Das typographische und lithographische Material. 729
Masse ist ein Ereigniss. Wie wäre namentlich ohne diese der Betriebvon Maschinen, welche mit der Schnelligkeit von zwei Meilen in derStunde oder mit 200 Umdrehungen und mehr pr.Minute unter starkerReibung laufen, erschwert! Rechnen wir, was gewiss eine massigeAnnahme ist, von zehn Arbeitsstunden eine als verloren durch dieobenerwähnten und anderen Arbeiten, um die Walzen in guten Zustandzu setzen und in diesem zu erhalten, so macht dies von 300 Arbeits-tagen jährlich 30, die nun erhalten, respective gewonnen werden. Esliegen uns ganz genaue Berechnungen vor seitens einer grossen Buch-druckerei, die seit etwa fünfviertel Jahr die englisc he Masse von Geb r.Lawrence in London verwendet, deren alleiniger Depositär HerrHeinr. Dörge in Leipzig ist, welche die obige Angabe vollständigbestätigten. Diese Buchdruckerei hatte in dem Jahre 1873, in welchemdie La wr eu ce’sche Masse verwendet wurde, bei Mehrdruck von über1 Million Bogen nahe an 5 Proc. Farbe weniger als im Vorjahre ver-braucht.
in Deutschland wird übrigens eine verbesserte Masse von vielenSeiten geliefert. Wir nennen z. B. Gebr. Jänecke in Hannover, Fr.Frank in Köln, A. ILorchler in Karlsruhe, W. Riffart & Co. inSülz bei Köln, F. A. Lischke in Leipzig-Reudnitz, Rob. Gysae inOberlössnitz bei Dresden u. s. w.; diesen hat sich in letzterer Zeit nochdie Chemische Fabrik Eisenbüttel bei Braunschweig zugesellt.Die Verschiedenheit der Preise wird wohl hauptsächlich durch dieQualität der verschiedenen Materialien und die Quantität der theuerendarunter, namentlich der Hausenblase, bedingt. Die Hauptbestandtheilesind, wie bekannt, Gelatine und Glycerin. Wie es mit den Geheim-nissen der Zusammensetzung aussieht, wissen wir nicht. Das besteGeheimniss für die Lieferung einer guten Waare bleibt wohl: nichtszu sparen! Mehrere Firmen führen doppelte Sorten. Von einer alsreell bekannten Firma würden wir'immer die Primawaare vorziehen.
Eine weitere Erleichterung ist entstanden durch die von O. W.Hagemann jun., früher in Kiel, jetzt in Lübeck, in den Handel ge-brachte concentrirte Seifenl äuge. Das Fabrikat sollseinen Ursprungjenseits des Belts in der chemischen Fabrik Oeresund auf der InselAmack bei Kopenhagen haben, die ebenfalls jn der Gruppe III. derdänischen Abtheilung ausgestellt hatte. Die Lauge wird allgemeinsehr gelobt.