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1 (1874)
Entstehung
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Gruppe XII. Graphische Künste.

forivten Manuscripts gleichzeitig gemacht werden, so dass z. B. dasManuscript in Warrington perforirt und in Manchester, Liverpool undanderen Städten gleichzeitig gesetzt werden kann. Die Maschine hatzwar öffentlich in London gearbeitet, hei Clay Son & Taylor, manhört jedoch wenig if on der Thätigkeit und dem Erfolge. Eine ameri-kanische Erfindung ist die Setz- und Ablegemaschine von Orren Brownin Boston, die ebenfalls auf dem üblichen System der Claviatur und derKinnen beruht.

Die Sehreibkugel. Indem wir den kurzen Blick auf die typogra-phischen Maschinen schliessen, müssen wir noch eines Apparats gedenken,der halb Setz- und Schreib-, halb Druckmaschine ist, nämlich die so-genannte Schreibkugel. Der Erfinder, Herr R. Mailing-Hansen, istDirector des königl. Taubstummen-Instituts in Kopenhagen und kamdurch seine Studien über Erleichterung der Mittel der Verständigungfür Taubstumme und Blinde auf den genannten Apparat. Die Schreib-kugel sieht von aussen wie ein kleines Reiseschreibpult aus. Wo sonstdas Dintefass steht, befindet sich eine Halbkugel von Metall, die miteiner Anzahl Stifte besetzt ist, die wie Radien gegen das Centrum zu-sammenlaufen, so dass eine einem zusammengerollten Stachelschweinnicht ganz unähnliche Figur gebildet wird. Auf dem unteren, imInnern der' Halbkugel versteckten Ende des Stiftes befindet sich einerhaben in Stahl geschnittener Buchstabe. Unter dem Punkte, wo alleStifte mit den Buchstaben zusammenlaufen, liegt das Schreibpapier,darüber Farbepapier. Durch den Druck auf einen der Knöpfe am obe-ren Ende der Stifte wird der Buchstabe am unteren Ende desselbenan das Farbepapier gedrückt und dieses wieder an das Schreibpapier,so dass der Buchstabe in Farbendruck deutlich dasteht. Nach jedemDruck bewegt sich das Papier so viel vorwärts, dass der nächste Buch-stabe in richtiger Entfernung von dem vorhergehenden auf das Papierzu stehen kommt. Ist die Zeile voll, schiebt sich das Papier so, dasses in die richtige Lage für die nächste Zeile zu liegen kommt. DieBewegung wird mittelst eines Zahnrades bewerkstelligt, welches durcheinen elektrischen Strom getrieben wird, der in demselben Augenblick,in welchem der Stift den Druck empfängt, sich öffnet und wiederumschliesst, sobald der Stift durch eine Feder in seine ursprünglicheLage zurückversetzt ist. Im Princip hat die Erfindung, wie man sehenwird, Aehnlichkeit mit dem Schreibtelegraphen.

Da die Stifte mehr zur Hand liegen, als die Tasten der Claviatureines Fortepianos, so sind zehn Anschläge in der Secunde eine sehrmassige Annahme; das macht für die Stunde 36 000! Dass die Leich-tigkeit, sich schriftlich verständlich zu machen, nicht nur Taubstum-men oder Blinden, an deren Bedürfnisse der Erfinder zunächst gedachthat, zu Gute kommt, liegt auf der Hand. Der Werth des Apparats