisch unterscheidet und meistenseine pergamentartige Beschaffenheit besitzt. Wegen der leichten Ver-dichtbarkeit des Strohstoffes ist ein geringeres Quantum an Leim beiHerstellung der Schreibpapiere erforderlich. Meistens wird der Stroh-stoff in Verbindung mit Hadernstoff und Holzcellulose verarbeitet, undist diese Combination auch deshalb wünschenswerth, weil reine Strohstoff-papiere, wie schon hervorgehoben, sehr transparent sind.
Gebleichter Strohstoff war von C. A. Linke in Hirschberg, C.Matthys & V. Pummerer in Passau ausgestellt.
c. Holzstoff.
Aus Holz werden zwei für die Fabrikation des Papiers wichtigeProducte hergestellt, nämlich der durch Zersehleifen desselben berei-tete sogenannte mechanische Holzstoff, und der durch Einwirkung vonchemischen Agentien auf das Holz bereitete Zellstoff, die Holzcellulose.
Während die Fabrikation des ersteren Productes bereits ein umfang-reicher Industriezweig geworden ist, sind die Verfahren zur Gewinnungder Holzcellulosö noch in der Entwickelung und Ausbildung begriffen.
Es soll der gegenwärtige Standpunkt dieser Industriezweige, derGang der Entwickelung derselben nachstehend in einigen Zügen be-schrieben werden.