Druckschrift 
1 (1874)
Entstehung
Seite
641
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Section I. Die Typographie etc. Die Lithographie. 641

aussprechen. Die sonstigen Leistungen weisen darauf hin, dass hierwahrscheinlich andere Einflüsse sich geltend machen und Gründeobwalten, die der Buchdrucker respectiren muss.

Die Staatsdruckerei befindet sich auch, was das Geschäftliche betrifft,in einer günstigen Lage. Der Etat für 1873 schliesst mit 328700 Thlrn.Einnahme und mit 214 700 Thlrn. Ausgabe, was einen Ueberschussvon 114 000 Thlr. ergiebt.

Die bekannte Berliner Firma Wilhelm Gronau (früher E d. II ä n e 1)stellte hauptsächlich nur als Schriftgiesserei aus und wird später erwähnt.W. Moesers illustrirte Ausgabe vonDante ist als Bilderdruck mitSorgfalt ausgeführt, erreicht aber weder das Original noch den Hall-bergerschen Druck der Doreschen Bilder. Die Bücher und Accidenzienvon Gebr. Grunert in Berlin zeigten sorgfältige Arbeit. Aus Breslaubot das bedeutende Haus W. G. Korn, bekannt durch seine Zeitungs-unternehmungen, Papierfabrikation und Betheiligung an der Verlags-firma Ernst & Korn in Berlin, eine kleine Schaustellung von Werth-papieren, die, wenn auch ohne Tadel, doch nicht geeignet war, von derBedeutung der Firma die richtige Vorstellung zu geben. Thüringen-Sachsen hatte zwei Repräsentanten: die Buchdruckerei desWaisen-hauses in Halle und B. F. Voigt in Weimar. Das erstere Geschäft,fast 200 Jahre alt (es wurde 1697 von Heinr. Jul. Elers gegründet),entwickelt unter der Leitung des Herrn O. Bertram ein jugendlichesStreben. Seine Ausstellung war eine ebenso reiche als beachtenswerthe,man mag sie vom bibliopolischen oder vom typographischen Stand-punkte aus beurtheilen. Mehrere der illustrirten und orientalischenWerke würden der grössten Officin Ehre machen. Die Ausstellungvon B. F. Voigt legte Beweise ab von grosser Rührigkeit mit Tüchtig-keit verbunden. Seit 1814 ist diese Firma unermüdlich in der Her-stellung und Verbreitung technologischer Werke für das grössere Fach-publicum. Ihr Katalog verzeichnet gegen 1500 Artikel in der genanntenRichtung, darunter 23 Zeitschriften.

Ziemlich stark vertreten war die liturgische Literatur, für welcheBayern vorzugsweise der. Sitz ist. Friedr. Pustet in Regensburg,G. J. Manz ebendaselbst, Jos. Kösel in Kempten, Fr. Sausen inMainz hatten Missale, Graduale und ähnliche Werke ausgestellt, derenDuctus so ziemlich derselbe ist. Was den Druck betrifft, so dürftendie Artikel Pustets die am sorgfältigsten behandelten sein, wie auchdessen Ausstellung am splendidesten eingerichtet war. Die Einbändedieser Werke sind zum Theil sehr kostbar, nach unserem Geschmackjedoch wenig anziehend, doch dürfte der Flitterstaat Bedingung fürden Absatz sein. Es gab einzelne mit Aquarellen geschmückte Bände,die über 1000 fl. kosten. Den schönsten Schmuck erhalten diese Werkegewöhnlich durch die vortrefflichen Miniaturen in Holz, in welchenIvnöfler in Wien der unübertroffene Meister ist. Von den Artikeln

Wiener Weltausstellung. I.

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