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Das typographische und lithographische Material.
der zur Verfügung gestellte Raum noch weit mehr, als bereits geschehen,überschritten werden. Wir müssen uns darauf beschränken, im All-gemeinen zu constatiren, dass auf die Herstellung solcher Hilfsmittelgrosse Aufmerksamkeit verwendet wird. Namentlich muss es als einGewinn für das Gewerbe betrachtet werden, dass solide Etablissementsentstanden sind, welche aus der Fabrikation resp. Lieferung aller dervielen nothwendigen Artikel, von der Maschine an bis herunter zu derAhlspitze, von dem complicirtesten Accidenzregal bis auf den Rindfaden,ein Geschäft machen. Es dürfte vollkommen überflüssig sein, daraufhinzuweisen, welchen Vortheil die fabrikmässige Herstellung solcherGegenstände für die Consumenten bietet. Selbst die Einrichtung voll-ständiger Buehdruckereien ist in dem Grade erleichtert, dass man fast,wie man in dem Restaurant ein Couvert für diesen oder jenen Preisbestellt, sich eine Buchdruckerei zu 2000 Thlr., 5000 Thlr. oder sonsteinem Preise bestellen kann, dem Lieferanten alles Weitere überlassend,wenn ihm nur die Ortsverhältnisse und der Zweck der Buchdruckereiin kurzen Zügen angegeben werden. Nur wird man sich darauf gefasstmachen müssen, dass der Genannte nicht erst die Rechnung zur Zahlungpräsentirt, wenn die Objecte bereits consumirt sind, sondern der Be-steller wird sich wohl in der Regel dazu verstehen müssen, einen Theilim Voraus zu bezahlen. Trotzdem wird ihm doch in der pecuniärenEintheilung gewöhnlich ein Vortheil daraus erwachsen, wenn er nur mitEinem reellen und vollständig sachkundigen Lieferanten zu thun hat.
Als Fabrikant, zugleich als Händler in der erwähnten Richtung,muss in erster Reihe Fritz Jänecke mit seiner sehr reichen Ausstellunggenannt werden. Seine Handpressen und seine Stereotypapparate sindbereits oben erwähnt, ausserdem baut er namentlich Numerirwerkeund Perforir-Maschinen, Pack- und Correcturpressen, sowie alledurch Tischlerei herzustellenden Utensilien, die sehr gelobt werden.A. Iiogenforst in Leipzig geht in derselben Richtung vorwärts, bautebenfalls Pressen, Schneidemaschinen, Stereotypapparate, Numerirwerkeund liefert Utensilien. Seine Arbeiten zeichnen sich durch sorgfältigeBehandlung und Accuratesse aus. A. Waldow in Leipzig fabricirt nichtselbst, sondern hält ein Lager der bezeichneten Gegenstände. Als Fabri-kanten, namentlich aller grossen und kleinen Maschinen für die Buchbin-derei im weitesten Sinne, stehen obenan Gebr. Heim in Offenbach a. M.Auch Carl Krause in Leipzig zeichnet sich in dieser Richtung aus.Hä ekel & Co. in Leipzig fassen besonders den Bedarf der Stein-druckereien ins Auge, ebenso Süss & Brunow in Leipzig. IL Zim-mer mann in Berlin construirt vorzügliche Numerirwerke. InOesterreich ist die Lieferung von Maschinen und Utensilien oft mitdem Betrieb der Schriftgiesserei verbunden. In Frankreich geniesstals Fabrikant Boildieu in Paris einen grossen Ruf, in EnglandHarrild & Son in London.
Wiener Weltausstellung. I.
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