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Gruppe XII. Graphische Künste.
lieferte C1 o s s viele Arbeiten nach Paris. Die Anstalt beschäftigt circa30 Holzschneider.
Von den hei der Collectivausstellung nicht betheiligten StuttgarterVerlegern müssen wir noch J. Engelhorn mit seiner „Gewerbehalle“erwähnen, ein Unternehmen, welches unter allen ähnlichen wohl dieerste Stelle einnimmt und einen bedeutenden Einfluss auf die Bildungdes Geschmacks und des Stils im deutschen Kunstgewerbe ausgeübthat. Die ersten Künstler und die besten Schriftsteller unterstützendiese seit 1863 bestehende Zeitschrift. Ausser der deutschen Ausgabe,die in 10 000 Exemplaren verbreitet wird, existiren Ausgaben in Amerika,England, Italien,Frankreich, Spanien, Holland und Böhmen; die „ Gewerbe-halle“, deren typographisch-artistische Ausstattung die beste, deren Preiszugleich der billigste ist, kann demnach wohl als ein Weltblatt bezeichnetwerden. Ein Stuttgarter Unternehmen, welches ebenfalls von Bedeutungfür die Kunstindustrie zu werden verspricht, ist das während der Aus-stellung begonnene „Kunsthandwerk“, herausgegeben von W. Spemann.
Hier dürfte auch der Ort sein, die Ausstellung des Herrn E. A.Seemann in Leipzig zu erwähnen. Es ist eine Seltenheit, wenn eindeutscher Verleger dem Felde seiner Wirksamkeit feste und enge Grenzenzieht und dann dies Feld mit aller Energie ausbeutet. Herr Seemannhat dies gethan und bringt nur kunstwissenschaftlichen und kunst-gewerblichen Verlag, als dessen Grundpfeiler die „Zeitschrift für bil-dende Kunst“ mit dem Beiblatt „Kunstchronik“, herausgegeben vonProf. Dr. C. von Lützow, zu betrachten ist, und der ausserdem vielereich illustrirte Werke aufzuweisen hat. Die Ausstellung selbst gabzu einem solchen Veranlassung: „Kunst und Gewerbe auf der Weltaus-stellung“, herausgegeben von v.Lützow. Herr Seemann druckt seineVerlagswerke vorzugsweise mit Renaissance-Antiqua, doch können sie,obwohl der Illustrationsdruck meist ein guter ist, als Druckwerke sichnicht mit ähnlichen aus den Pariser Pressen messen. Solche Verlegerwie Herr Seemann bedürfen solcher Buchdrucker wie J. Glaye inParis, die sich einer Idee subordiniren und ihre Sorgfalt bis auf dieColumnenziffern und Signaturen ausdehnen. Freilich sind Liberalitätseitens des Verlegers und klingende Anerkennung von den Bestrebun-gen des letzteren seitens des Publicums nöthige Bedingungen.
Von deutschen Buchhändlern, und Buchdruckern (sie lassen sichnicht wohl von einander trennen) müssen wir wenigstens eine Anzahlerwähnen, deren Ausstellungen sich in der XXVI. Gruppe befanden,jedoch von der Jury der XII. Gruppe beurtheilt wurden. Eine beson-dere Erwähnung verdient der grossartige architektonische Verlag vonErnst & Korn in Berlin. Die ersteh Anfänge zu diesem Verlag da-tiren aus dem Jahre 1827, wo er von George Gropius gegründetwurde. Durch eine Reihe von Unternehmungen, welche zum grossenTheil dem Verleger selbst ihr Dasein verdanken, sowie durch Ankauf