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1 (1874)
Entstehung
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Gruppe XII. Graphische Künste.

Die Satinirpresse seihst hat in der letzten Zeit wenig Aeude-rung erfahren. Das Problem des Auflegens des Bogens direct auf einenrotirenden Cylinder ist noch, wie es scheint, nicht befriedigend gelöst.Man beschäftigt sich jetzt damit, Satinirwerlce für das endlose Papierzu bauen. Ausgestellt waren viele Satinirwerke, darunter ein doppeltesmit übereinandergesetzten Cylindern von Alauzet. Die Zufuhr derBogen geschah über Ilolzcylinder. Von Glättpressen, hydraulischenund Schraubenpressen, lässt sich wenig Neues berichten.

Die Falzmasehinen. Wie die grossen Bogen die Feuchtmaschinehervorriefen, so machten sie auch die Falzmaschinen zum Bedürf-niss. Dass eine Verbindung derselben mit der Druckmaschine selbst sichin der Kegel nicht als praktisch erweist, wurde schon erwähnt. Abgesehenvon allen Hemmnissen im Betrieb bewährt eine solche Verbindung sichschon deshalb nicht als praktisch, weil die Maschine, wenn zwei halbeBogen statt eines ganzen gedruckt werden, diese in einander falzen würde.Man beschränkt sich deshalb lieber auf selbstständig arbeitende Falzwerke.Bei nicht gar zu grossem Format wird sogar die Handarbeit insofernvorzuziehen sein, als um Schritt mit Einer Druckmaschine von grosserSchnelligkeit zu halten, drei bis fünf Falzmaschinen nothwendig sind,da sie selten mehr wie 2500 bis 3000 Exemplare stündlich liefern unddie Handarbeit des Falzens zu der billig zu beschaffenden gehört, indemsie fast ausschliesslich von Mädchen besorgt wird. Als einer der bestenFalzapparate gilt der von Davies construirte, von Harrild & Sonin London gebaute, welcher 5000 Exemplare stündlich liefern soll.Auf dem Continent sind die Apparate von Si mo n & Son in Nottinghamziemlich verbreitet. Chambers Falzmaschine falzt lL/s Bogen ineinander und klebt und beschneidet sie. Für das Falzen von Bogenzu Büchern wird die Falzmaschine auf Grund des Aufhältlichen heidem öfteren Aendern des Formats wenig angewendet.

Die mechanischen Ausleger haben fast überall die Arbeiter oderArbeiterinnen abgelöst, selbst in solchen Fällen, wo das wachsame Augedes Abhebers von Nöthen wäre.

Mit selbstthätigen Anlegern wird viel experimentirt, ohne dasswohl bis jetzt Befriedigendes gefunden wäre. Als Princip ist dabeidas Aufsaugen des Bogens durch ein luftleer gemachtes Rohr, welchesin schwingender Bewegung sich befindet und den Bogen wieder zurrechten Zeit loslässt, angewendet.

Die Utensilien-Geschäfte. Wollten wir alle Ililfsmaschinen undUtensilien, welche den Betrieb des Geschäfts erleichtern und zur Verbesse-rung der Erzeugnisse beitragen, auch nur flüchtig erwähnen, so müsste