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Section I. Papierzeug, Pappe, Papier.
facht. Sein System zeichnet sich dadurch ans, dass die in den Apparatenvor sich gehenden Processe regelmässig in einander greifen, sowie auchdadurch, dass dabei ein geringerer Aufgang von Alkali als bei anderenVerfahren stattfindet. Mehr als 40 Strohstofffabriken sind von ihmbereits eingerichtet, und mit den in der bekannten Maschinenbauanstaltvon Gebr. Sachsenberg in Rosslau a. d. E. angefertigten Apparatenversehen worden. Von allen Seiten verlauten nur zufriedenstellendeund anerkennende Mittheilungen über den Erfolg des Lahousse’schenVerfahrens. Die wesentlichen Momente desselben sind folgende:
Das von Unkraut befreite, sodann zu Häckerling geschnittene Strohwird in einem kugelförmigen, rotirenden, dem Lumpenkocher ähnlichenApparate mit starker Natronlauge imbibirt. Nachdem der Ueberschussder Lauge wieder in das Reservoir gelassen worden, wird das so be-handelte Stroh in einem cylindrischen, rotirenden Behälter mittelstDampf von circa 4 Atmosphären Spannung ausgekocht, welcher in eininnerhalb des Kessels befindliches verzweigtes Rohrsystem eintritt unddas mit Lauge imbibirte Stroh durchdringt. Der La.uger ist oberhalbdes rotirenden Kochers angeordnet, so dass die Ueberführung des Mate-riales in letzteren sehr bequem von Statten geht. Wenn der, eineZeitdauer von vier bis sechs Stunden erfordernde Kochprocess beendetist, wird die Lauge abgelassen und die Masse dann im Kochapparateselbst wiederholt mit heissem Wasser gewaschen. Darauf wird sie ineinem Holländer zerkleinert, warm gebleicht und auf einen Raffineurvon ähnlicher Beschaffenheit wie der oben beschriebene behufs Zerthei-lung der noch cohärenten Faserpartien, besonders der Knoten, gebracht.
Nach Angabe von Lahousse sind zur Erzeugung von 100 Kggebleichter, lufttrockner Strohmasse von Materialien erforderlich:
200 Kg Stroh im Werthe von. 8 Rmk.
26 „ kaustischer Soda. 12 „
10 „ Chlorkalk. 4 „
Summa ... 24 Rmk.
Die Kosten für Arbeitslohn, Betriebskraft und Patentgebühr stellensich nach dessen Angabe für 100 Kg Strohmasse auf 7 bis 8 Rmk.
Ein Apparatensystem zur Production von 20 Ctr. Strohmasse in24 Stunden, im Wesentlichen bestehend aus 1 Häckselschneider, 1 Stroh-lauger, 1 Strohkocher, 1 eisernen Laugepumpe, 1 eisernen Stoffpumpe,1 Raffineur, nebst verschiedenen Eisentheilen, Flaschenzügen etc. kostetcirca 10 500 Rmk. Die Ansprüche des Erfinders belaufen sich auf3000 Rmk. für jedes System.
Die Fabrikation des Strohzeuges wird bereits vorher seit einerReihe von Jahren in Belgien in grösserem Maassstabe betrieben; eshat jetzt dieser Industriezweig, und zwar namentlich durch Einführung