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1 (1874)
Entstehung
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Gruppe XII. Graphische Künste.

übrig, namentlich, dass die Eisentheile etwas weniger reichlich Vor-kommen möchten. Ueber das Korn sagt der Lithograph des erwähntenBildes, dass es nicht möglich gewesen, ein feines zu erzielen, da sichder Stein voller Löcher gezeigt, die nicht wegzubringen gewesen. Ebensohatten sowohl der Zeichner, welcher die drei Adler, die sich unter denMedaillons befinden, gezeichnet hatte, als auch der Schriftgraveurmit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen. Merkwürdigerweise waren je-doch diese Adler nur auf den ausgelegten Ab drücken, n icht aber aufdem ausgestellten Stein zu finden, ein Bäthsel, das die Jury nicht zulösen verstand und über welches sie nicht aufgeklärt wurde. Man tröstetsich über die Fehler der Steine damit, dass die oberen Schichten inSolenhofen auch vieles Eisen enthalten und dass die guten Steine auchdort erst bei 50 Fuss Tiefe zum Vorschein kamen. Die Besitzer sindvollkommen überzeugt, dass sie binnen Kurzem die vorzüglichstenSteine zu wesentlich billigeren Preisen werden liefern können. .Wirwünschen dies lebhaft im Interesse des Geschäfts, und es ist ja auchkein Grund zu der Vermuthung vorhanden, dass die reiche Natur ihreganze Kraft in Solenhofen und den wenigen Orten, wo brauchbareSteine noch gefunden werden, erschöjrft haben sollte.

Auf der Ausstellung stand obenan der Solenhofener Actien-verein mit seinen Steinen erster Qualität, die in den grössten Formatenzur Ersparung des Materials, auf Steine geringerer Qualität aufgekittetwaren. Als sehr gute Producte zweiter Qualität erwiesen sich nach derBeurtheilung von Sachverständigen die Steine von J. A. S chin del.Ob sie für mehr gelten sollten, war nicht zu bestimmen, da die Angabeder Qualität fehlte.

Ein Ersatz für den lithograpliisclien Stein. Bei der erwähntenVertheuernng des Materials und bei den Schwierigkeiten, die einer Verwen-dung der rotirenden Maschinen mit Steinsegmenten im Grossen entgegen-stehen, würde eine Erfindung, die in den meisten Ländern bereits patentirt,jedoch noch nicht an die Oeffentlichkeit getreten ist, von enormer Wich-tigkeit sein, falls sie in dem grossen Betriebe eben dieselben Resultateliefern wird, wie es im Kleinen bereits der Fall war. Der MechanikerP. C. Möller in Leipzig bekleidet eine Zinkplatte mit einem Haucheiner Masse, die nicht wieder von der Platte lösbar ist. Auf der gelb-grauen Fläche zeichnet der Künstler wie auf dem Papier. Auch lassensich Umdrucke in grosser Vollkommenheit darauf hersteilen. Mit einemRuck eines Schlüssels wird die Platte auf einem Cylinder in leichtesterWeise befestigt. Die Maschine, die wir arbeiten sahen, ist sehr ein-fach und die in grosser Mannigfaltigkeit vorhandenen Proben Hessennichts zu wünschen übrig. Die Erfindung wird nunmehr in Berlingeschäftlich ausgebeutet und wir werden in kurzer Zeit wissen, ob einlang gesuchtes Problem praktisch gelöst wurde oder ob, wie so oft, sich